Praxiswissen SAP Fiori: Apps übersetzen mit dem SAP Translation Hub

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Ausgangslage

Für eine gute User-Experience müssen Apps in der Sprache der Anwender zur Verfügung stehen. In der Web-App-Entwicklung (oder auch anderen nicht ABAP-Applikationen) hat sich das Konzept der i18n-Dateien eingebürgert. Der Entwickler legt dazu im Projekt eine i18n-Property-Datei im folgenden Format an:

bpSearchHelp=Business-Partner Suche

Bei Übersetzungen wird pro Sprache und Gebiets-Schema eine eigene Datei angelegt, beispielsweise i18n_de_ch.properties für Deutsch im Gebiet Schweiz. Findet der Browser beim Laden der App die passende Sprach-Datei nicht, so wird die nächst Beste genommen.

Um Übersetzungen qualitativ zu verbessern, gibt der Entwickler der Fiori-App zusätzlich eine Semantik zum Begriff mit, z.B. für „Text für ein Button“ die Semantik #XBUT Somit weiss später das Übersetzungsteam, in welchem Context der Begriff steht. In der WebIDE kann mit der rechten Maustaste bequem solch eine Bezeichnung angelegt werden:

 

Daraus wird dann in der i18n-Datei folgender Eintrag erzeugt:
#XBCB: Ein Kommentar
btnTest=Drücke mich

Diese Informationen können dann bei der Übersetzung sehr hilfreich sein.

 

Übersetzung starten mit dem Translation-Hub

Für die maschinelle Übersetzung bietet SAP den Translation-Hub an , ein SAP Cloud Platform Service.

Im UI des Translation-Hubs kann nun ein Projekt angelegt werden:

Wirklich komfortabel daran ist, dass direkt aus dem Git (Versionierungsdienst), wo sich bereits die SAPUI5-App befindet übersetzt werden kann. Dies muss nicht der Entwickler machen, denn die Versionskontrolle lässt paralleles Arbeiten der Teammitglieder zu. Alternativ sind auch Dateien oder ABAP-Systeme wie z.B. XLIFF-Dateien möglich.
Ist ein Projekt angelegt, kann die Übersetzung beginnen:

Indikatoren zeigen an, wie gut bzw. zutreffend die Übersetzung ist. Im Übersetzungs-Projekt wird zudem eine Domäne angegeben, z.B. Verkauf. Sie dient der besseren Übersetzung und ist somit ratsam. Nun kann diese beliebig angepasst werden. Alle Übersetzungen sollten ausserdem gespeichert werden, so dass Nachbearbeitungen effizienter ausfallen. Eigene branchenspezifischen Sprachdaten lassen sich in die Übersetzung einfliessen. Ist die Übersetzung angepasst, können die Dateien heruntergeladen oder in das Git überführt werden. Selbstverständlich sind auch eigene Übersetzungsdaten einspielbar (XLIFF-Dateien). Video-Tutorial befinden sich dazu in der Dokumentation .

Der Translation-Hub bietet auch ein REST-API für die Anbindung in die eigene Applikation an. Ganz in OpenAPI-Manier kann der Service ausprobiert werden:

 

 

Schlussendlich kann dann der Code für UI5, ABAP, etc. generiert werden:

 

 

Dank dem Translation Hub könne Anwendungen einfacher übersetzen werden. Das API lässt spannende neue Prozesse innerhalb der SAP-Welt zu.

Sollten Sie noch Fragen dazu haben, sprechen Sie mich gerne an: philipp.friberg@itelligence.ch

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