Austausch von Informationen im Anlagenmanagement neu definiert

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SAP Asset Intelligence Network und digitaler Zwilling

Im Zentrum der vierten industriellen Revolution, in der die zunehmende Vernetzung von Systemen Normalität ist, steigt die Komplexität der Kommunikation. Dabei müssen Informationen effizient und transparent kommuniziert werden. Die Anforderung dabei ist, dass die Kommunikation und Kollaboration in Echtzeit, zuverlässig, bedarfsgerecht und mit wenig Aufwand funktioniert. Über das SAP Asset Intelligence Network (AIN) teilen Hersteller, Dienstleister und Anlagenbetreiber ihre Informationen miteinander. Das Ziel dieser cloud-basierten Plattform ist die standardisierte Bereitstellung von Equipment-Informationen, sowie eine virtuell einheitliche Präsentation von physischem Equipment. Dieses Ökosystem ermöglicht allen Beteiligten weltweit und grenzenlos zu kooperieren – firmenintern und firmenübergreifend.

Alle Anlagen und alle darin verbauten Komponenten erhalten ihre eigene digitale Identität (digitaler Zwilling) und sind in ständigem Kontakt zueinander. Dies bildet die Grundlage für weiterführende Kollaborationsszenarien aller Parteien. So werden Bedienungs- und Instandhaltungsanleitungen, Spezifikationen, Ersatzteillisten, 2D-Zeichnungen, 3D-Modelle, sowie aktuelle und historische Daten über diese Plattform rollenspezifisch und sicher zwischen den Geschäftspartnern ausgetauscht. Der Pflegeaufwand dafür beschränkt sich in der Regel auf das Modell, unter dem gleichartige Maschinen geführt werden. Nur individuelle Informationen müssen auf der Ebene des Equipments gepflegt werden.

Grafik SAP Asset Intelligence Network (AIN)

In der Praxis kann das SAP Asset Intelligence Network (AIN) bei Herstellern und Betreibern an ihre PLM- und ERP-Systeme über entsprechende APIs (Application Programming Interface) angebunden werden. Dadurch wird die Anbindung weiterer Anwendungen, wie zum Beispiel vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), maschinelles Lernen (Machine Learning), deutlich vereinfacht und es wird eine Grundlage geschaffen, die neue Geschäftsmodelle, wie neue Abrechnungsmodelle auf Basis von abgesicherten Nutzungsdaten (Blockchain), ermöglicht. In zunehmend komplexen und globalen Geschäftsfeldern sind Hersteller, Dienstleister und Anlagenbetreiber mit der Herausforderungen konfrontiert, Geräte- oder Anlagedaten in einer einfachen, kooperativen und gesicherten Form zu verwalten.

Von diesem holistischen und unternehmensübergreifenden Ansatz profitieren alle Beteiligten des Netzwerks, um z.B. eine verbraucherbasierte Nutzung zu ermöglichen, Ausfälle zu vermeiden oder die kontinuierliche Verbesserung der Entwicklung zu gewährleisten. Darüber hinaus werden Anomalien erfasst und gewonnene Erkenntnisse bzw. Softwareaktualisierungen spezifischer, schneller und einfacher über das Geschäftsnetzwerk verteilt, als je zuvor. Servicetechniker sind so in der Lage, zu einem beliebigen Zeitpunkt alle Parameter einer Anlage über ein einziges System zu vergleichen und optimal einzustellen. Die F&E-Abteilung kann mit diesen Informationen wiederum das Produkt verbessern. Compliance-Anforderungen werden erfüllt und es lassen sich beispielsweise Rückrufaktionen zuverlässig in die Wege leiten.

Aufbauend auf dem SAP AIN gewährleistet SAP Predictive Maintenance and Service neben der schnellen Reaktion auf eventuelle Störungen auch die Funktionalitäten für eine regelmäßige Wartung der Maschinen und Anlagen. Mit dieser SAP Cloud-Lösung können Unternehmen spielend einfach von reaktiver zu vorhersagender Wartung wechseln. Unternehmen sind daher im besten Fall auf jeden unvorhergesehenen Fehler vorbereitet. Das garantiert reibungslose Abläufe.

Durch innovative Technologien ist es möglich, benötigte Ersatzteile, Werkzeuge oder Informationen zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen. Es lässt sich sogar vorhersagen, wie sich der Gerätezustand im Laufe der Zeit entwickeln wird. Dadurch ergeben sich neue, servicebasierte Geschäftsmodelle für Hersteller, Servicepartner und Betreiber. Anbieter von Anlagen entwickeln sich weiter und garantieren neben dem reinen Produktverkauf zusätzlich weitere Serviceleistungen und Produkte sowie den Betrieb bei den Kunden. So wandeln sich fixe Kosten des Kunden in variable Kosten bei gleichzeitig reduziertem Risiko um.

Mehrwerte für Hersteller:

Mehrwerte für Betreiber:

  • Zentrale Verwaltung von Information – einmalig
  • Geringere Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg
  • Aufbau von Wissen (as-build)
  • Aufbau eines Kanals zu mehreren Herstellern, Dienstleistern, etc.
  • Details über den Fertigungsprozess
  • Höhere Anlagenverfügbarkeit
  • Selektive Bereitstellung der Informationen
  • Verringerung von manuelle Aufgaben (z.B. der Suche)
  • Aufbau eines Kanals zu mehreren Betreibern
  • Meldungen, Arbeitsberichte und Service Bulletins werden über das Netzwerk bereitgestellt
  • Push-Kommunikation zu Kunden
  • Push-Kommunikation und Fehlerbenachrichtigung mit Herstellern und Dienstleistern
  • Verkauf von zusätzlichen Services (Up-selling)
  • Geringerer Aufwand bei der Stammdatenpflege bei gleichzeitiger Steigerung der Datenqualität
  • Verbesserte Kundenzufriedenheit
  • Zugriff auf aktuellste Informationen und Dokumentationen der Maschine
  • Produktinformationen für den Markt können schneller bereitgestellt werden
  • Höhere Prozesssicherheit durch transparente und bereits gebündelte Produkt-
    Serviceangebote durch den Hersteller
  • Verbesserte Service Profitabilität
  • Generierung von neuen Erlösquellen

Effizienz steigern und das Risiko beim Betrieb Ihrer Anlagen senken? Wir beraten Sie gern!

Besuchen Sie unsere Webseite „www.iot-in-der-praxis.de“ und unseren YouTube Channel oder nehmen Sie persönlich mit uns Kontakt auf.

von Wolfgang Möller, Global Director Discrete Industries, itelligence AG-
E-Mail: Wolfgang.Moeller@itelligence.de

 


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