Digitale Transformation – Teil 3

Strategie

Digitale Transformation mit SAP S/4HANA: Drei Szenarien, die den Mehrwert von Cloud-Geschäftsnetzwerken zeigen

Die Digitalisierung der Geschäftswelt verändert grundlegend und nachhaltig die Art und Weise, wie Unternehmen Geschäfte miteinander abwickeln. Besonders spannend ist aus meiner Sicht, wie auf dieser Grundlage neue und wettbewerbsdifferenzierende Geschäftsmodelle entwickelt werden. „Will man sein Unternehmen erfolgreich für die Digitalisierung fit machen, sollte man die Geschäftsprozesse und die Art, zu arbeiten, überdenken“, heißt es in einem Beitrag auf dem SAP Community Network (SCN) zum Thema „Digital Leadership“. Das ist wichtig.

Wie Netzwerke Mehrwert schaffen

Geschäftsprozesse im B2B-Bereich, die an der Grenze des eigenen Unternehmens enden, sind heutzutage schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Online-Geschäftsnetzwerke und digitale Technologien machen es recht einfach, diese Schranken zu überwinden und Geschäftsabläufe über die eigene Firma hinaus zu erweitern. Man halte sich doch nur vor Augen, wie die sozialen Netzwerke unseren Alltag verändern. Cloud-Netzwerken vereinfachen die zunehmende Komplexität von Geschäftsprozessen. Was das konkret heißt, zeigen die folgenden drei Szenarien recht deutlich:

  1. in der Zusammenarbeit mit Lieferanten
  2. beim Geschäftsreisemanagement und bei der Reisekostenabrechnung
  3. bei der Rekrutierung befristeter Arbeitskräfte oder freier Mitarbeiter

1. Zusammenarbeit mit Lieferanten (Supplier Collaboration)

Dass sich die Zusammenarbeit mit Lieferanten (Supplier Collaboration) möglichst reibungslos gestalten sollte, ist kein wirklich neues Thema – vor allem nicht in der produzierenden Industrie. Allerdings haben sich die Erwartungen bisher in vielen Fällen darauf beschränkt, dass der Zulieferer das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitstellt. In Zukunft wird es mit einer solch engen Sichtweise auf die Beziehung zum Lieferanten nicht mehr getan sein. Der Endkunde (B2B und B2C) erwartet heute individuell gefertigte Produkte auf dem neuesten Stand der Technik und Services in höchster Qualität. Dadurch verkürzt sich für die Hersteller die Entwicklungs- und Lieferzeit für neue Produkte drastisch, zugleich steigt die Variantenvielfalt. Parallel dazu sind innovative Servicemodelle aufzubauen.

Das erfordert hohe Flexibilität und schnelles Reagieren auf die Anforderungen des Marktes. Beides lässt sich mithilfe eines Geschäftsnetzwerkes erreichen, das die Zusammenarbeit fördert und in dem Hersteller und Zulieferer jederzeit und überall in Verbindung treten und Prozesse digital verknüpfen können. Auf diese Weise kann der Hersteller nicht nur bessere Konditionen im Einkauf realisieren, sondern vor allem Synergieeffekte mit seinen Lieferanten erzielen. Zum Beispiel kann er deren Know-how zur Verbesserung der Produktqualität oder für den Zugang zu bestimmten Marktsegmenten nutzen. Im Gegenzug profitieren auch die Lieferanten: Sie können sich in einem solchem Netzwerk hervorragend präsentieren, um neue Kunden zu gewinnen und sich durch ihr Wissen als strategische Partner etablieren, und vom Markterfolg des Herstellers profitieren.

2. Reisemanagement und Reisekostenabrechnung

In puncto Reisemanagement und Reisekostenabrechnung haben Unternehmen in Deutschland Luft nach oben, wie eine aktuelle Untersuchung vom Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) belegt. 40 Prozent der Firmen erledigen diese Prozesse noch mit einer Excel-Lösung oder auf Papier, bei mehr als zwei Drittel sind außerdem bis zu zehn Prozent der Reisekostenabrechnungen falsch.

Deutlich einfacher und effizienter ist es, wenn diese Prozesse in einem Online-Geschäftsnetzwerk erledigt werden, das den direkten Zugriff auf Angebote unterschiedlicher Reisedienstleister erlaubt und bei der Buchung interne Richtlinien („keine Fünf-Sterne-Hotels“, „Bahnfahrt nur 2. Klasse“) automatisch berücksichtigt. Die Bindung an bestimmte Reiseanbieter und Geschäftsreisebüros und die damit verbundenen Buchungsgebühren als nicht unerheblicher Kostenfaktor fallen somit weg. Zugleich ist gewährleistet, dass die gebuchte Geschäftsreise im Einklang mit den Compliance-Richtlinien steht.

Über ein solches Netzwerk lassen sich dann auch alle Reisedaten via Mobilgerät komfortabel erfassen, sodass die Reisekostenabrechnung inklusive fotografierter Belege und Quittungen zügig erstellt ist und im Idealfall sämtliche Daten nahtlos und in „Echtzeit“ in die ERP- oder CRM-Back-End-Prozesse übertragen werden können. Das sorgt für einen aktuellen und transparenten Blick auf alle Buchungen und Ausgaben und bildet eine wichtige Grundlage für die Kontrolle und die Optimierung von Reiseprozessen und -kosten. Durch ein digitales und automatisiertes Reisemanagement reduziert sich auch der bürokratische Aufwand, und die Prozessabwicklung etwa bei der Reisekostenabrechnung wird spürbar beschleunigt:  Sie kann nun umgehend geprüft und zügig freigegeben werden, die Auslagen der Mitarbeiter werden zeitnah erstattet, damit steigt die Zufriedenheit.

Rekrutierung und Verwaltung befristeter Arbeitskräfte

Im Rahmen befristeter Projekte beschäftigen viele Unternehmen heutzutage auch externe Spezialisten, sie lagern Aufgaben an freie Mitarbeiter aus. Gemessen an der Zahl fest angestellter Mitarbeiter soll sich der Anteil dieser „Contingent Worker“ laut einer Studie des Beratungshauses Oxford Economics in den nächsten Jahren sogar noch erhöhen, denn viele Unternehmen versprechen sich davon mehr Flexibilität. Allerdings kommen mit dem verstärkten Einsatz externer Mitarbeiter ganz neue Anforderungen auf die Firmen zu, etwa in Bezug auf die Anwerbung, die Verwaltung, die Steuerung und die Abrechnung oder das Management unterschiedlicher Beschäftigungsformen.

Wer die externen Mitarbeiter dabei über ein internetgestütztes Cloud Vendor Management System (VMS) rekrutiert und ihre Daten nahtlos in die eigenen Personalprozesse integriert, kann Wettbewerbsvorteile erzielen. In einem zentralisierten HR-System, das nicht nur alle Vorgänge im Zusammenhang mit den fest angestellten Mitarbeitern, sondern auch rund um die externen Beschäftigten abbildet, lassen sich nämlich auch deren Talente und Fähigkeiten jederzeit einsehen, und sie können sehr gezielt eingesetzt werden.

Die Verschmelzung: Integrierte digitale Plattform schaffen

Wie die Beispiele zeigen, ist die Nutzung cloudbasierter Geschäftsnetzwerke mit zahlreichen Vorteilen verbunden. Der Schlüssel zum Aufbau neuer und innovativer Prozesse und Geschäftsmodelle liegt für mich darin, diese Netzwerke zu kombinieren und so mit den internen Kernprozessen zu verknüpfen, dass daraus eine integrierte digitale Plattform für das Lieferanten-, Reise- und Personalmanagement entsteht. SAP unterstützt die Realisierung einer Digitalstrategie mit SAP S/4HANA als digitalem Kern und dem Konzept des „Digital Business Framework“, das ich in einem vorangegangenen Blogbeitrag bereits ausführlich beschrieben habe. Damit auch mittelständische Firmen von den Möglichkeiten digitaler Prozesse im Bereich „Supplier Collaboration und Business Networks“ profitieren, haben wir von itelligence spezielle Beratungs- und Implementierungspakete geschnürt, die passgenau auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind.

– von Dr. Andreas Pauls, Geschäftsführung Deutschland, itelligence AG –

 


 

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