it.configure – simplify dependency management

Seit kurzem bietet itelligence eine nützliche Hilfe für das in der Produktion wichtige Thema SAP-Beziehungswissen unter dem Namen it.configure an. Im folgenden Blogbeitrag stellen wir die wichtigsten Vorteile von it.configure im Vergleich zum Beziehungswissen-Editor dar – fünf Schritte zum Erfolg!

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SAP-Beziehungswissen wird in einer eigenen Scriptsprache gepflegt, die jedoch gleichzeitig wichtige Elemente wie „case“ oder „else“ nicht kennt. Beim Aufbau von Modellen hat der Anwender hier entweder die Möglichkeit viele kleine übersichtliche Regeln oder große sehr unübersichtliche Regeln zu schreiben. Der Einsatz von Variantentabellen schafft hier mehr Übersicht, durch die Notwendigkeit eines festen Keys und den Wunsch möglichst viele Fälle abzubilden wird dieser lang und es ergeben sich somit viele mehrfache Zeilen. In allen Unternehmen sind nachher nur wenige Spezialisten in der Lage diese Modelle zu pflegen.

Unser ABAP-basiertes Add-On it.configure sorgt hier für Abhilfe, denn Regelwerke werden standardisiert und optimiert in einer einzigen Transaktion und auf einer zentralen Bedienoberfläche dargestellt. Sie lassen sich somit auch vom „normalen“ Endanwender einfach, schnell und effizient modellieren und verwalten. Das IT-Werkzeug ist nahtlos in SAP-Konfigurationsobjekte eingebunden. Es werden Prozeduren / Constraint’s / Auswahl- und Vorbedingungen ersetzt.

1. Regeln hierarchisch geordnet

Einer der wesentlichen Vorzüge von it.configure ist, dass darin Regeln hierarchisch geordnet sind, von der allgemeinen Definition eines Standards auf oberster Ebene bis zu Definition von Ausnahmen auf spezielleren Ebenen. Die Eingabe der Daten erfolgt in einer Baumstruktur die diese Hierarchie wiederspiegelt. Hierdurch reduziert sich die Menge der Regeln, da nach der Definition eines Standards nur noch die Ausnahmen definiert werden müssen. Diese Ordnung erhöht die Stammdatenqualität und die Transparenz in der Konfiguration

2. Definition von Abhängigkeiten nach „Wenn-dann-Prinzip“

Die Definition der Abhängigkeiten erfolgt nach dem „Wenn-Dann-Prinzip“. An einem Schlüssel werden Bedingungen gepflegt, die den „Wenn-Teil“ einer Regel beschreiben. Diese Bedingungen können sehr einfach sein als auch aus Verknüpfung mehrerer beliebiger Merkmale bestehen. Damit ist it.configure viel flexibler als die SAP-Standard Variantentabellen und gleichzeitig in der Lage jede logische Bedingung zu definieren. Zu jedem „Wenn-“ gehört ein „Dann-Teil“, in dem die Auswahlbedingungen, Formeln, Merkmalswerte, Werteinschränkungen oder Vorgabewerte festgelegt sind. Der „Wenn-„ und der „Dann-Teil“ werden zudem in ein und derselben Bedienoberfläche angezeigt, was Endanwendern eine komfortable Bearbeitung ermöglicht.

Die Vorteile dieses Ansatzes liegen auf der Hand. Für die Konfiguration eines Autos wird als allgemeinster Schlüssel „Modell“ definiert, der die oberste Ebene bildet. Dort sind grundlegende Ausstattungsmerkmale verbindlich festgelegt. Das kann der Einbau von Stoffsitzen als Standard sein, der auch für die Basisausstattung gilt. Dann folgt der etwas genauere Schlüssel „Ausstattung“. Hier wird zum Beispiel die Regel gepflegt, dass bei der Luxusausstattung Ledersitze eingebaut werden. Auf der untersten Ebene, einer Kombination der Schlüssel „Modell“ und „Ausstattung“, sind dann viele Details enthalten, etwa dass beim Top-Modell einer Baureihe die Ledersitze schon in der Komfortausstattung verbaut werden.

3. Default-Vererbung einrichten

Für Regeln, die unter einem Schlüssel definiert sind, lassen sich weitere Einschränkungen als Bedingungen festlegen. Das Kopieren von Regeln ist per Drag and Drop möglich. Außerdem kann für gleiche Merkmale sehr einfach eine Default-Vererbung eingerichtet werden. Die Simulation der Produktkonfiguration, die in der Transaktion CU50 des LO-VC erfolgt, lässt sich direkt aus der Arbeitsoberfläche heraus starten. Von Vorteil ist auch, dass die Regeln nur in wenigen Datenbanktabellen abgelegt werden.

4. Intelligentes Sperrkonzept

Darüber hinaus haben wir das Add-On mit zahlreichen weiteren nützlichen Features ausgestattet, die End-User effizient bei der täglichen Arbeit unterstützen. Dazu zählt insbesondere ein intelligentes Sperrkonzept. Auf diese Weise können mehrere End-User gleichzeitig auf Beziehungswissen zugreifen und es bearbeiten. Somit lassen sich Aufgaben, die bei der Variantenkonfiguration anfallen, sehr zügig erledigen; die Folgeprozesse in der Produktentwicklung und Fertigung zeitnah angestoßen.

Die F4-Wertehilfe vereinfacht das Setzen von Merkmalswerten im Dann-Teil und entlastet den Endanwender bei der täglichen Arbeit, denn er muss weder technische Namen noch Werte kennen wie beim Beziehungswissen-Editor. Ebenso gibt es Funktionen für die Suche, zur variablen und kontextbezogenen Merkmalsanzeige, dynamischen Filterung von Regeln nach verschiedenen Optionen, Darstellung der Änderungshistorie oder für die Nachverfolgung angewendeter Regeln.

5. Schrittweise Umstellung des Datenmodells

SAP-Kunden, die auf it.configure umsteigen, brauchen ihr bisheriges Datenmodell nicht auf einen Schlag umstellen. Das Add On lässt sich auf einem bestehenden SAP-System sukzessive einführen – zum Beispiel für alle Neuentwicklungen, Modell für Modell oder für bestimmte Teilbereiche der Konfiguration, wie z.B. die Einschränkungen einzelner Merkmale. Somit wird klassisches SAP-Beziehungswissen, dessen Pflege im Editor erfolgt, schrittweise ersetzt.

Mehr Informationen zu it.configure als Lösung gibt es im itelligence Addstore.

– von Dr. Andreas Holtmann-Lambart und Sven Reiermann, itelligence AG –

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