Mit Industrie 4.0 und IoT: Von neuen Partnerschaften und Wettbewerbsvorteilen

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Das IoT-Zeitalter vernetzt nicht nur Dinge miteinander – sondern mehr denn je auch Unternehmen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Maschinenbauer und Instandhalter ihre IT-Systeme mit den Anlagenbetreibern vernetzen. Auch für diese entstehen so entscheidende Vorteile.

Der komplette Equipment Lifecycle wird künftig über die Cloud gesteuert. Hintergrund dafür ist, dass internetfähige Anlagen und Geräte ihre Vorteile nur dann aus spielen, wenn alle Beteiligten auf die entstehenden Daten zugreifen können. Was das genau bedeutet, zeigt folgendes Beispiel.

Geräte, IT und Partner vernetzen

Ein Maschinenbauer fertigt eine Windturbine. Sie wird in einer Windanlage verbaut, die der Kunde in einem Offshore-Park betreibt. Für die Wartung ist ein Dienstleister zuständig. Soweit ist alles noch alte Welt. In der IoT-Ära ist die Turbine nun mit Sensoren ausgestattet, die permanent Zustandsdaten erzeugen – und dem Betreiber bereitstellen. Hier hält sich der Mehrwert allerdings noch in Grenzen. Spannend wird es, wenn die Daten auf einer zentralen Plattform gespeichert werden, auf die auch Hersteller und Dienstleister zugreifen können. Und das nicht nur auf die Daten dieser einen Turbine, sondern von allen Turbinen im Windpark, genauso wie auf die aller anderen Bauteile – den Rotorblättern beispielsweise.

Das Szenario: Die erfassten Rotationsdaten, Umfeld-, Situations- und Revisionsinformationen kann nicht nur der Betreiber selbst nutzen, um seine Anlagen zu optimieren. Er stellt sie auch dem Hersteller zur Verfügung. Der wiederum sammelt die Einsatzdaten all seiner Kunden und kann so ermitteln, wie seine Anlagen unter bestimmten Umständen reagieren. Diese Erkenntnisse teilt er wiederum mit den Betreibern. Ebenso lassen sich die Service-Dienstleister integrieren, um beispielsweise Predictive-Maintenance-Szenarien umzusetzen. Es geht also um eine völlig neue Art der Zusammenarbeit der Marktteilnehmer, von der alle Seiten profitieren.

Wie funktionieren intelligente Netzwerke im Internet of Things? Wir geben Antworten!

Wie sieht Industrie 4.0 konkret aus? Unser Industrie 4.0 Demo-Szenario zeigt, wie intelligente Netzwerke im Internet of Things arbeiten.

 

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Eindeutige Standards sind entscheidend

Die Hürde: Viele Maschinenbauer haben die Zeichen der Zeit grundsätzlich erkannt und entwickeln derzeit eigene IT-Plattformen, um sich mit Geschäftspartnern zu vernetzen. Doch damit entstehen letztlich nur fragmentierte, proprietäre Landschaften. Redundanzen und unzählige Schnittstellen sind die Folge – genau das Gegenteil, was IoT braucht. Benötigt wird vielmehr eine neutrale Lösung für alle Player der Fertigungsindustrie. Bei Bedarf muss diese lediglich Daten aus externen Clouds integrieren können.

Das SAP Asset Intelligence Network ist eine solche Lösung. Zwar stammt die Lösung aus dem Hause SAP, aber Nutzer müssen nicht selbst über SAP-Systeme verfügen, um Daten über die Plattform austauschen zu können. Die Architektur ist offen konzipiert, betrieben wird sie vom Softwareanbieter selbst. Sie ist auch nicht beschränkt auf Anlagenfertiger, -nutzer und -instandhalter. Je nach Einsatzzweck lassen sich beliebige Marktteilnehmer anbinden: vom Importeur über den Distributor bis hin zum Endanwender. Besonders für fertigende Unternehmen ist eine solche Plattform notwendig, um im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Gemeinsame Mehrwerte identifizieren

Ein übereiltes Vorgehen ist allerdings nicht ratsam, vielmehr sollte mit Bedacht vorgegangen werden. Denn IoT funktioniert nur, wenn die beteiligten Unternehmen einen gemeinsamen Mehrwert finden. Welche Daten sollen geteilt werden – und welchen Vorteil eröffnet das? Welche Prozesse sind überhaupt wirtschaftlich? Welche Geschäftsmodelle werden damit möglich? Solche Fragen müssen für alle Beteiligten klar beantwortet sein.

Pauschale Antworten gibt es jedoch nicht. Sehr gut geeignet ist z.B. unser IoT Roundtable. Hier erzählen Ihnen unsere Experten wissenswertes zum Thema Internet of Things.

 

-von Wolfgang Möller, Global Director Discrete Industries, itelligence AG –

 

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