HANA und ihre Töchter

– von Andy Steer, itelligence UK –

„Wir sind begeistert von der HANA-Technologie, aber was tun wir als nächstes?” Diese vollkommen berechtigte und absolut verständliche Frage bot die Grundlage für eine Präsentation, die ich bei der letzten SAP-Forum-Veranstaltung in St. Albans in England hielt. An der Veranstaltung nahmen ungefähr 400 Besucher teil; die meisten Teilnehmer kamen von Unternehmen, die bereits die SAP-Technologien benutzen, seien es die klassischen Business-Anwendungen oder die BusinessObjects Analytics-Produkte.

Wie es heutzutage üblich ist, fand die Veranstaltung mit einer Reihe von parallelen „Tracks” statt, bei denen sich die Teilnehmer auf die Themen konzentrieren konnten, die für sie am interessantesten waren. Ein ganzer Track war den In-Memory- Technologien gewidmet, und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass bei einigen Präsentationen ein etwas unkritischer SAP-Enthusiasmus herrschte. Ich muss an dieser Stelle erklären, dass ich kein großer Fan davon bin, wenn eine Technologie nur um der Technologie willen präsentiert wird, und ich befürchte, dass genau das in vielen dieser Sitzungen getan wurde, als ein Moderator nach dem anderen die Zuhörer davon überzeugen wollten, dass HANA die Patentlösung für all ihre Probleme wäre. Es hätte mich nicht überrascht, wenn es als Beschleuniger des Weltfriedens angepriesen worden wäre!

Ich rede hier nicht über die Theorie der spaltenbasierten Datenbanken. Meine Vorgehensweise war bewusst anders. Ich wollte nicht über die Herausforderungen des klassischen Data Warehousing sprechen, nicht über die Theorie der spaltenbasierten Datenbanken, nicht über die Tatsache, dass sich die Hardware so weit entwickelt hat, dass man jetzt riesige In-Memory-Datenbanken umsetzen könnte, oder dass HANA eine revolutionäre Technologie ist. Nein, ich wollte darüber sprechen, was man alles mit einer solchen innovativen Technologie tun könnte; ich wollte über die Anwendungen sprechen, mit denen Ihr den Unternehmen oder ihren Kunden einen Mehrwert bringen könnt. Ich wollte über HANA und ihre Töchter sprechen…

Ihr fragt Euch jetzt bestimmt, worüber ich um Himmels willen spreche. Lasst es mich erklären. Seit der Anlaufphase und der allgemeinen Verfügbarkeit von HANA arbeitet SAP an einer Reihe von Lösungen, Anwendungen und Beschleunigern, die den Unternehmen unvorstellbare Vorteile bringen können. Es sind diese Kinder von HANA, die meiner Ansicht nach riesige Möglichkeiten bieten. Ich möchte Euch einige dieser Kinder vorstellen. Es überrascht nicht, dass ein großer Prozentsatz der anfänglichen SAP HANA-Lösungen auf bestehende ERP-Kunden ausgerichtet ist, daher möchte ich über drei von ihnen sprechen: den CO-PA-Accelerator, die Rapid-Deployment-Solution for Operational Reporting, und BW on HANA.

  • CO-PA Accelerator – Cost and Profitability Analysis –ist eines der am meisten benutzten Features der SAP ERP-Lösung, aber es ist nicht unüblich, dass Kunden mit ABAP-Berichten zurechtkommen müssen, deren Ausführung wirklich länger dauert. Der SAP HANA Accelerator für CO-PA beseitigt diesen Engpass beim Reporting durch Einführung einer Echtzeit-Replikation der COPA-Haupttabellen ins HANA-System, die eine umgehende und sehr ausführliche Analyse ermöglicht.
  • Rapid Deployment Solution for Operational Reporting – Wie auch beim CO-PA Accelerator repliziert RDS für Operational Reporting die funktionsrelevanten Haupttabellen in HANA und ermöglicht dabei das Echtzeit Reporting und die Analyse von den wichtigsten Produkt-, Verkaufs-, Material-, Kunden- und Finanzdaten.
  • BW on HANA – Business Warehouse ist eine erstaunliche Idee, ein vollständiges, höchst funktionelles, unendlich skalierbares, vorab modelliertes Enterprise Data Warehouse, das mit der vorhandenen Komplexität der SAP ERP-Datenstrukturen arbeiten kann.

Bedauerlicherweise scheint dies für viele Kunden, die mit Herausforderungen, die von Datenmengen über Refresh-Dauer bis hin zu Query- Performance und Datenaktualität reichen, zu kämpfen haben, in weiter Ferne zu liegen. Die neu angekündigte und derzeit in der Anlaufphase befindliche BW-on-HANA-Lösung wurde entwickelt, um diese Probleme direkt anzugehen, indem die traditionelle relationale Datenbank unter BW durch einen In-Memory-HANA-Datenspeicher ausgetauscht wird. Die Lösung kann bahnbrechend sein; ein bekannter österreichischer Engery-Drink-Hersteller, ist innerhalb von 10 Tagen von BW auf HANA migriert und hat phänomenale Verbesserungen erzielt, wobei einige Queries um 10.000-mal schneller laufen als vorher.

Ich hoffe, das reicht, um Euch einen Vorgeschmack davon zu geben, was SAP derzeit anbietet.

Ach ja, und noch eine Sache. Wir können eine Demonstration eines der drei oben genannten Szenarien durchführen, damit Kunden sehen können, welchen Wert eine von itelligence gelieferte und von HANA unterstützte Lösung im Unternehmen bringen kann.

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1 Gedanke zu “HANA und ihre Töchter”

  1. Markus Wissing sagt:

    Hallo Herr Steer
    Auch ich habe meine Bedenken bzgl. des sehr technologisch getriebenen Hypes rund um Hana.
    Zum beispiel lassen sich fundamentale Daten Qualitätsprobleme (z.N. in Bezug auf Master Daten) nicht alleine durch Technologie lösen.
    Den Fokus auf die fachlichen Anwendungen zu legen ist der erste Schritt. Ich würde sogar noch weiter gehen und die Frage stellen: Welchen Business Benefit bringen die neuen Fähigkeiten in den HANA basierten Anwendungen
    – Simple TCO reduzierung
    – Veränderung des betroffenen Geschäftsprozesse,
    – Neue Services, dadurch mehr Umsatz,
    – Qualitätsverbesserung im Prozess
    – etc

    Gibt es diesbezüglich schon Erkenntnisse? Welches sind ihrer Meinung nach die fachlichen Benefits, z:B beim Einsatz von CO-PA Accelerator?

    VG
    Markus Wissing

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