Alleingelassen bei der IT-Transformation? So können Sie die neue Komplexität beherrschen

Die Produktionshallen des mittelständischen Unternehmens Müller wirken modern. Gedämpft ratternde Maschinen, ineinandergreifende Arbeitsschritte, emsige Mitarbeiter. Jeder weiss, was er zu tun hat. Und trotzdem ahnt das Management bereits, dass in zwei Jahren die Produkte nicht mehr wettbewerbsfähig sein könnten. Die Fertigungskosten sind hoch, schlagkräftige Innovationen bleiben aus, neue Wettbewerber drängen auf den Markt.

Chancen versprechen sich die Manager von neuen Technologien. Vor allem in der Produktion und im Vertrieb hoffen sie zurecht auf Effizienzsteigerungen durch aktuelle Softwarelösungen. Derweil schmiedet die IT-Abteilung an der digitalen Transformation – und das bedeutet mehr als nur neue Software. Bei der Transformation geht es um digitale Geschäftsmodelle, neue Kanäle, Produkte und Dienstleistungen, also um strategische Weichenstellungen.

Um aber eine digitale Transformation nicht nur auf dem Flipchart zu skizzieren, sondern auch umzusetzen, muss sich das Unternehmen Müller technisch neu aufstellen, zum Beispiel bestimmte Applikationen in die Cloud verlagern und mobil verfügbar machen. Auch im Bereich Analytics könnte längst mehr passieren. Dazu fehlen in der eigenen IT-Abteilung allerdings Know-how und Ressourcen. Wie könnte dennoch ein echtes Innovationsmanagement gelingen, während gleichzeitig die Komplexität einer jahrelang gewachsenen SAP-Landschaft beherrschbar bleibt?

Die neue IT-Komplexität

Das Unternehmen Müller ist nur fiktiv. Aber die Herausforderungen sind real – und gelten branchenübergreifend: Um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich auf den Markt neu einzustellen, müssen Unternehmen neue Technologien einsetzen (SIAM, S/4HANA oder Microservices sind hier nur einige Schlagwörter), ihre IT-Architektur zukunftsfähig halten und eine langfristige Digitalstrategie entwickeln. Über viele Jahre etablierte, traditionelle Systemarchitekturen, betriebliche Prozesse und Entwicklungsgeschwindigkeiten sind für die neue digitale Welt nur noch bedingt einsetzbar.

Besonders die IT-Abteilungen sind gefordert. Sie müssen jeden Tag den Betrieb der Systemlandschaften stabil halten, die Qualität der Prozesse erhalten und verbessern, relevante Neuerungen umsetzen und einen wirksamen Innovationsprozess in Gang zu setzen. Diese Aufgabe stemmen die IT-Mitarbeiter mit ihren externen Partnern, während die Zahl der Herausforderungen und deren Komplexität weiter steigen (s.a. Abbildung 1):

  • Die eigene SAP-Landschaft wird komplexer. Die Zahl der Applikationen wächst. Hybride Systemlandschaften aus einem bunten Strauss von Onpremise- und Cloud-Anwendungen sind mehr und mehr „State of the art“. Technologien haben eine kürzere Halbwertszeit denn je. Der Markt für Technologien wächst und ist schwer zu überschauen. Gleiches gilt für den Bereich Entwicklung, zum Beispiel für neue Microservices.
  • Die Zahl der Schnittstellen steigt. Zum einen wächst die Anzahl der Software-Schnittstellen, zum anderen auch die Zahl der Schnittstellen zu immer mehr notwendigen Partnern. Und die Multi-Provider-Steuerung ist komplex: Es gilt, nicht nur einen Partner mit einem Vertragswerk zu steuern; gemanagt werden muss eine heterogene Provider-Landschaft mit unterschiedlich strukturierten Verträgen, Laufzeiten, SLA`s und Inhalten.
  • Neue Sicherheitsfragen tauchen auf. Die Vielzahl von verschiedenen Anwendungen, Infrastrukturplattformen und Anbietern erschwert es, Sicherheitsstandards zu garantieren bzw. Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
  • Kompetenzen fehlen. Die IT-Leiter und CIOs bekommen nicht ausreichend Mitarbeiter mit dem gefragten Know-how. Und noch seltener mit bereits bestehender Erfahrung.
Abbildung 1: IT-Komplexität
Abbildung 1: IT-Komplexität hat eine Vielzahl unterschiedlicher Ausprägungen – von der Komplexität der IT-Infrastruktur, wie Schnittstellen und Multi-Cloud-Szenarien bis hin zum stetig grösser werdenden Anspruch die eigenen IT-Fachkräfte rechtzeitig und umfassend in neuen Lösungen zu schulen. Hinzukommt die Gewährleistung der generellen IT-Sicherheit in Sachen Datenschutz und Gesetzeskonformität, aber auch bezüglich der Systemstabilität und Performance der einzelnen Applikationen.

Eigentlich müsste ein Unternehmen in dieser Situation seine etablierten IT-Partnerschaften hinterfragen (zum Beispiel in Sachen Innovationsleistungsvermögen, Praxiserfahrung, End2End-Support und Internationalität). Es müsste neue „Best of Breed“-Partnerschaften als Alternative zu prüfen. Es müsste neue IT-Mitarbeiter einstellen, Kompetenzen weiterentwickeln, an den richtigen Stellen investieren und Initiativen für die Transformation zu starten. Und das alles am besten planvoll anhand einer digitalen Gesamtstrategie. Aber wer soll das leisten, während der Alltagsbetrieb weiterläuft?

Indem die digitale Transformation aller Industrien Fahrt aufnimmt, wird die IT der Unternehmen zur neuen Management-Disziplin. Die IT-Abteilung führt das Management in eine digitale Gesamtstrategie und schafft Raum für neue Lösungs- und Produktlandschaften rund um IT Technologien wie Cloud, Analytics und Mobilität. Mit steigender Anzahl neuer Entwicklungen innerhalb der Anwendungslandschaft der Unternehmen spielen Managed Services gleichzeitig bei Produkt- und Service-Innovationen eine immer wichtigere Rolle.

So helfen Managed Services konkret im Unternehmen:

  • Ein stabiler IT-Betrieb schafft die Grundvoraussetzung für einen darauf aufsetzenden Innovations- und Transformationsprozess.
  • Unternehmen werden punktgenau in ihrer aktuellen Ist-Situation „abgeholt“. Mit der Vertragslaufzeit werden die Services ganz nach Bedarf weiter vertieft: über mehr Effizienz, Innovationsentwicklung bis zur eigentlichen Transformation.
  • Managed Services liefern bewährte Lösungsansätze für die o.g. Herausforderungen. Zum Beispiel unterstützen sie dabei, die Partner-Landschaft zu reduzieren und helfen bei der Qualitätsbeurteilung alter und neuer Partnerschaften.
  • Ziel: Reduktion der Komplexität für die eigene IT-Abteilung, besser kalkulierbare Kosten und wettbewerbsorientiertere IT-Landschaft – inklusive Support.

 

Abbildung 2: IT-Komplexität
Abbildung 2: Ein ganzheitlicher Managed Services-Ansatzes hilft die neue IT-Komplexität zu beherrschen. Zum Beispiel der Managed Services-Ansatz von itelligence.

Vorbei sind die Zeiten, als Managed Services hauptsächlich die IT-Bereitstellung und Wartung umfassten. Zwar beinhalten viele alte Verträge mit externen Dienstleistern nur den reinen Betrieb des Status-quo zu niedrigeren Kosten. Viele Unternehmen wünschen sich aber eine proaktive Suche nach Optimierungspotenzialen und das Anstoßen von Innovationen: Dienstleister mit einem modernen Managed-Services-Ansatz bearbeiten nicht nur Incidents, Service Requests und Changes, sondern sie werden zu einem strategischen Partner.

Weitere Informationen zum Thema SAP Application Management Services haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

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