Produktkomplexität in den Griff bekommen

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Herausforderungen der modernen Produktentwicklung

Erhöhte Produktkomplexität, verkürzte Produktlebenszyklen und steigende Kundenanforderungen stellen Industrieunternehmen heute vor neue Herausforderungen. Mechatronische Komponenten (Mechanik, Elektronik, Pneumatik, Hydraulik, Software) müssen integriert werden und Produktentwicklungsprozesse zur Optimierung der Time-to-Market zeitgleich starten. Auch die steigende Variantenvielfalt im Maschinen- und Anlagenbau, die den Kundenanforderungen mit einer wachsenden Anzahl differenzierter Produkte gerecht wird, erhöht die Produktkomplexität zunehmend. Entscheidend ist hierbei eine Steigerung der Prozesssicherheit in der Auftragserfüllung: Industrieunternehmen streben an, sich von der unkontrollierten Wiederverwendung veralteter, ähnlicher Arbeitsunterlagen abzuwenden und zu Komponentenwiederverwendung und Vorlage-Mastern überzugehen. Das SAP Produktstrukturmanagement (PSM) bietet eine Plattform zur Verwaltung dieser mechatronischen, variantenreichen Produktstrukturen.

SAP Produktstrukturmanagement (SAP PSM)

Seit 2010 ist das SAP Produktstrukturmanagement als Komponente von PLM7 verfügbar. Es baut auf den bereits länger vorhandenen iPPE Funktionsbereich auf. Im SAP PSM können Produktstrukturen beliebig hierarchisch strukturiert werden. Materialnummern können zwar, müssen aber nicht, mit der jeweiligen Komponente referenziert werden, weshalb es sich insbesondere für frühe Entwicklungsphasen eignet. Jede Position der Produktstruktur kann mit Dokumenten verknüpft und über das SAP Klassensystem klassifiziert werden. So lassen sich die einzelnen Komponenten hinsichtlich der verschiedenen Engineering-Disziplinen beschreiben. Varianten werden in der Produktstruktur als eigene Komponenten dargestellt. Die Produktstruktur stellt somit eine Maximal- oder 200%-Darstellung der kompletten Baureihe dar. Zu einem späteren Zeitpunkt wird diese über eine Konfiguration als 100%-Struktur abgeleitet.

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Um aus der Maximalstruktur ein konfiguriertes Produkt ableiten zu können, wird eine Produktbeschreibung in Form einer Klasse mit Produkteigenschaften erstellt. In Abhängigkeit der jeweiligen Produkteigenschaft werden bestimmte Komponenten aus der Struktur gewählt. Diese Abhängigkeiten (Beziehungswissen) können komfortabel über eine tabellarische Liste gepflegt werden.

Das SAP PSM umfasst weitere Kernfunktionen, die hier jedoch nur kurz genannt werden sollen:

  • Produktbaukästen zur Abbildung nicht konfigurierbarer Strukturen
  • Dynamische Baugruppen-Visualisierung (Digital Mock Up)
  • Durchgängige Integration des SAP Änderungsdienstes
  • Überführung (Synchronisierung) der Produktstruktur in eine Stücklistenstruktur

Wenn Sie weitere Informationen zum Thema wünschen, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

– von Boris Ullbrich, itelligence AG –

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