Eines Tages lange Reise – über Land und zu der Kundschaft

– von Robert Leitner, Managing Director, itelligence Österreich –

Leseprobe aus dem neuen Buch „Helden für den Mittelstand – weltweit“,
herausgegeben von Herbert Vogel und Dieter Schoon.

„4.30 Uhr früh. Aufstehen, duschen und ein schnelles Frühstück. Im Haus ist es still, die Familie schläft noch. Da kommt unsere Katze namens Puppe nach Hause, die nach einer Nacht im Freien hungrig ist. Sieht mich müde und fordernd an. Diesmal ohne Maus oder Frosch als Mitbringsel. OK, Futterschüssel füllen und ein wenig beneiden: Puppe wird die nächsten Stunden gemütlich auf ihrer Decke schlafen. Vor mir liegen viereinhalb Stunden Autofahrt in den Süden von Salzburg. Ziel ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich vor einigen Wochen für itelligence entschieden hat. Das ist alles noch frisch, wie dieser Morgen, alles ist noch möglich, offen. Draußen geht langsam die Sonne auf. Das wird eine schöne Fahrt von Wien nach Salzburg. Auto starten, und los geht’s.

Im Radio die Morgensendung von Radio Wien, die werde ich für die nächsten zwei Stunden hören. Um diese Zeit ist noch nicht viel los, der Morgenverkehr beginnt erst ein wenig später. Und ich habe Zeit, ein wenig zurückzuschauen. Jetzt bin ich schon mehr als 30 Jahre in der IT-Branche. Früher hieß das noch EDV. Das war lange vor Internet und PC. Begonnen habe ich nach einer eher durchwachsenen Schulausbildung, ich fing mein Berufsleben als EDV-Operator an. Da gab es noch Lochkarten, klimatisierte Großrechnerräume und laute Drucker, Lochkartenstanzer, die Muster in die Lochkarten hackten, ganze Stapel und Schachteln voll davon, ein Wahnsinn aus heutiger Sicht. Jedes Smartphone würde heute den damaligen, riesigen IBM 370/158 locker übertrumpfen, aber damals war das schon was! Nach einem Jahr wurde ich Programmierer, Assembler und PL/1 hießen damals meine Programmiersprachen und sollten mich für viele Jahre begleiten. Und waren eine gute Schule – EDV von der Pike auf.

Kilometer 110 – Melk

Mittlerweile scheint schon die Sonne, und das Stift Melk liegt rechts neben der Autobahn im Frühnebel. Auf dem Weg bin ich an einer Waffelmaschinenfabrik vorbeigefahren, langjähriger
SAP-Kunde und Weltmarktführer in seinem Bereich. Typischer Mittelstandskunde. Und gerade überhole ich den LKW eines renommierten Papierherstellers, auch SAP-Kunde. Der Moderator in Radio Wien meldet die ersten Verkehrsbehinderungen, aber der Empfang wird schwächer. Ich wähle
eine CD, Bob Seger, die mit „still the same“ beginnt. Der hat gut singen: Für mich waren die letzten Jahre alles andere als immer wieder das Gleiche. …“

Das Buch „Helden für den Mittelstand – weltweit“ ist nun im Buchhandel erhältlich.

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