Die „Dash-Button-Revolution“ – Wie ein kleiner Knopf die Digitalisierung vorantreibt

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Am 1. April 2015 dachten noch viele an einen Aprilscherz, als Amazon den Dash Button auf den US-Markt brachte. Seit dem 31. August 2016 ist dieser kleine „Bestellknopf“ nun auch auf dem deutschen Markt erhältlich und wird, so die Einschätzung vieler, nicht nur das Einkaufsverhalten revolutionieren.

Der Dash Button lässt sich u. a. an Kaffeemaschinen, an Waschmaschinen, am Bett, im Badezimmer, im Grunde überall dort anbringen, wo Verbrauchsgüter des täglichen Lebens genutzt und im ungünstigen Fall gerade nicht mehr verfügbar sind. Hier soll der Button Abhilfe schaffen, um bereits im Vorfeld (man beachte: noch mit menschlicher Vorhersagekraft) für Nachschub zu sorgen.

Das Szenario lässt sich aber noch viel weiter denken, und Amazon befasst sich mit ausgewählten Geräteherstellern bereits damit, den Dash Button in deren Geräte zu integrieren, um ganz auf den Button zu verzichten und sogar den Kaufprozess komplett dem Gerätehersteller zu überlassen. Die technischen Services, sogenannte Dash Replenishment Services (DSR), sind bereits als API verfügbar und können im Prinzip von jedem Gerät und für eigene innovative Geschäftsmodelle genutzt werden. Thermomix und Co. grüssen ganz herzlich.

Amazon blickt in die Zukunft und schaut mit seinen Dash Buttons mal wieder über den Tellerrand. Sicherlich gibt es Bedenken, was die Preisgestaltung und die fehlende Verfügbarkeit des Produktpreises zum Zeitpunkt des Klicks angeht. Allerdings lautet das Ergebnis einer GfK-Studie, dass der Preis von Produkten des täglichen Bedarfs aufgrund des menschlichen Drangs nach Einfachheit und Bequemlichkeit für die Kaufentscheidung nicht entscheidend ist. Daher passt dieser kleine Button womöglich gerade jetzt zum richtigen Zeitpunkt sehr gut in unsere „One-Click-Gesellschaft“.

Aber noch viel mehr: Mit diesem kleinen Knopf und den dahinterliegenden Services und Partner-Kooperationen verleiht Amazon vormals unverbundenen Gegenständen ein autonomes und intelligent vernetztes Eigenleben. Die Überlegung: Sobald der „Füllgrad“ unterschritten ist, wird autonom und intelligent per „One Click“ bestellt. „Man“ reagiert nicht mehr nur, sondern die Gegenstände agieren und interagieren untereinander.

Diese nun SMARTEN Dinge befähigen das „Internet of Things“ zu grossen Veränderungen und ermöglichen darüber hinaus ganz neue digitale Geschäftsmodelle. Und das Thema „Buttons“ wird nicht nur von Amazon forciert. Junge Firmen wie Connect-IN mit myLupo oder Shortcut Labs mit Flic.io, Texas Instruments mit dem IoT Sensor Tag oder der Bosch XDK bringen ihrerseits „smarte IoT Buttons“ mit vielfältigen Funktionen wie z.B. die Messung von Luftdruck, Temperatur, Geschwindigkeit, Lichtintensität oder der GPS Koordinaten auf den Markt, um über das intelligente „Ding im Internet“ neue Geschäftsmodelle zu erkunden. Insofern stehen wir vor einer nächsten (R-)Evolution, in der die IT das technisch Machbare zur Verfügung stellt und das Internet der Dinge lediglich die Möglichkeiten eröffnet, neue Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter umzusetzen.

Grafik Digitale Geschäftsprozesse

 

Kontaktieren Sie uns, um herauszufinden wie sich mit SMART Things neue digitale Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge realisieren lassen.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Ihnen!

 

-von Dries Guth, Senior Manager SAP HANA Cloud Platform & IoT, itelligence AG –

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