Smart Business mit SAP Analytics 2016

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Überblick über BI Strategien, KPIs, SAP Werkzeuge und Architekturen

Im vergangenen Jahr haben sich viele unserer Kunden mit dem Thema Unternehmenssteuerung viel intensiver beschäftigt, als in den Jahren zuvor.

Die Gründe dafür sind klar: zunehmender Wettbewerbsdruck von außen und eine ansteigende Komplexität und Arbeitslast im Bereich Controlling und für das Reporting in den Fachbereichen. Dabei sind die individuellen Herausforderungen in jedem Unternehmen anders, oftmals sogar einzigartig. Dies erfordert von itelligence und seinen BI-Beratern eine sehr differenzierte Herangehensweise, mit dem Ziel, übergreifende Business- und IT-gerechte Lösungen zu entwickeln. Hierfür hat sich unsere BI.Roadmap Methodik hervorragend bewährt, die stets bei den Anforderungen der Fachbereiche beginnt.

Die Entwicklung einer Roadmap ist auch dringend erforderlich, da die SAP 2015 viele neue Lösungen freigegeben oder angekündigt hat: SAP BusinessObjects 4.2, SAP BW 7.5, S/4 HANA, SAP Vora, Cloud for Analytics (C4A), Digital Boardroom und SAP IT Operations Analytics.

Analytics ist nun vollständig in die Business Suite powered by SAP HANA integriert, in SAP HANA Live, in Smart Business, die Smart Business Executive Version sowie SAP S/4HANA. Dies hat weitreichende Folgen für die BI-Strategie vieler Unternehmen. Das erweiterte Angebot der SAP eröffnet Fachanwendern und Management vollkommen neue Steuerungs- und Analyse-Möglichkeiten, die es in 2016 neu zu bewerten und in die IT- und BI-Strategie zu integrieren gilt. Was sollten Sie dabei berücksichtigen?

KPIs statt sinnloser Kennzahlen

In den meisten Unternehmen gibt es zu viele Kennzahlen und Berichte. Diese werden mit viel Aufwand erstellt, sind aber nicht Teil eines strategischen Steuerungskonzeptes, und somit oft wirkungslos. Im besten Fall unterstützen sie das tägliche operative Geschäft.
Im Gegensatz dazu sind KPIs (Key Performance Indicators) für die strategische und operative Leistung des Unternehmens kritische Schlüsselgrößen und erfordern Ziel- und Planwerte. Sie sollten in keinem Unternehmen fehlen und Teil des Incentivierungssystems sein. Je höher der analytische Reifegrad eines Unternehmens ist, umso geringer ist in der Regel die Anzahl der KPIs, die dann aber hohe Aussagekraft haben. Aus den KPIs leiten sich alle weiteren BI- und Analytics-Aktivitäten ab. Die Basis bilden dabei oft maximal granulare Rohdaten, die bis zum Zeitpunkt des Informationsbedarfs bis zur Spitzenkennzahl verdichtet werden können. Aufwendige Aggregations- und Transformationsaufgaben sind nicht mehr im bisherigen Maße erforderlich. Somit bleibt der Informationsgehalt für eine Analyse vollständig erhalten und eine Nachvollziehbarkeit der Daten (sowohl interne/externe und strukturierte/unstrukturierte) ist uneingeschränkt möglich.

Digitalisierung und Integration neuer Datenquellen

Durch die Digitalisierung erfolgt eine noch intensivere unternehmensübergreifende Vernetzung im Zuge derer Informationen über Unternehmensgrenzen hinweg geteilt werden. Die Unternehmenssteuerung muss zunehmend diesen unternehmensinternen und –externen Prozess abdecken und methodisch und technisch die neuen Daten in die internen Prozesse integrieren. Damit erschließen sich schnell neue, bisher nicht zugängliche Daten und Informationen, die neue Geschäftsmodelle und Services erlauben. Aufgrund der Internetfähigkeit und Vernetzung der Geräte wird sich dieser Trend rapide verstärken. Dies verändert viele Prozesse und erfordert andere Werkzeuge und Methoden, als sie bisher in den Fachbereichen und der IT des Mittelstands zum Einsatz kamen. Hinzu kommt die ständige Zunahme der Datenmenge an sich. Für diese Integration von Daten in die Unternehmens­steuerung bietet die SAP bekannte und vollkommen neue Produkte an: SAP Data Services und  SAP Vora. Ohne eine leistungsfähige IT-Lösung und eine tiefe Integration wird der manuelle Aufwand für die Pflege der Analytics Lösungen in der digitalen Welt zu groß.

Smart Business Analytics, SAP S/4HANA und Planung auf der HANA Plattform

Durch die In-Memory-Technologie und die damit geänderte Datenstruktur der neuen Business Suite passen die bewährten Konzepte der Vergangenheit für Business Warehouse, Planung- und Reporting auf der HANA Plattform nur noch bedingt. So enthält SAP S/4HANA ein integriertes Business Warehouse (embedded BW), womit Planungs- und Reportinganwendungen in der reinen SAP-Welt ausreichend gut abgebildet werden. Das bedeutet nicht, dass das klassische Data Warehouse (DWH) obsolet wird, denn viele SAP-Anwender haben heterogene Systemlandschaften und Daten aus non-SAP-Systemen, große Datenvolumina oder Benutzer ohne Zugriff auf das ERP, die in die Analytics Prozesse mit eingebunden werden müssen. Weitere Gründe für ein „Unternehmensgedächtnis“ auf Basis eines BWs sind Persistenz, Slowly Changing Dimensions oder die höherer Datenqualität in einem DWH. Die SAP Smart Business Methodik sollte stets auf eine gesicherte Datenbasis aufsetzen. An Aufgaben der Qualitätssicherung, Aufbereitung und Harmonisierung verschiedener Datenquellen muss darum stets im Vorfeld geachtet werden. Ist der Schritt in die SAP S/4HANA Welt erfolgt, können die Vorzüge der Smart Business Funktionen genutzt werden. Beispielsweise öffnet Smart Business eine weitere Tür zur einfacheren Bereitstellung von KPIs in Unternehmen. Durch vorkonfigurierte und ready-to-use ausgelieferte Anwendungen erhalten HANA-Nutzer einen unmittelbaren und transparenten Zugriff in Form von KPI Cockpits. Dank des KPI Modelers sind diese sehr flexibel modifizier- und erweiterbar. Technisch gesehen basiert SAP Smart Business und der KPI Modeler auf HANA Views und der ausgelieferte Content auf SAP HANA Live. Darüber hinaus stehen nun realtime Analysen und operationelles Reporting mit SAP Fiori, SAP Lumira und den SAP BusinessObjects Werkzeugen den Fachanwendern direkt zur Verfügung.

SAP HANA Platform

 

Am meisten profitieren Planungsanwendungen durch die neue Architektur und die Zusammenführung von Finanzwesen und Controlling in einem logischen Beleg. Zusammen mit dem embedded BW und dem Integrated Business Planning des SAP S/4HANA entfallen Datentransfers, da alle Planungsdaten im selben BW Cube gespeichert werden. Als FrontEnd kommt Analysis for Office (BusinessObjects) zum Einsatz. Es sind derzeit 14 Workbooks enthalten, darunter: Cost Center Planning, Internal Order Planning, Project Planning, Profit Center Planning, P&L Planning, Market Segment Planning, Balance Sheet Planning, Functional Area Planning, WIP Analysis und Work Analysis. Mit SAP BPC embedded kann darüber hinaus ein BPC Modell abgebildet und ein Business Process Flow erstellt werden. Dies hilft bei der Zuweisung der Planungsverantwortlichkeiten und der zentralen Überwachung des Planungszyklus.

SAP BusinessObjects 4.2

2016 profitieren sowohl die Fachanwender als auch die IT von den erweiterten Funktionen der neuen Version der BI-Werkzeuge der SAP. Hierzu zählen moderne Benutzeroberflächen, einfacherer Zugriff auf Datenquellen, Parallel Data Provider Refresh, Recycle Bin, vereinfachte Administration, erweiterte Visualisierungen und integrierte Prognosemöglichkeiten, GeoMaps, Collaboration und Kommentarfunktionen. Die Integration mit SAP HANA, SAP BW und externen Datenquellen ist einzigartig. Neben der SAP BusinessObjects BI Suite 4.2 hat die SAP auch SAP Lumira Version 1.29,  SAP BusinessObjects Design Studio 1.6, SAP Predictive Analytics 2.4 und den „Digital Boardroom“ auf Basis von Cloud for Analytics freigegeben. Die genannten Versionen befinden sich bereits auf dem Markt.

SAP BusinessObjects
 

– von Georg Aholt, Fachgebietsleiter, itelligence AG und Manfred Steinhart, Fokusthemenvertrieb Analytics, itelligence AG –

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