Verlängerung der SAP Wartungszyklen – Warten oder Startschuss?

Am 4. Februar 2020 kündigte SAP eine Wartungsverpflichtung für SAP S/4HANA bis Ende 2040 an. Gleichzeitig wird SAP bis Ende 2027 die Mainstream-Wartung für die Kernanwendungen der SAP Business Suite 7 übernehmen. Auf diese Off-Boarding-Phase wird eine optionale, verlängerte Wartung bis Ende 2030 folgen.

Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Kernanwendungen der SAP Business Suite 7, die auch Kernanwendungen von SAP Business All-in-One sind, enthalten:

  • SAP ERP 6.0,
  • SAP Customer Relationship Management 7.0,
  • SAP Supply Chain Management 7.0,
  • SAP Supplier Relationship Management 7.0 Anwendungen,
  • SAP Business Suite auf Basis von SAP HANA.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Was die Wartungsverlängerung bedeutet

Für unsere Kunden ist dies vor allem deshalb eine gute Nachricht, weil sie dadurch mehr Klarheit und Sicherheit über die langfristige Zukunft von S/4HANA erhalten und eine bessere Möglichkeit haben, ihre Migration zu S/4HANA zu planen, vorzubereiten und durchzuführen.

Es gibt jedoch Aspekte, die sich dadurch nicht geändert haben:

  • Alle neuen Entwicklungen und Investitionen werden in S/4HANA und nicht in SAP ERP 6.0 getätigt.
  • Wenn Sie neue Funktionen implementieren oder Änderungen in Ihrem ERP-System vornehmen, müssen Sie darauf achten, dass Sie diese unter voller Berücksichtigung von S/4HANA durchführen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie Nacharbeiten und vergeudete Investitionen riskieren.

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg

Unser Mantra Nummer eins aus unseren „10 Mantras für einen erfolgreichen Übergang zu S/4HANA“ lautet: Vorgewarnt und gewappnet sein. Der erste Schritt auf Ihrem Weg sollte daher das Verständnis Ihrer aktuellen Umgebung und der Möglichkeiten von SAP S/4HANA für Ihr Unternehmen sein.

“Wie genau passt SAP S/4HANA zu meiner Geschäftsstrategie? Welche seiner Funktionen werde ich benötigen? Lernen Sie die Lösung kennen und analysieren Sie, was Ihr Unternehmen von der Lösung zu erwarten hat. Ausserdem klären Sie grundsätzliche Systemanforderungen, die für eine Conversion notwendig sind und machen Sie sich grundlegende Gedanken über Ihr heutiges und zukünftiges Geschäftsmodell.

Auch wenn Sie nicht vorhaben, bald auf SAP S/4HANA umzusteigen, ist es sinnvoll, sich mit dem neuen System zu beschäftigen und eine Integritätsprüfung Ihrer aktuellen Geschäftsprozesse durchzuführen, um nach Möglichkeiten zur Optimierung und Steigerung der Effizienz zu suchen.

  • Was ändert sich mit S/4HANA (Datenmodell, Programmlogik, Benutzeroberfläche)?
  • Sind Ihre aktuellen Geschäftsprozesse vollständig dokumentiert?
  • Kennen Sie Prozesse, die zu Geschäftsstörungen führen?
  • Erfüllt Ihr System alle Voraussetzungen für eine Conversion?

Sich die Zeit zu nehmen, um Bereiche aufzudecken und zu korrigieren, in denen Geschäftsprozesse suboptimal laufen, kann helfen, Kostenüberschreitungen, Ineffizienzen und sogar Umsatzeinbussen zu vermeiden. Projektbremsen liegen erfahrungsgemäss meistens vor, wenn Unternehmen die Anforderungen vorab nicht vollständig klären oder versuchen, in S/4HANA die „alte“ Welt eins zu eins nachzubauen. Unserer Erfahrung nach haben Unternehmen, die genügend Zeit in die Vorbereitung investiert haben, immer eine problemlose überschaubare Migration durchlaufen.

Mit unserer Checkliste Step-by-Step zur erfolgreichen Migration möchten wir Ihnen einen Überblick über die ersten beiden Phasen der Vorbereitung geben. Denn auch wenn Sie sich nicht gleich mit der Umstellung auf SAP S/4HANA beschäftigen möchten oder können, macht es Sinn, schrittweise in die Planung einzusteigen. 2027 kommt schneller als Sie denken.

Wenn Sie einen der hier behandelten Bereiche besprechen möchten, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

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