Umsatzsteuer, Zusammenfassende Meldung

– von Manfred Schäfer, itelligence Bielefeld –

Umsatzsteuervoranmeldung, Dauerfristverlängerung, Sondervorauszahlung nur noch mit elektronischem Zertifikat ab 01.01.2013

Was ist ein ELSTER-Zertifikat?

Steuerdaten sind sensible Daten. Zur Erhöhung der Verfahrenssicherheit können Steuerdaten bei der Übertragung mit ELSTER vom Absender mit einem elektronischen Zertifikat signiert werden. Die Finanzverwaltung kann damit feststellen, von wem eingehende Steuerdaten stammen.

Weshalb ein ELSTER-Zertifikat und wer benötigt es?

Gegenüber der Finanzverwaltung authentifizieren muss sich der Absender einer Datenlieferung. Also derjenige, der Daten mit ELSTER übermittelt. Das ist im Normalfall die Person bzw. das Unternehmen, das beim Senden mit dem ELSTER-Assistent als Datenlieferer angeben wird. Der Datenlieferer muss nicht identisch sein mit dem Unternehmen, für das Daten übermittelt werden. Werden mit dem Elster-Assistent mehrere Firmen behandelt, genügt ein ELSTER-Zertifikat für den Absender. Sie benötigen nicht für jede Firma ein eigenes Zertifikat. ELSTER-Zertifikate können auf eine Person oder auf ein Unternehmen ausgestellt werden. Zur Authentifizierung gegenüber der Finanzverwaltung sind beide gleichwertig. Es hängt von Ihren Gegebenheiten ab, ob als Absender eine Privatperson oder das Unternehmen auftreten soll und wem das ELSTER-Zertifikat gehören soll.

Woher bekomme ich ein ELSTER-Zertifikat?

ELSTER-Zertifikate werden von der Finanzverwaltung ausgestellt. Ein ELSTER-Zertifikat kann online über das sogenannte „ElsterOnline-Portal“ beantragt werden. Das ElsterOnline-Portal ist eine Internetseite der Finanzverwaltung. Der Aufruf erfolgt direkt im  Internet-Browser unter der Adresse https://www.elsteronline.de/eportal . Es ist kein schriftlicher Antrag notwendig.
Die Beantragung eines Zertifikats ist ausschließlich über das Internet möglich.

ZM ab 2013 nur noch mit Authentifizierung

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) weist darauf hin, dass Zusammenfassende Meldungen (ZM) ab dem 1.1.2013 zwingend mit Authentifizierung übermittelt werden müssen. Die Übermittlung über den Formularserver der Bundesfinanzverwaltung wird dann nicht mehr möglich sein.

Im Rahmen des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 (BGBl 2011 I S. 2131) wurde § 6 Abs. 1 der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung geändert. Danach müssen ab dem 1.1.2013 auch Zusammenfassende Meldungen (ZM) mit Authentifizierung übermittelt werden. Ausgenommen sind lediglich Härtefälle i.S.d. § 18a Abs. 5 UStG.

Momentan ist eine Übermittlung über den Formularserver der Bundesfinanzverwaltung, bei der keine Authentifizierung vorgesehen ist, noch möglich. Allerdings werden vom BZSt bereits jetzt keine Zugangsberechtigungen für neue Nutzer mehr erteilt. Die ZM kann alternativ über den bereits bestehenden Zugang des ElsterOnline-Portals und voraussichtlich ab Anfang 2013 auch mit kommerziellen Softwareprogrammen sowie mit ElsterFormular übermittelt werden.

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