SAPPHIRE NOW – Überlebenstraining mit SAP: Wenn HANA ein Mensch wäre…

– von Uwe Bohnhorst, Chief Operating Officer, itelligence AG –

Am zweiten Tag der SAPPHIRE NOW hatte Jim Hagemann Snabe das Wort. In seiner Keynote zog der Co-CEO Parallelen zwischen der Natur und modernem Business. Für beide gelte der Grundpfeiler der Darwin’schen Evolutionstheorie – die natürliche Selektion. SAP-Software, speziell SAP HANA, biete Überlebenshilfe in umkämpften Märkten, in denen nur die Starken überleben. Boliden von McLaren zum Beispiel…

Die neue HANA-Strategie der SAP umfasst laut Jim Hagemann Snabe drei Bereiche – sie heißen run, optimize und innovate. Beim Thema „run“ geht es um die Unterstützung moderner Prozesse. Offiziell angekündigt wurde die volle Verfügbarkeit der SAP Business Suite on HANA – inklusive aller Industrielösungen und sämtlicher Branchenfunktionalitäten (ausgenommen sind zurzeit noch die Branchen Utilities, Telco und Media). 100 Kunden sind bereits mit der Suite on HANA (SoH) im Ramp-up, damit hat SAP insgesamt bereits ca. 1.500 HANA Kunden, von denen bereits 250 live sind.

Kunden finden die Suite on HANA ab sofort als ganz offizielles Produkt auf der Preisliste der SAP und können sich mit ihr vom Wettbewerb abheben: Weil sie eine In-Memory-Datenbank haben, mit der viele Prozesse deutlich zu beschleunigen sind und z.B. Predictive Analytics ermöglicht – also Analysen, die OLAP- und OLTP-Daten in einem System kombinieren und in Echtzeit ermöglichen.

Unter dem Oberbegriff „optimize“ wird SAP in Kürze eine ganze Reihe generischer HANA-Apps auf den Markt bringen, die auf der In-Memory-Datenbank aufsetzen. Zu den in Aussicht gestellten Funktionalitäten gehören zum Beispiel ein optimierter Monatsabschluss oder Simulationsmöglichkeiten, die bisher aufgrund technischer Beschränkungen im Hinblick auf Performance unmöglich schienen.

Unter „innovate“ – der dritten Säule – versteht SAP kunden- oder partnerspezifische Erweiterungen, die auf Basis von HANA entwickelt werden. Kunden können ihr jeweiliges System also nach eigenem Gusto weiterentwickeln (lassen) und sich damit Differenzierungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb schaffen. Innovative oder auch gänzlich neue Businessmodelle werden so via In-Memory-Technologie unterstützt. Hier sind Partner wie itelligence gefragt: Wir verfügen über tiefes Branchen-Know-how, viele innovative Bestandskunden und können somit unsere Expertise in spezifische Lösungen für den jeweiligen Kunden einbringen. SAP stellt also die Plattform zur Verfügung, für Innovation – sprich Individualisierung – sorgt dann der Business-Partner bei und mit seinem Kunden. Erste Ideen und Anfragen dafür liegen uns bereits vor.

Mit der SAP HANA Enterprise Cloud lässt SAP dem Kunden künftig freie Wahl: Er kann seine Business Suite selbst betreiben oder von SAP via Wolke hosten lassen. Letzteres verspreche eine deutlich schnellere Wertschöpfung bei geringeren Gesamtkosten. Die neue Managed Cloud wurde vor knapp einer Woche angekündigt, auf der SAPPHIRE NOW liegen SAP bereits 60 Anfragen vor. Analysten gehen davon aus, dass in wenigen Jahren mehr Business-Applikationen in der Cloud laufen als On-Premise. In diesem Jahr will SAP ihre Cloud-Umsätze auf rund eine Milliarde Euro verdoppeln, aktuell profitieren knapp 29 Millionen User von SAP Software aus der Wolke. Hier handelt es sich aber im Wesentlichen um User von Jam, SAP’s Social Media Software, die nun mit jedem Produkt automatisch ausgeliefert wird.

Mit markigen Show-Cases verdeutlichte SAP heute das Optimierungspotenzial, bei PepsiCo zum Beispiel erhalten rund 60.000 der insgesamt 260.000 Mitarbeiter Lohn und Gehalt via Cloud. Nespresso hat im Geschäftsbereich B2B innerhalb von sechs Wochen CRM onDemand eingeführt und damit auch intern den Beweis angetreten, dass SAP nicht nur auf Strategiepapieren für Geschwindigkeit und schnellen Mehrwert steht.

„Empower People“ lautet die dritte strategische News des Tages. SAP will sich in Sachen Benutzerfreundlichkeit künftig mit Consumer-Software à la Google, Facebook oder Apple-Apps benchmarken. In diesem Zusammenhang wurde SAP Fiori (Link englisch) angekündigt – eine Sammlung von aktuell 25 verschiedenen Apps, die eine intuitive Anwendererfahrung für häufig genutzte Softwarefunktionen bieten. Die Anwendungen können mit HTML5-unterstützenden Browsern sowohl vom Desktop als auch per Mobilgerät genutzt werden, Fiori nutzt dafür den Ansatz des Responsive Designs: Eine Website oder Applikation wird so aufbereitet, dass sie sich automatisch der Oberfläche des Endgerätes anpasst.

Apropos Mobilgerät: Mein Handy mahnt zum Aufbruch, das nächste Meeting beginnt. Später geht es bei frühlingshaften Temperaturen via Shuttlebus zurück ins Hotel, 31 an der Zahl sind mit SAPPHIRE NOW-Gästen ausgebucht. Morgen gibt es wieder News von der SAPPHIRE NOW.

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