IBAN-Pflicht ab 2014 – Auswirkungen auf den elektronischen Zahlungsverkehr

– von Daniel Ruth, Consultant –

Im Februar dieses Jahres beschloss die EU Kommission die IBAN-Pflicht zum 01. Februar 2014. Die neuen 22-stelligen Kontonummern, die sich seit vielen Jahren bereits auf Rechnungen und Kontoauszügen finden (achten sie bei Ihrem nächsten Besuch am Kontoauszugsdrucker einfach mal darauf), ziehen damit endgültig in den Alltag ein und lösen die bisher genutzten Kontonummern ab.

Doch warum droht uns überhaupt „IBAN die Schreckliche“?

Notwendig wird dieses durch die Einführung des SEPA – des einheitlichen EURO Zahlungsverkehrsraumes. Dieser ermöglicht es, Euro Überweisungen und Lastschriften zwischen vielen EU Ländern durchzuführen, wobei keine Unterscheidung zwischen in- und ausländischen Zahlungen erfolgt. Eine Überweisung innerhalb Deutschlands unterscheidet sich nicht von einer Überweisung nach Großbritannien oder Frankreich. Dieses spart nicht nur Zeit und Geld, sondern vereinfacht auch die Stammdatenpflege und Zahlungsabwicklung. Ab 2014 lösen die neuen Zahlwege daher die bisherigen, nationalen Verfahren ab. Zur Realisierung ist es allerdings erforderlich, in allen Teilnehmerländern eine einheitliche Sprache zu sprechen – hier kommt die IBAN als einheitliche Identifikation eines Bankkontos zum Tragen.

Auch wenn die Pflicht zur Anwendung der neuen SEPA Zahlverfahren erst ab 2014 in Kraft tritt, können die neuen Zahlwege bereits seit längerem aktiv genutzt werden. Es existiert eine breite Unterstützung durch die Banken, und auch von SAP werden die neuen Zahlwege vollständig unterstützt.

Und keine Angst – in unseren Projekten hat sich gezeigt, dass „IBAN die Schreckliche“ gut zu besiegen ist. Vielmehr bietet SEPA Vorteile auf die man nicht mehr verzichten möchte.

Trotz allem bringt die Einführung der neuen Zahlwege auch einige Herausforderungen mit sich. Neben technischen Anpassungen an der eigenen IT Landschaft müssen Prozesse geprüft, Anwender geschult und die eigenen Stammdaten fit für SEPA gemacht werden.

Die klare Empfehlung lautet daher: Eine Umstellung des SAP Zahlungsverkehrs auf SEPA sollte zeitnah in Angriff genommen werden. Die neuen Zahlwege sind bereits heute problemlos nutzbar und in vielen Unternehmen aktiv im Einsatz. Also rauben Sie SEPA seinen Schrecken und machen Sie sich stattdessen die vielen Vorteile der neuen Zahlverfahren schon heute zunutze. Warum bis 2014 warten?

Mehr Infos zu SEPA finden Sie auch unter

http://www.sepadeutschland.de/sepa-fuer-unternehmen-und-handel

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne unter daniel.ruth@itelligence.de zur Verfügung.

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