Verbesserte Wertschöpfung von kundenindividuellen Produkten

Der Trend ist ungebrochen: Der Markt verlangt nach personalisierten oder personalisierbaren Produkten. Dabei ist die Kernfrage für produzierende Unternehmen, wie man dieser Nachfrage Rechnung tragen kann, ohne sich in einer Flut von Parallelentwicklungen und damit steigenden Kosten zu verlieren.

Um dieses komplexe Thema näher zu beleuchten und Lösungsansätze zu zeigen, fand am 18. März in Hamburg die „Fachtagung Variantenmanagement“ statt.

Fachtagung Variantenmanagement HH

Eingeleitet wurde die Tagung von Dr. Josef Wüpping, Geschäftsführer der Dr. Wüpping Consulting GmbH, der einen Ausblick über die Rolle von Variantenmanagement in modernen Unternehmen gab: Da steigende Produktkomplexität sich eindeutig zum Zukunftstrend entwickelt, steigen ebenso der Aufwand für Vertrieb und Abwicklung, es sei denn man setzt auf modulare Produktarchitekturen („Baukastensysteme“). Auf diese Weise wird die Auswahl für den Kunden erhöht, während der interne Organisations- und Kostenaufwand niedrig gehalten werden kann.

Thomas Tusch erläuterte im Anschluß, wie sich ein solches modulares System mit Hilfe der in SAP integrierten Variantenkonfiguration und hier speziell mit den im Beziehungswissen hinterlegten Regelwerken realisieren lässt. Ergänzend dazu stellte Kenan Sen die Lösung „it.cadpilot“ vor, mit der die Variantenkonfiguration um ein zusätzliches Werkzeug zur Visualisierung und interaktiven Planung erweitert werden kann.

Beziehungswissen und seine Verwaltung und Pflege stellen einen der wichtigsten Aspekte im Umgang mit der Variantenkonfiguration dar, und das Add-On „it.configure macht diese Arbeit deutlich übersichtlicher und komfortabler. Dementsprechend stieß die Präsentation dieser Lösung durch Sven Reiermanauf viel positive Resonanz.

Eine hocheffiziente Verknüpfung von Vertriebsdaten und Variantenkonfiguration wurde von Wolfgang Möller vorgestellt: Das In-Memory-System HANA, welches als extrem leistungsfähige Plattform mit vielen Programmier- und Datenbank-Werkzeugen das schnelle Analysieren großer Datenmengen ermöglicht und somit völlig neue Wege der Unternehmensplanung eröffnet.

Im Verlauf der Veranstaltung wurde schnell klar, dass Variantenmanagement, das „Beherrschen der Vielfalt“ durchaus ohne Kostenexplosion realisierbar ist, sofern man wohlüberlegt bei der Planung vorgeht.

Dies wurde als Höhepunkt und gleichzeitg Abschluß der Tagung auch durch die Erfahrungsberichte der Gastredner demonstriert: Peter Jürgens, Leitung IT / Logistik, POLIPOL Holding GmbH und Frank Stiehler, Leitung Controlling, Yados GmbH, präsentierten spannende Einblicke in den Alltag von zwei völlig unterschiedlichen Unternehmen, in denen Variantenmanagement als fester Kernbestandteil der Unternehmensstruktur gelebt wird – mit all den Vorteilen, die daraus entstehen.

Die mit über 50 Teilnehmern ausgebuchte Veranstaltung zeugte davon, wie groß das Interesse der mittelständischen Unternehmen ist, dieser Entwicklung zu begegnen.

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