Ist SAP WM unter SAP S/4HANA Enterprise Management Geschichte?

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Im letzten Jahr hat die SAP mit SAP S/4HANA Enterprise Management in zwei Schritten die neuste Plattform für Unternehmensanwendungen auf den Markt gebracht. Wir sprechen hier nicht mehr von einem klassischen ERP, sondern von der Möglichkeit, in Echtzeit mit Massendaten auf SAP HANA basierte Geschäftsprozesse zurückzugreifen. Zum Beispiel wird das klassische Datenmodell mit x Tabellen zur Abbildung von Materialien und Beständen zukünftig nur noch durch eine bzw. zwei Tabellen abgebildet. Derjenige Leser, dem die MARA, MARC, MARD oder weitere Tabellen der ganzen Stammdatenfamilie ein Begriff ist, wird sich zukünftig nur noch eine Tabelle merken müssen. Gleiches gilt auch für alle anderen Bereiche, wie z.B. für die Finanzbuchhaltung oder für die Tabellen, in denen die Belege und somit Bewegungsdaten hinterlegt werden. Mit der erweiterten SAP HANA-Technologie, den optimierten Zugriffen, den unterschiedlichen Weiterentwicklungen in der Business Logik, werden dem Endanwender ganz neue Möglichkeiten eröffnet. So ist es möglich, „branchenübergreifende“ Systeme zu erstellen oder Cloud sowie On-Premise Hybride zu fahren.

Der Kunde profitiert von den vielfältigen Möglichkeiten

Eine der vielen Neuerungen können wir zu Ende 2016 erwarten. Das SAP EWM wird mit allen Funktionen weiterhin als „externes“ Lagerverwaltungssystem an das SAP S/4HANA Enterprise Management gehängt, genau wie wir es aus dem SAP ERP EHP 6.0 ff. kennen. Im nächsten Schritt ist jedoch geplant, das SAP EWM in das SAP S/4HANA Enterprise Management zu integrieren. Ganz so, wie wir das auch vom SAP WM im SAP ERP kennen. Weiterentwicklungen im SAP EWM werden dann für beide Modelle umgesetzt. So können Sie auch hier unterschiedliche Ansätze parallel fahren. Was bedeutet das nun jedoch für das SAP WM, welches bereits im SAP S/4HANA Enterprise Management steckt? Wird nun das WM durch das integrierte EWM ersetzt? Werden WM, das integrierte EWM und das externe EWM parallel beibehalten? Fragen, die es langfristig zu klären gilt. Meine Einschätzung jedoch ist, dass bei der großen Anzahl der laufenden ERP WM Instanzen ein „kaltes abschalten“ nicht möglich und nicht praktikabel wäre. Eines liegt jedoch auf der Hand: Der Kunde profitiert von den vielen Möglichkeiten, seine Anforderungen an die ausführende Logistik zu lösen. Ein „geht nicht“, gibt es somit nicht.

– von Mersun Sezer, Leitung Fachgebiet Lager- & Transportmanagement, itelligence AG –

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