Digitalisierung – Teil 1: „Dort anfangen, wo es weh tut“

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Siemens tut es. John Deere tut es. Harley-Davidson tut es auch. Doch trotz zahlreicher Erfolgsbeispiele zögern viele Unternehmen noch, eine Strategie für die digitale Transformation zu entwickeln. Nachvollziehbar, denn jede Digitalstrategie ist einzigartig. Ein Patentrezept kann es nicht geben – und das verunsichert. Die erfolgreichsten Projekte haben aber auch Gemeinsamkeiten, zeigt Nils Herzberg, Experte für das Internet of Things (IoT) von SAP. Erfahren Sie mehr über das Thema Digitalisierung in unserer dreiteiligen Blogreihe.

Es ist eine außergewöhnliche Atmosphäre an diesem Nachmittag des 14. August 2016. Und das liegt nicht an der Hitze. Knapp 300 Geschäftsführer und IT-Verantwortliche aus dem Mittelstand blicken auf die Keynote-Bühne der itelligence World-Konferenz in Bielefeld. Einige der Teilnehmer schauen überrascht, andere nicken bekräftigend, manchen ist eine eigentümliche Faszination anzusehen. Denn die meisten von ihnen hören gerade erstmals, wie viele unterschiedliche digitale Geschäftsmodelle bereits existieren. Schien es doch bislang immer an genau solchen Use Cases zu mangeln.

Vortrag Nils Herzberg - itelligence World 2016

Auf der Bühne steht Nils Herzberg, Global Head of IoT Go-To-Market Strategy der SAP SE. Er erzählt, wie sich Hagleitner vom Händler von Flüssigseife und Handtuchspendern zum „Washroom-Operator“ entwickelt hat, der eine Sauberkeitsgarantie verkauft. Warum KAESER statt Kompressoren zu vertreiben heute „Druckluft as a Service“ anbietet. Wie der Hamburger Hafen das Internet der Dinge dazu nutzt, die eigene Flächennutzung zu optimieren. Oder wie Roche Diagnostics mithilfe von Datenanalysen ein erhöhtes Diabetesrisiko ohne Untersuchung erkennt – und so Menschen informieren kann, bevor die Erkrankung ausbricht.

Schnell Innovationen umsetzen

Eines macht Herzberg besonders deutlich: Jede erfolgreiche IoT-Strategie setzt einen individuellen Business Case voraus. Nur in den wenigsten Fällen gehe es darum, durch die Digitalisierung letztlich Geld zu sparen. Sondern vielmehr, durch Agilität und Innovationskraft am Markt zu bestehen. Die Herausforderung sei es nun, die operative Technologie und die neue IT-Welt zusammenzubringen. „Menschliche Datenerfassung und In-Memory-Analysen lassen sich nicht einfach kombinieren“, sagt Herzberg. „Sie würden ja auch keinen Trampelpfad mit einer Autobahn verbinden.“

Ganz gleich, wie die individuelle IoT-Strategie eines Unternehmens also auch aussehen mag: Sie muss von einer Plattform wie der SAP HANA Cloud Platform getragen werden, die in Echtzeit arbeitet und alle Anwendungen integriert. Eine Umgebung also, die jedem Backend die IoT-Daten bereitstellen kann – nicht nur einzelnen ausgewählten. Und auf der sich schnellstmöglich neue Anwendungen entwickeln lassen. „Warten Sie nicht, bis Standardanwendungen für Ihre sehr individuellen Anforderungen bereitstehen“, empfiehlt Herzberg. Im Rahmen der IoT Application Services biete SAP heute Tools an, mit denen sich Lösungen auch ohne Coding erstellen lassen.

Eine solche Lösung könnte beispielsweise dem Anlagentechniker aktuelle Sensordaten an die Hand geben, damit er bestens vorbereitet an die Maschinenwartung gehen kann und nicht erst den Fehler suchen muss. Ein einfaches Szenario, das sich mehrfach auszahlt: Die Kosten sinken, die Erstlösungsquote steigt und die Kundenzufriedenheit gleich mit.

Als sich Herzbergs Vortrag dem Ende neigt, scheint eine Frage im Raum zu schweben. Wie beginne ich mein digitales Transformationsprojekt? „Fangen Sie dort an, wo es am meisten weh tut“, nimmt der SAP-Experte die Antwort vorweg. So treibe man das Projekt selbst stark genug voran und bekomme die Unterstützung der anderen Stakeholder im Unternehmen. Denn eines solle jedem klar sein: „Die digitale Transformation ist kein Projekt, das nach drei Monaten erledigt ist.“

– von Nils Herzberg , Global Head of IoT Go-To-Market Strategy der SAP SE –


 

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