Freuden und Leiden eines Auslandseinsatzes in China für itelligence

– von Doris Derendinger, SAP Professional Consultant –

Support eines Kunden an seinem Produktionsstandort in China, 3. Einsatz, November 2011

Nach einem ruhigen Flug vom Sonntag auf den Montag landen wir frühmorgens im herbstlichen Shanghai.

Gegenüber der feuchten Hitze und dem Smog vom Sommer erwartet mich ein klarer kalter Morgen, im Stau Richtung Innenstadt. Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Büro unseres Kunden entfernt. Nach dem Einchecken gönne ich mir eine kurze Dusche bevor der Einsatz beginnt.

Wir starten mit dem ersten Meeting, welches nicht vor 19 Uhr endet. Vom Jetlag geplagt bemühe ich mich, die zahlreichen und vielfältigen Fragen und Anforderungen aufzunehmen.

Eine kleine Stadt mit fünf Millionen Einwohnern

Am nächsten Tag steht die Reise zum Servicestandort in Wuxi auf dem Programm. Wuxi liegt ca. 150 km von Shanghai entfernt. Eine „unbedeutende“ Stadt mit nur 5.000.000 Einwohnern und Dauersmog. Die Taxifahrt vom Bahnhof zum Standort will nicht enden. Endlich, am Arbeitsplatz wird uns das obligatorische Willkommensgetränk, ein Glas heisses Wasser, serviert. Mary, meine Ansprechperson und Neulenkerin lädt zum Mittagessen ein und wir fahren im brandneuen Peugeot im Schritttempo zum eigentlich nahegelegenen Restaurant.  Zum ersten Mal komme ich in den Genuss, Qualle zu essen.  Am Abend brausen wir im Hochgeschwindigkeitszug mit 300km/h zurück nach Shanghai.

Am dritten Morgen werden wir schon beim Eintreten ins Büro abgefangen, denn wir werden bereits im Konferenzraum ungeduldig erwartet und sogleich mit Fragen und Problemen überhäuft. Gerne möchte ich am Mittag durcharbeiten um ein bisschen Zeit zu gewinnen vor dem Nachmittags-Meeting mit der nächsten Abteilung. Ich kann und will mich eigentlich auch nicht gegen die freundliche Einladung der Chinesen wehren und komme mit Curry im Bauch, dafür ohne eine einzige Pendenz abgearbeitet zu haben, in die nächste Sitzung.  Den Abend verbringen wir gemeinsam mit dem CEO beim Essen.

Shanghai ist rund um die Uhr geöffnet

Eine Fussmassage abends um 11? Kein Problem. Was für eine Wohltat. Doch nun gibt es keine Ausrede mehr. Zurück im Hotel wird der Laptop aufgeklappt und ich arbeite bis nach 2 Uhr. Nach 4 Stunden Schlaf treffen wir uns am nächsten Morgen um 7.15 in der Lobby und bereiten uns auf den zweitletzten Tag vor.

Am Freitag haben nun endgültig alle von meiner Anwesenheit erfahren und ich bin quasi belagert. An Lunch ist nicht zu denken. Langsam rückt der Feierabend in greifbare Nähe, als mich die Information aus der Finanzabteilung erreicht. Der am 1.November neu eingeführte Fakturierungsprozess hat am 10. November auf einmal aufgehört zu funktionieren. In Zusammenarbeit mit einem Kollegen in der Schweiz kommen wir der Ursache auf den Grund. Leider ist das Produktivsystem wegen des Patchlevel-Upgrades für Importe gesperrt und das Problem muss direkt im Produktivsystem behoben werden. Während des Abschlussmeetings arbeite ich parallel mit der SE16N im Produktivsystem und korrigiere fehlerhafte Belege. Punkt 18:30 Uhr ist alles wieder im Lot und ich haste ins Hotel, um mich für das Abschlussdinner fertig zu machen.

Doris Derendinger, SAP Professional Consultant,

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