SAP S/4HANA Public Cloud als Innovationsbeschleuniger – Bericht aus der Praxis: Teil 2

Im ersten Artikel meiner Blogreihe ging es ganz allgemein um die agile SAP Activate Methode und die verschiedenen Phasen zur Implementierung der SAP S/4HANA Public Cloud. In diesem Beitrag möchte ich mich auf das „Herzstück“ bei der Einführung der neuen Software im Unternehmen fokussieren: die sogenannten Fit-to-Standard-Workshops während der Explore-Phase. Dank dieser Workshops können Cloud-Lösungen so im Vergleich zu herkömmlichen On-Premise-Systemen in kurzer Zeit kostensparend im Unternehmen implementiert werden.

Effiziente Implementierung durch vorkonfigurierte SAP-Standardprozesse

Wie bereits beschrieben ist es einer der Vorteile der S/4HANA Public Cloud, dass sie sich unter Anwendung der SAP Activate Methode schnell implementieren lässt. Zeiträume von vier bis fünf Monaten vom Kick-off bis zum Go-Live sind keine Seltenheit. Die Geschwindigkeit hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Geschäftsprozesse des Kunden mit den mitgelieferten, vorkonfigurierten Best-Practice-Prozessen der SAP übereinstimmen. Um letztes zu überprüfen können Kunden beispielsweise über den SAP Best Practice Explorer Testskripte, Tool-Listen oder andere Hilfsmittel abrufen und so vom Wissen der SAP über Standardabläufe profitieren.

 

Ziel und Ablauf klassischer Fit-to-Standard-Workshops

Doch nun zu den Fit-to-Standard-Workshops: Deren Ziel ist es, die Funktionalität von Standard-Prozessen zur Implementierung im eigenen Unternehmen zu analysieren. Und dabei natürlich auch vorhandene Lücken zu identifizieren und diese in Backlog-Listen zu dokumentieren. Ist das Thema einfach, kann der Workshop manchmal schon nach einer Viertelstunde beendet sein. Bei komplexen Fragestellungen kommt es nicht selten vor, dass wir einen ganzen Tag mit den Kunden zusammensitzen. Pro Workshop wird ein vorher definiertes Scope-Item von Key-Usern des relevanten Geschäftsbereichs des Unternehmens in Zusammenarbeit mit itelligence diskutiert und abgearbeitet. Dabei gleichen wir nach und nach die vorkonfigurierten Standardprozesse mit den Anforderungen der unterschiedlichen Fachbereiche ab: Vom Controlling über Professional Services bis zum Verkauf oder Vertrieb. Decken die Standardprozesse die Anforderungen im eigenen Unternehmen ohne zusätzliche Anpassungen ab, wird das Scope-Item auf der To-Do-Liste abgehakt.

 

Backlog-Liste als Ergebnis der Fit-to-Standard Workshops

Müssen doch noch Änderungen vorgenommen werden oder decken die Standardprozesse nicht alle für den Kunden relevanten Bereiche ab, setzen wir das Thema zur erneuten Bearbeitung auf die Backlog-Liste. Je näher die Unternehmensprozesse des Kunden an SAP Standards orientiert sind, desto kürzer fällt die Backlog-Liste aus. Alle Einträge der Liste werden im Rahmen einer weiteren Analyse durch das Projektteam überprüft, um zu verstehen, wie die Lücke bestmöglich geschlossen werden kann.

 

Aus der Praxis: Die Fit-to-Standard-Workshops bei Ceyoniq

Vor kurzem konnten wir die „Explore“-Phase beispielsweise bei dem Bielefelder ECM-Hersteller Ceyoniq Technology GmbH, einem Tochterunternehmen der KYOCERA Document Solutions Inc., abschließen. Durch die Durchführung der Fit-to-Standard-Workshops wurde uns bestätigt, dass die Geschäftsprozesse von Ceyoniq bereits sehr nah am Standard sind. Insgesamt standen nach den Workshops nur vier Items auf der Backlog-Liste. Die SAP Activate Methode hat sich in diesem Fall als schnelle und effiziente Implementierungsmethode wieder voll bewährt.

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