Robotic Process Automation: Ein neuer Trend im Prozessmanagement

Hinter dem Ausdruck Robotic Process Automation (RPA) verbirgt sich die vollautomatisierte Bearbeitung von strukturierten Geschäftsprozessen mit Hilfe von Software – den digitalen Robotern (Bots). Der fertiggestellte Bot arbeitet nahezu wie ein Mitarbeiter. Demensprechend wird RPA auch als Schaffung virtueller Mitarbeiter verstanden. Hierzu greift der Bot auf die Benutzeroberfläche einer bestehenden Applikation zu. Mithilfe von Kontrollinstrumenten für Maus und Tastatur führt der Roboter strukturierte Prozesse automatisch und anwendungsübergreifend aus. Die Technologie bedient sich der Fähigkeit von Softwarerobotern und der künstlichen Intelligenz. Der Zugriff über Schnittstellen wird weitestgehend vermieden.

Wieso ist Robotic Process Automation ein aufkommender Trend?

60 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region werden bis 2020 mindestens zehn RPA-Prozesse aufgesetzt haben. Nur noch sechs Prozent werden bis 2020 weiterhin keine eigene RPA-Lösung haben. Das untermauern diverse veröffentlichte Studien.

Die Kosten- und Zeitreduktion beim Einsatz von Robotic Process Automation zählen insbesondere als Vorteil. Weitere Vorzüge sind beispielsweise die Qualitätssteigerung durch Vermeidung menschlicher Fehler und die verkürzte Reaktionszeit auf Kundenanforderungen. So können sich die Mitarbeiter dank der Roboter auf komplexere Tätigkeiten und auf innovative Themen konzentrieren, die zum kreativen Ausbau des Geschäfts dienen.

Grafik Wiederholungshäufigkeit Robotic Process Automation

Der einzelne Mitarbeiter kann sich auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren, während der Roboter regelbasierte, sich wiederholende Aufgaben übernimmt.

Warum verwenden erst wenige Unternehmen Robotic Process Automation?

Nicht für jeden Prozess ist RPA gleichermaßen anwendbar. Itelligence hat einen Kriterienkatalog aufgebaut, der dabei unterstützt die richtige technische Lösung aus dem breiten BPM-Portfolio auszuwählen um die relevanten Geschäftsprozesse zu automatisieren.

RPA automatisierte Prozesse sollten unter anderem: 

  • regelbasiert sein
  • kein menschliches Ermessen erfordern
  • einen digitalen Auslöser haben
  • durch digitale Daten unterstützt sein
  • einen hohen Standardisierungsgrad aufweisen und
  • durch einen geringen Anpassungsbedarf ausgezeichnet sein.

Ob ein Prozess über eine RPA Lösung umgesetzt werden sollte hängt somit stark von dem jeweiligen Prozess ab. Oftmals ist eine Kombination diverser BPM-Technologien der richtige Lösungsansatz.

Auch wenn RPA bereits sehr vielversprechend anmutet, gibt es noch ungeklärte Fragen, mit denen sich zahlreiche Mitarbeiter beschäftigen:

  1. Wer pflegt alle Bots und übernimmt die Wartung, die Upgrades und die Security?
  2. Wie verfahren Unternehmen mit den häufig wechselnden Plattformen, auf denen die Bots interagieren? Wer garantiert die erforderliche Flexibilität, die sich nicht immer konfigurieren lässt?
  3. Wie wird RPA trotz der Sensibilität und der Schnelllebigkeit des Techniksektors zuverlässig? Wie lassen sich Rückschläge durch geänderte Regularien vermeiden?
  4. Wie wird den Mitarbeitern die Sorge genommen, an der Konfiguration von Kollege Roboter zu arbeiten, der sie letztendlich ersetzen soll?

Was die letzte Frage anbelangt, so kann den Mitarbeitern die Sorge genommen werden. Wegen des Fachkräftemangels in Deutschland ist es selten der Fall, dass Unternehmen Mitarbeiter aufgrund der Automatisierung ihres Arbeitsplatzes entlassen, vielmehr schafft die Automatisierung Freiräume für kreativere Aufgaben.

Weshalb ist Robotic Process Automation für Unternehmen vielversprechend?

Trotz einiger Bedenken wird RPA von Experten als vielversprechend angesehen. Die Möglichkeiten der Automatisierung sind zahlreich. Sie reichen von:

  • einfachen nachahmenden Robotern über
  • kognitive Roboter mit natürlicher Kommunikation und AI (Artificial Intelligence) bis hin zu
  • intelligenten, selbstständigen und lernfähigen Robotern.

Je komplexer und unstrukturierter ein Prozess ist, desto mehr Intelligenz muss die RPA-Software aufweisen. Außerdem ist die Entwicklung der Roboter noch lange nicht abgeschlossen, da sie noch einen aussichtsreichen Weg vor sich haben. Für Unternehmen stellt Robotic Process Automation eine kostengünstige Alternative für die Automatisierung bestehender Anwendungen dar.

Unter welchen Voraussetzungen kann auch Ihr Unternehmen von RPA profitieren?

Sie sehen auch in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit, einzelne Prozesse mithilfe von Bots zu automatisieren? Dabei möchten Sie nicht viel Zeit investieren und schnelle Resultate sehen? Unser Proof of Concept ist ein klar definierter Prozess in 5 Schritten und führt Sie in nur 5 Wochen zum erwünschten Ergebnis.

Robotic Process Automation - Proof of Concept Grafik

 

 

– von Friederike Bonertz, Architectures & Processes, itelligence AG und Torsten Kerwien, Senior Manager – Architecture & Processes –
E-Mail: friederike.bonertz@itelligence.de, E-Mail: torsten.kerwien@itelligence.de

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