Digitalisierung – Teil 3: Cloud-Integration für hybride Architekturen

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Hybriden IT-Landschaften gehört die Zukunft. Aber wie lässt sich die bestehende On-Premise-Welt zukunftssicher mit neuen Cloud-Lösungen verknüpfen? Ein Überblick über die wichtigsten Integrationstechnologien – und eine Einordnung.

On-Premise ist tot – lang lebe On-Premise! Phrase beiseite: Auch wenn ein immer grösserer Teil der IT zunehmend in die Cloud wandert, wird das klassische Vor-Ort-Modell so schnell nicht aussterben. (vgl. auch unseren Beitrag Digitalisierung – Teil 2)  Zu gross sind die über Jahre entstandenen kundenspezifischen Anpassungen, zu wichtig die Compliance-Fragen. Klar ist aber auch: Die Erwartungen der Fachabteilungen steigen und spezialisierte Cloud-Lösungen sind die beste Möglichkeit, neue Anforderungen zu erfüllen – und zwar schnell, schliesslich will sich im digitalen Zeitalter niemand mehr ein ewiges Implementierungsprojekt leisten. Es bleibt die Frage, wie sich die heterogenen Tools am besten in die IT-Landschaft integrieren lassen.

Hybride Herausforderungen

Integrationsplattformen gibt es inzwischen einige am Markt. Aber welche ist am besten geeignet? Sollte die Plattform selbst on-Premise laufen oder in der Cloud? Welche Konnektoren sind enthalten und welche brauche ich überhaupt? Welches Datenformat verwenden meine Anwendungen? Wie wirken sich die unterschiedlichen Wartungszyklen auf den operativen Betrieb aus? Und so weiter.

SAP-Kunden haben grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: dem SAP HANA Cloud Platform Integration Service (früher: SAP HANA Cloud Integration) und dem altbekannten SAP Process Orchestration, das die Lösungen SAP Process Integration und SAP Business Process Management vereint. Beide haben ihre eigenen Stärken und ihr Anwendungsgebiet.

Die Cloud als Basis

Der Integration Service ist Teil der SAP HANA Cloud Platform und nutzt deren mitgelieferte Services, beispielsweise für die Datenverschlüsselung oder für das User Management. Er wurde entwickelt, um Cloud- und On-Premise-Welten, aber auch Cloud-Welten untereinander, zu verbinden.

Er enthält:

  • Konnektoren für den Nachrichtenaustausch zwischen Systemen, um Prozesse über Anwendungsgrenzen hinweg fortzusetzen
  • Ein ETL-Tool für den Massendatentransfer mit Fokus auf der Cloud-Integration inklusive Mapping und Filtern
  • OData-Support, mit dessen Hilfe sich das SAP Fiori UX in der gesamten Landschaft nutzen lässt
  • Vorgefertigte Integrationsinhalte für die schnelle Anbindung diverser Standardszenarien; die Hälfte davon unterstützen auch Non-SAP-Systeme
    Integrationsplattformen
    Integrationsplattformen für SAP-Kunden

Cloud Integration? Keine allgemeingültige Entscheidung möglich

SAP Process Orchestration eignet sich aktuell hauptsächlich für die Integration zwischen On-Premise-Systemen. Eine Anbindung mit Cloud-Lösungen ist aber durchaus möglich. Welche Plattform nun die richtige ist, hängt von diversen Faktoren ab: der vorhandenen Systemlandschaft, den Standardinhalten, Kostenabwägungen, dem Go-live-Zeitrahmen, den gewünschten Konnektivitätsoptionen, den Erwartungen der Fachbereiche und mehr.

Vor der Entscheidung für eine Integrationsplattform ist daher eine umfassende Analyse der Ist-Situation wichtig. itelligence bietet dafür passgenaue Workshops an: Unsere Experten betrachten dabei die Systemlandschaft und die Schnittstellen, die IT-Strategie und die Sollarchitektur. Am Ende steht eine klare Empfehlung.

– von Martin Tieves, Technology Consultant –

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