Das EWM Transitlager als zentraler Baustein von Lösungen für Logistik Dienstleister

Image Lager

In unserem Blogbeitrag vom 16. August 2016 haben wir die neuen und erweiterten Funktionen der Lagerleistungsberechnung (Lagergeld) vorgestellt. Mit dieser Funktion ist es möglich, definierte Lagerleistungen mit Werten zu koppeln und diese bei Anfallen der Lagerprozesse gegen „Kunden“ oder „Dienstleister“ abzurechnen. Ein Beispiel als Messgröße ist dabei, z.B. die Anzahl bewegter HUs im Lager oder die Summe der bewegten Gewichte. In den vorangegangen Versionen des EWMs, benötigten wir alle notwendigen Informationen zu Materialien und daraus resultierend alle Informationen zu den zu bewegenden HUs. Mit dem neusten Release im EWM stellt SAP in Kombination mit dem SAP Transportmanagement (SAP TM) zusätzlich die Möglichkeit des sog. „Transitlagers“ zur Verfügung. Das besondere an der „Transitlager“ Lösung ist, dass Materialinformationen zur logistischen Abwicklung nicht mehr benötigt werden. Das bedeutet, dass die Produktstämme des zu bewegenden Materials nicht mehr aus gekoppelten ERP Systemen übertragen werden müssen. Als EWM Produktstamm werden in diesem Szenario lediglich die Packmittel im EWM angelegt. Jedoch Geschäftspartner werden, wie gewohnt, zwischen den Systemen ausgetauscht.

Das Transitlager bedient sich der Informationen, die über Frachtaufträge, bzw. Frachtbuchungen, aus dem SAP TM an das EWM übertragen wurden. Dabei verwendet das EWM, neben den Informationen aus den Belegen zu den vorhandenen HUs, mit denen die Fracht ein bzw. ausgeht, auch alle notwendigen Informationen zu den Transporteinheiten (TE), wie zum Beispiel LKWs, die den Transport durchführen. In diesem speziellen Fall sind diese HUs sogenannte Transit HUs. Mit Ankunft der TE können diese dann ins Lager verbracht und bewegt werden. Informationen, wie z.B. Gefahrgut, Informationen zur Stapelbarkeit der HUs, Zollstatus, etc. werden zur HU verwaltet und im EWM genutzt. Es gibt jedoch keine Produktinformationen zum Inhalt der HUs, und Sie können auch entsprechend nicht entpackt werden. Alle Funktionen im Lager, wie Ein-, Um-, und Auslagerungen, sind auf HU Ebene möglich und decken damit die Funktionen des „Transitlagers“ ab. Weitere Funktionen, die z.B. zur Sicherstellung der Luftsicherheit dienen, sind ab EWM 9.4 verfügbar. Das sind z.B. die Siegel Verwaltung oder die Information, ob die HU bereits kontrolliert und in einem „sicheren“ Bereich steht, bzw. noch kontrolliert werden muss. Wird im EWM die Funktion des Transitlagers mit den Funktionen der Lagerleistung und dem SAP Transportmanagement als unternehmensübergreifende Logistiklösung genutzt, rundet diese Lösungslandschaft die Bedürfnisse der Logistik vollumfänglich ab.

– von Mersun Sezer, Teamleitung Supply Chain Execution (SCE), Leitung Fachgebiet Lager- und Transportmanagement, itelligence AG –
E-Mail: mersun.sezer@itelligence.de

 


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