Enter the next level: Reality in Real-time Teil 3

Gear business work

– von Klaus-Christoph Mueller, Director Global Business Solutions, itelligence –

Wie lassen sich Managementaufgaben mit IT-Strukturen vereinbaren? Management besteht ja auch darin, Dinge zu strukturieren. Darum habe ich mich entschieden, dieses Thema in insgesamt drei Blogposts zu beleuchten. In Teil 1 bin ich auf die Herausforderungen eingegangen, die ein Manager (und dazu gehören nach meiner Definition in Blogpost 1 alle, die sich Gedanken über die Bearbeitung von Projekten, ob beruflich oder privat) bewältigen muss. Teil 2 meiner Blogreihe befasst sich mit der Antwort auf die Frage, warum die IT-Unterstützung bislang noch nicht vollständig überzeugen konnte und Teil 3 beschäftigt sich mit folgender Frage:

Muss das denn so bleiben?

Die beste Nachricht zuerst: Die Trennung zwischen OLTP und OLAP war eine Übergangslösung für langsame Prozessoren, die wir nicht mehr benötigen. Z.B. bietet SAP mit HANA zusammen mit Mobil- und Cloud-Lösungen die Grundlage für ein Management in Echtzeit, welches zum ersten Mal in der Geschichte der ComputerIndustrie diesen Namen auch tatsächlich verdient.

Was ist HANA? HANA war zunächst als Plattform für die Auswertung großer Datenmengen konzipiert. Diese Kombination aus Hardware und Software nutzt Arbeitsspeicher oder Festplatte des Computers, ausgelagerte Speichereinrichtungen und die Cloud und hat sich in der Zwischenzeit zu einer flexiblen Arbeitsumgebung für die Verwaltung von Online-Transaktionen, Datenauswertungen und Speicherung großer Datenmengen gewandelt. All diese Optionen sind auch nicht wie bisher getrennt erhältlich, sondern HANA unterstützt fortgeschrittene Anwendungen, die OLTP, Datenauswertungen und die Bearbeitung großer Datenmengen in Echtzeit mischen können.

Heutzutage wird buchstäblich alles aufgezeichnet und das Datenvolumen wächst extrem schnell. HANA ermöglicht eine angemessene Beschleunigung für die Verwaltung großer Datenmengen und eine schnelle Bearbeitung von Daten. Im Hinblick auf Geschwindigkeit ist die Verbesserung unglaublich. Ich habe zum Beispiel ein operatives CRM-System gesehen, das auf eine HANA-Datenbank migriert wurde und dadurch Antwortzeiten lieferte, die bis zu hundertmal schneller als vorher waren. Aber für mich ist die Geschwindigkeit gar nicht das ausschlaggebende Merkmal: Durch die neue Infrastruktur wird die Softwarearchitektur verändert und die Grenzen zwischen Systemen und transaktionalen bzw. analytischen Anwendungen verschwimmen komplett. Dadurch wird eine ganz neue Benutzererfahrung in tatsächlicher Echtzeit möglich. Und dem Bedarf der heutigen Geschäftswelt wird dadurch ebenfalls Rechnung getragen. Sie erinnern sich: Wir sind heute alle Führungskräfte!

Und wozu das alles?

Durch die Globalisierung bieten sich neue Geschäftsmöglichkeiten. Auch kleine und mittelständische Unternehmen konnten in den letzten Jahren zunehmend auf der internationalen Bühne bestehen. Aber um sich in diesem Umfeld erfolgreich behaupten zu können, muss man schnell und kostengünstig arbeiten. Man muss 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr verfügbar sein und einen sofortigen Zugriff auf Informationen haben.  Dies ist unerlässlich, z.B. um die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu fällen, um einen hervorragenden Kundendienst zu liefern oder um rechtzeitig Kostensenkungsmaßnahmen einleiten zu können.

Dabei passiert alles gleichzeitig und die IT-Systeme müssen dies  abbilden können, indem sie tatsächlich in der Lage sind, Informationen 1:1 in wirklicher Echtzeit zu bearbeiten. Zunächst müssen dazu die Grenzen zwischen den Systemen ebenso fallen wie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Anwendungen. Geschäftsprozesse und Transaktionen sollten für den Benutzer so einfach und effektiv wie möglich zugänglich gemacht werden. Wenn man schon die Grenzen in der Systemlandschaft beseitigt, dürfen die Grenzen bei den Benutzertransaktionen nicht beibehalten werden! Mittelpunkt aller Überlegungen ist der jeweiligeBenutzer. Dabei sollte einerseits so viel Flexibilität wie möglich erreicht werden und andererseits sollte man den Benutzer radikal von allem Ballast befreien, den er nicht braucht und ihn bei der Erledigung seiner betrieblichen Aufgaben nur behindert.

Es geht darum, die Komplexität zu reduzieren!

Übrigens ist genau dort wieder der Anknüpfungspunkt zur Managementtheorie, dort dient heute die Systemtheorie als Bezugsrahmen: In einer komplexen Welt geht es darum, die Dinge zu in angemessener Weise zu vereinfachen. Man muss daher die Komplexität reduzieren, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Damit ist die Reduktion der Komplexität die wichtigste Herausforderung für Führungskräfte und die Systeme sollten ihm dabei zur Seite und nicht im Wege stehen!

Zusätzliche Informationen:

  • Wenn Sie an mehr Details zum Thema Management-Theorie interessiert sind, empfehle ich Ihnen folgende Literatur: Steinmann / Schreyögg, Management – Grundlagen der Unternehmensführung, 6. Auflage, Wiesbaden 2005 – vor allem Kapitel 4
  • Außerdem finden Sie hier weitere Informationen zu den empirischen Studien von Henry Mintzberg und weitere Informationen über seine Person:
  1. http://hbr.org/product/manager-s-job-folklore-and-fact-hbr-onpoint-enhanced-edition/an/5429-PDF-ENG
  2. http://www.mintzberg.org/

Dies sind nur drei von vielen Quellen, über die Sie in die Thematik eintauchen können. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

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