SAP HANA Einführung bei itelligence weltweit – Folge 3: WAVE 1

Suite on HANA

– von Heinz Feil, Leitung interne IT der itelligence AG –

Ich habe bereits im vorherigen Blogbeitrag erwähnt, dass dem Tausch unserer Server eine wichtige Rolle beigemessen wird. Konkret heißt das, dass wir unsere drei „alten“ SAP- Server durch „sechs“ neue Server ersetzen. Die drei zusätzlichen Server werden für die SAP HANA-DB benötigt, die jeweils auf einem eigenen Server laufen. So haben wir hinterher je einen „Applikations“-Server für das Entwicklungs-, das Test- und das Produktivsystem und korrespondierend dazu je eine SAP HANA-Appliance. Aktuell prüfen wir, ob sich das Entwicklungs- und Testsystem eine HANA-Appliance teilen können. Aus Kostengründen wäre das sehr sinnvoll, und voraussichtlich klappt das.

Knackpunkt Betriebssystem und DB-Version
Da wir noch nicht auf SAP HANA migriert haben, ging es nun erst einmal darum, drei neue Server für unsere SAP ERP-Landschaft zu installieren. Sowohl das Betriebssystem (MS Server 2003) als auch die SQL-Version (MS 2005) unserer „alten“ Server waren nicht geeignet, um auf SAP HANA bzw. vorbereitend auf EHP 6 zu wechseln. Und da auch die Serverhardware schon etwas älter ist, haben wir sie komplett getauscht. Dabei haben wir auch einen Wechsel von dedizierten zu virtuellen Servern vollzogen.  Wenn man bereits aktuelle Hardware mit modernem Betriebssystem und ebenso moderner DB verwendet, ist dieser Schritt bei einer HANA-Migration nicht zwingend notwendig.

Wie immer – Schnittstellen  verlangen besondere Aufmerksamkeit
Wir haben den Hardwarewechsel so organisiert, dass wir die IP-Adressen beibehalten und nur die Hostnamen geändert haben. Dadurch bleibt in der Regel der Anpassungsbedarf im Bereich der Schnittstellen gering.

Trotzdem nahm die Reaktivierung unserer Schnittstellen dann doch einige Tage in Anspruch. Besonders dankbar waren wir für die Tatsache, dass unsere Liste der Schnittstellen erst kürzlich auf den neuesten Stand gebracht wurde. So hatten wir die nötige Transparenz und wussten direkt, wo wir Hand anlegen mussten – nämlich an ca. 40 internen und externen Schnittstellen. Nach der Reaktivierung folgte das Testing. Hier haben wir beispielsweise darüber gestaunt, dass das Finanzamt, an welches wir monatlich unter anderem die Gehälter unserer Kollegen übermitteln müssen, keinen Test vorgesehen hat. Einmal kurz geschluckt und weiter – so wurde die nächste reale Übertragung zum Test – und es hat alles geklappt.  Im Nachhinein können wir sagen, dass alle Schnittstellen den Test bestanden haben.

Frage: Testet man mit Key-Usern oder testet die IT?
Diese Frage haben wir uns auch ganz eindringlich gestellt. Für das Testing mit Key-Usern spricht natürlich auf der einen Seite deren Erfahrung und Wissen in ihren eigenen Geschäftsbereichen. Auf der anderen Seite wird so eine Testphase auch deutlich aufwendiger – denn schließlich müssen ein Vielfaches von Kollegen eingebunden und koordiniert werden. Wir haben uns letztlich für das Testing durch die IT entschieden, da wir innerhalb des IT SAP-Teams über einen großen Erfahrungsschatz unsere Business-Prozesse betreffend  verfügen. Außerdem hätten wir im Fall eines Testings mit Key-Usern nahezu alle 18 Länder einbinden müssen. Diesen Aufwand wollten wir nicht betrieben. Letztendlich sind wir mit unserer Entscheidung sehr gut gefahren. Es ist aber von Fall zu Fall sorgfältig abzuwägen, was mit der eigenen Mannschaft möglich ist.

Insgesamt haben wir für diese Phase ca. 4 Wochen benötigt, und ich kann feststellen, dass uns keine größeren Herausforderungen begegnet sind. Unsere ERP-Umgebung, bestehend aus Entwicklungs- Test – und Produktivsystem laufen auf den neuen Servern. Momentan befinden wir uns bereits in der WAVE 2. Davon berichte ich dann nächste Woche.

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2 Gedanken zu “SAP HANA Einführung bei itelligence weltweit – Folge 3: WAVE 1”

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