8 Technologietrends – zusammengestellt von NTT DATA

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In meinem letzten Blogbeitrag habe ich dargelegt, wie ich die von unserer Muttergesellschaft veröffentlichten Trends der Informationsgesellschaft sehe. Diesmal will ich mich näher damit beschäftigen, welche Technologietrends NTT DATA für die kommenden Jahre erwartet. Hier meine Gedanken dazu:

Künstliche Intelligenz, wohin man schaut

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein heißes Thema, und ich erwarte mir von dieser Technologie einen hohen Mehrwert. Nachfolgende Trends wie Conversational Computing, Environment-Aware Robotics und Precision Life Science basieren auf künstlicher Intelligenz. Überhaupt sind der Anzahl vorstellbarer Szenarien mit KI keine Grenzen gesetzt. Unternehmen werden KI einsetzen, um effizienter und kundenorientierter zu werden. Retailer-Webseiten werden sich durch eine bessere Einschätzung des individuellen Einkaufsverhaltens und die Umsetzung von Vorschlägen in Echtzeit weiterentwickeln. KI wird dazu beitragen, die Verschwendung von Marketingbudgets zu reduzieren. Stattdessen werden Chancen durch maßgeschneiderte Werbeanzeigen geschaffen, die auf einer kontinuierlichen Analyse von Kundendaten basieren. Darüber hinaus werden wir erleben, dass die Interaktion zwischen Mensch und Roboter Teil des Alltags sein wird. Stellen Sie sich einfach einmal einen Roboter am Eingang Ihres bevorzugten Elektronikmarkts vor. Der Roboter erkennt und begrüßt Sie und führt Sie direkt zu den Mobiltelefonen, nach denen Sie im Online-Store des Händlers gesucht haben. Und dann könnte derselbe Roboter Sie auf Zubehör aufmerksam machen, das perfekt zu Ihrem neuen Mobilgerät passen würde.

Conversational Computing

Die menschliche Sprache wird die bevorzugte Benutzerschnittstelle der Zukunft sein und die Art und Weise, wie wir mit Computern interagieren, völlig verändern. „Alexa“ von Amazon oder „Siri“ von Apple sind hier nur der Anfang. Natürlich sind diese Spracherkennungsdienste heute längst noch nicht perfekt und liefern manchmal sehr lustige oder völlig unbrauchbare Antworten. Aber wir können davon ausgehen, dass sie mit der Zeit immer intelligenter werden. Um das zu erreichen, werden diese Systeme an größere, Cloud-basierte KI-Services angebunden werden müssen, die in der Lage sind, Informationen zu beobachten, zu interpretieren, auszuwerten und eine entsprechende Entscheidung zu treffen. So werden sie nützliche Antworten liefern, die dem Benutzer hilft, seine Aufgaben u.U. schneller und effizienter zu erledigen.

Environment-Aware Robotics

Cloud Computing wird eine wichtige Rolle spielen und zum Enabler – zum „Gehirn“ – jedes Roboters werden. Durch den Einsatz von Remote-Computing-Ressourcen in der Cloud sind die Fähigkeiten eines Roboters (im Falle von NTT DATA Technology Foresight z. B. ein selbstfahrendes Auto) nicht länger durch seinen integrierten physischen Speicher begrenzt. Je intelligenter und fortschrittlicher selbstfahrende Autos in Bezug auf Entscheidungsfindung und Datenverarbeitung werden, desto mehr Computerleistung muss über die Cloud bereitgestellt werden. Denken wir nur an die rechenintensiven Aufgaben, die ein selbstfahrendes Auto erledigen muss: Objekte (Menschen, Tiere, Straßen, Gebäude und Verkehrszeichen) und Sprache müssen in Echtzeit erkannt werden, Daten interpretiert und Entscheidungen getroffen werden. Natürlich braucht jedes selbstfahrende Auto ein Minimum an Rechenleistung und Speicher „onboard“. Jedoch gibt es ein hohes Potenzial, rechenintensive Aufgaben wie die oben beschriebenen in die Cloud zu verschieben.

Precision Life Science

Die datengesteuerte Life Science wird Behandlungen und Vorsorgeuntersuchungen für Patienten erheblich verändern. Es wird eine Verschiebung weg von der Behandlung und hin zur Prävention geben, basierend auf einer Analyse der individuellen Bio-Daten. Daraus wird eine höhere Lebenserwartung resultieren.

Synthetische Realität

Neben der KI ist die synthetische Realität ein wichtiges Thema, das die Schnittstelle zwischen Menschen und Systemen transformiert. Wir bei itelligence haben bereits einige Szenarien entwickelt, in denen Unternehmen von sogenannten Mixed-Reality-Brillen profitieren. Unser jüngstes Szenario präsentiert die Microsoft HoloLens, die 3D-Montagehandbücher aus einem SAP-System anzeigt und so eine effiziente und genaue Verarbeitung ermöglicht. Ich bin überzeugt, dass wir hier kurzfristig noch sehr viel mehr erwarten können.

Sicherheit für das IoT-Zeitalter

IoT-Geräte wie Sensoren sind dazu in der Lage, immer detailliertere und umfassendere Informationen zu erfassen, die Unternehmen dazu nutzen können, neue (vorausschauende) Services zu entwickeln. Allerdings erhöht sich mit diesen IoT-Geräten auch die Gefahr von Datenpannen und umfangreichen Cyberangriffen. Mittlerweile können wir definitiv feststellen, dass durch die Nutzung von Daten ein Mehrwert entsteht. Es ist jedoch unerlässlich, die Art und Weise, wie wir mit Daten umgehen und sie schützen, zu verändern. Das Thema Sicherheit hat eben zwei Seiten. Die eine behandelt Angriffe von außen. Die andere betrifft Regelungen, die Unternehmen hinsichtlich Datensicherheit befolgen müssen. Als Beispiel hierfür sehe ich die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), international auch unter dem Kürzel GDPR (General Data Protection Regulation) bekannt, die im Mai 2018 in allen Ländern der Europäischen Union in Kraft treten wird. Für Unternehmen wird es entscheidend sein, diese neuen Bestimmungen einzuhalten, denn bei Datenpannen drohen extrem hohe Strafen. Es ist aber alarmierend, dass sich nach einer 2017 durchgeführten SAP-User-Group-Umfrage 86 % der SAP-Benutzer der Auswirkungen der DSGVO auf ihre aktuelle SAP-Systemlandschaft und den zukünftigen Einsatz von SAP nicht bewusst sind. Systemintegratoren wie itelligence und NTT DATA Business Solutions können diesen Unternehmen helfen, die DSGVO zu verstehen und einen Plan zu entwickeln, um die neuen rechtlichen Verpflichtungen einzuhalten, die in weniger als zehn Monaten in Kraft treten.

Heterogenität in IT-Infrastrukturen

Für den Betrieb von IoT- und KI-Szenarien ist massive Rechenleistung notwendig. Cloud-Lösungen ermöglichen es Unternehmen, jederzeit beliebige Datenmengen zu erfassen und abzurufen. Cloud-Lösungen sind nicht nur für die Endbenutzer sehr wertvoll. Vielmehr bieten sie den Unternehmen mehr Flexibilität für den Einsatz von Systeminfrastrukturen. Wir erleben zunehmend eine Entwicklung in Richtung hybrider Systemlandschaften, in denen die Kunden zwar weiterhin ihre lokalen ERP-Anwendungen einsetzen, andererseits aber auf die Cloud-Plattform von SAP bzw. die Google-Cloud-Plattform setzen. Diese Plattformen ermöglichen es, deren Geschäft zu transformieren und IoT-Lösungen dazu zu nutzen, ihren Kunden und Lieferanten neue Services anzubieten.

Design Innovationen völlig neu erleben

Wie bereits mehrfach erwähnt, wird sich die Interaktion zwischen Mensch und Maschine durch die Symbiose aus künstlicher Intelligenz und synthetischer Realität weiterentwickeln. Die Kombination aus API- (Application Programming Interfaces) und UX-Design wird neue, innovative Services hervorbringen.

Mein Fazit

Wir leben in einer Zeit aufregender Veränderungen. Die digitale Transformation erfordert technologische Fähigkeiten und Kreativität, um die Wettbewerbsfähigkeit mittel- und langfristig zu stärken. Ich selbst bin sehr gespannt auf das ganze Thema KI und die Innovationen, denen wir in den nächsten Jahren begegnen werden. Tauchen Sie tiefer in die Materie ein, und laden sie das vollständige Whitepaper herunter. Es bietet sehr interessante Einsichten und Fallstudien.

 


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