Acht Technologietrends, die unser Leben verändern – Teil 4

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Welche technologischen Entwicklungen erwarten uns in den kommenden Jahren? Auf Basis eines White Papers von NTT DATA beleuchten wir für Sie in einer vierteiligen Blogserie die acht mächtigsten Trends.

Im dritten Beitrag haben wir Ambient Commerce und Distributed Mesh Computing betrachtet. Im vierten und letzten Beitrag dieser Serie sehen wir Sicherheit in cyberphysischen Systemen und die spannendsten Innovationen im Ingenieurswesen näher an.

Trend 7: Sicherheit im cyberphysischen Zeitalter

Die Vorteile des Internet of Things (IoT) sind weithin bekannt. Die Trendtechnologie hat jedoch eine grosse Schwachstelle: die digitale Sicherheit. Im Juni 2015 haben Hacker rund 21,5 Millionen Datensätze des Amtes für Personalverwaltung der Vereinigten Staaten gestohlen. Und gerade erst dieses Jahr haben Cyberkriminelle das japanische Pensionssystem ins Visier genommen und sensible Daten von rund 1,2 Millionen Menschen veröffentlicht.

Hohes Katastrophenpotenzial

Hacking war einst eine Beschäftigung für boshafte Computergenies. Heutzutage ist es die bevorzugte Waffe für kriminelle Organisationen, die sich politische oder finanzielle Druckmittel aneignen wollen. Dementsprechend haben sich ihre Strategien weiterentwickelt – und sind raffinierter geworden. Dabei sind aber nicht nur Informationen in Gefahr: Die Verbreitung von Connected Devices, also Geräten mit dauerhafter Verbindung zum Internet, bedeutet: Cyberattacken können auch tödlich enden. Das haben Sicherheitsberater letztes Jahr demonstriert, indem sie das Entertainment-System eines Flugzeugs übernahmen – und damit Zugriff auf die Steuerung erlangen konnten.
Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, dass Firmen und Regierungen eine wirksame Lösung für Computersicherheit finden. Da die meisten dieser Bedrohungen jedoch unvorhersehbar sind und in schneller Abfolge auftreten, sind sie im Moment nicht gänzlich zu verhindern. Massnahmen zur Entdeckung und Wiederherstellung nach Angriffen haben daher höchste Priorität.

Grafik Technologietrend 7: Sicherheit im cyberphysischen Zeitalter
Technologietrend 7: Sicherheit im cyberphysischen Zeitalter

Aufspüren und neutralisieren

Grosses Potenzial verspricht hier die Verbindung der Cybersecurity mit Big Data und Künstlicher Intelligenz. Spezielle Software greift hier auf Daten vergangener Angriffe zurück, arbeitet auffällige Muster heraus und kann potenzielle zukünftige Angriffe prognostizieren. Darüber hinaus arbeiten Unternehmen bereits eng zusammen und stellen sich gegenseitig die besagten Daten zu Cyberattacken zur Verfügung.
Auch NTT DATA arbeitet an der digitalen Sicherheit und hat eine Technologie entwickelt, die infizierte Geräte direkt durch automatisierte Kontrollen identifizieren und vom Netzwerk isolieren kann. Darüber hinaus überwacht das System jegliche Kommunikation der befallenen Maschinen, um die kompromittierten Daten zu identifizieren und wiederherzustellen.

Wie das IoT die Sicherheit stärken kann

Es wäre töricht, einfach über die Gefahren des IoT hinwegzusehen – trotzdem bietet die Technologie ein immenses Potenzial. Tatsächlich können vernetzte Geräte auch für mehr Sicherheit sorgen. Alarmanlagen können zum Beispiel unübliche Aktivitäten im eigenen Haus direkt per Push-Mitteilung an das Smartphone senden. Und digitale Sensoren können zukünftig vielleicht sogar Cyberattacken vorbeugen.

Trend 8: Innovationen im Ingenieurswesen

Hersteller weltweit nehmen bereitwillig digitale Neuerungen in ihr Portfolio auf und gestalten dabei alle Prozesse von Produktion bis Vertrieb neu. Das Ziel: Produktivität erhöhen, Kundenzufriedenheit steigern, neue Geschäftsmodelle etablieren.

Grafik Technologietrend 8: Innovationen im Ingenieurswesen
Technologietrend 8: Innovationen im Ingenieurswesen

Ständige Verbesserung

3D-Druck zum Beispiel erlaubt Firmen die Produktion von Artikeln auf einer Just-in-Time-Basis. Das bedeutet, dass Entwickler individuelle Wünsche berücksichtigen können – und der einzelne Kunde damit zum Mittelpunkt des Fertigungsprozesses wird.
Das IoT spielt auch in dieser Entwicklung eine tragende Rolle. Ab einem gewissen Punkt wird jeder Teil der Wertschöpfungskette an ein Netzwerk angebunden und individuell optimiert sein. So entwickeln sich Produkte immer mehr zu Dienstleistungen und lassen die Hersteller kontinuierliche Änderungen nach dem Trial-and-Error-Prinzip vornehmen.
Ein Beispiel dafür ist der Global Digital 3D Map Distribution Service, den NTT DATA in Zusammenarbeit mit dem Remote Sensing Technology Center of Japan entwickelt hat. Der Dienst nutzt Satellitenbilder zur Darstellung von detaillierten 3D-Karten – und ist dank neuem Dateiformat mit 3D-Druckern kompatibel. Seit dem Produktlaunch 2014 fand das System Einsatz in Projekten zur Verbesserung von Infrastruktur, Katastrophenwiederherstellung und Anti-Epidemie-Initiativen.

Weltweite Auswirkungen

Mit der Entwicklung von Produkten zu Services beginnen Unternehmen den Wettbewerb um die beste Nutzererfahrung. Das Überwinden der Hindernisse, die Innovation bisher beschränkten, führt zur Entwicklung von Lösungen, die einzelne Leben und sogar die ganze Welt verändern können.

 

Ausführliche Informationen über alle acht Top-Technologietrends finden Sie im kostenlose NTT DATA Technology Foresight Whitepaper in englischer Sprache.

White Paper herunterladen

 


 

– von Tanja Wagenseil, Marketing Deutschland, itelligence AG –

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