AWS und SAP: Wie Sie die Amazon Public Cloud im SAP-Umfeld am besten nutzen

AWS und SAP: Wie Sie die Amazon Public Cloud im SAP-Umfeld am besten nutzen

Amazon Web Services (AWS) Public Cloud ist für SAP-Anwendungen nicht nur für Test und Entwicklung sinnvoll verwendbar. Auch für den Produktiveinsatz ist die Plattform die geeignete Lösung. Die passenden Managed Services liefert itelligence dazu – und agiert dabei als zentraler Vertrags- und Ansprechpartner. Aber woher wissen Sie eigentlich, welches Betriebsmodell für Sie am besten geeignet ist? Einige Denkanstöße, die Sie bei den Themen Public Cloud, AWS und SAP für sich klären sollten.

Es gibt viele Gründe, die Public Cloud für einzelne SAP-Lösungen oder die komplette IT-Landschaft in Erwägung zu ziehen. Je nachdem, wie die eigenen Ziele, Anforderungen und vorhandenen Ressourcen aufgestellt sind, ist jeweils ein anderes Modell sinnvoll: AWS beispielsweise stellt eine einfach konsumierbare Infrastruktur bereit, mit der sich auch große Serverkapazitäten schnell aufsetzen lassen. Wenn Sie sich auf Infrastructure-as-a-Service (IaaS) beschränken, müssen Sie aber das nötige SAP-Know-how mitbringen und sich um Migration und Betrieb der Software selbst kümmern. Oder Sie lagern Aufgaben wie Monitoring, Backup und Systemmanagement einfach aus.

Was ist Amazon Web Services überhaupt?

Gehen wir zunächst einen Schritt zurück: Amazon Web Services (AWS) ist eine Amazon-Tochter und ein führender Anbieter von Cloud Computing. Cloud Computing umfasst IaaS, Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Die AWS Cloud stellt Kunden eine individuelle und zuverlässige IT-Infrastruktur in digitaler Form zur Verfügung, Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) genannt. Der Speicherplatz wird durch den eigenen Speicherdienst Amazon Single Storage Service bereitgestellt und ist theoretisch beliebig groß. Neben einzelnen Dateien bietet AWS auch ganze Domains, SSL-verschlüsselt, an. Mit SimpleDB und Relational Database Service stehen Nutzern zwei virtuelle Datenbankservices zur Auswahl. Der AWS Marketplace enthält eine steigende Anzahl an Software aus dem Bereich Internet of Things, künstliche Intelligenz und Big Data.

Gerade in der Public Cloud lassen sich schnell und einfach Anwendungen entwickeln (z. B. Shopsysteme, CMS-Systeme, WordPress), ohne eigene Produktlizenzen oder Serverplätze erwerben zu müssen. Die Vorteile: Die Anwendungen sind sofort verfügbar, flexibel gestaltbar und bieten eine große Serviceauswahl. AWS hält dabei alle notwendigen Werkzeuge für Entwickler bereit. Der Preis pro Monat bleibt trotzdem überschaubar, da nur der tatsächlich verbrauchte Service und Speicherplatz bezahlt wird – Investitionskosten im Voraus entfallen.

SAP und AWS: Diese Fragen sollten Sie jetzt klären

Zugegeben: Ob Sie sich für die Infrastruktur von AWS und die Services von itelligence entscheiden, nur die technische Basis wählen oder die gesamte SAP-Landschaft bei sich vor Ort betreiben sollten, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die folgenden Fragen können Ihnen aber wertvolle Anregungen liefern, die eine Richtung weisen.

  • Wie stark schwankt Ihr Bedarf an Rechenleistung und Speicherkapazität? Dauert die Beschaffung von Rechnerkapazität regelmäßig zu lang, um die Anforderungen Ihrer Fachbereiche zeitgerecht zu erfüllen? Ist Ihr IT-System von regelmäßigen oder unkalkulierbaren Lastspitzen betroffen? Ein Beispiel dafür ist ein Webshop, der saisonal extrem belastet wird. Die Abdeckung von Lastspitzen und eine schnelle Bereitstellung sind ideale Trigger für den Einsatz von Cloud-Infrastrukturen. Eine vollständige Flexibilisierung ist aber nicht zwangsläufig kosteneffizient sein. Längerfristig gemietete Kapazitäten können eine kostengünstige Basis für die Grundlast darstellen. Kurzfristige Schwankungen und Erweiterungen lassen sich über On-Demand-Modelle ergänzen. Es kann sich lohnen, sich vorab zum richtigen Mix und zu einem geeigneten Kapazitätsmanagement beraten zu lassen.
  • Wie groß ist der SAP-Anteil in Ihrer Systemlandschaft? SAP-Lösungen stellen spezielle Anforderungen an die IT-Infrastruktur. Public-Cloud-Angebote bieten eine Vielzahl von Services, die unterschiedliche IT-Bedarfe und auch SAP-Anwendungen adressieren. Es braucht aber ein spezielles Know-how, um die Komplexität von SAP in der Cloud geeignet abzubilden. Das Kooperationsmodell zwischen itelligence und AWS garantiert eine nahtlose Versorgung mit SAP-basierten Services.
  • Wie viel Service brauchen Sie? Von der Public Cloud versprechen sich die meisten Unternehmen eine Entlastung Ihrer IT-Abteilung. Ein reines IaaS-Angebot von AWS trägt dazu aber nur sehr begrenzt bei. Es entlastet Ihr Rechenzentrum. Aber nicht Ihre Teams. Die Frage ist also, wie viel Service Sie tatsächlich brauchen. Benötigen Sie nur Unterstützung im Design der Plattform? Möchten Sie den Betrieb Ihrer SAP-Landschaft auslagern? Vielleicht sogar Applikations-Erweiterungen durch Externe beauftragen? Wie wichtig ist ein umfassendes Disaster-Recovery-Konzept für Sie? Genügt es, wenn Ihre Server immer verfügbar sind – oder sollte das gleiche nicht auch für Ihre Anwendungen gelten?
  • Wie international ist Ihr Unternehmen aufgestellt – und wie „gut“ sind Ihre IT-Standorte? Wenn Ihr Unternehmen über viele Niederlassungen verfügt, ist es oftmals schwer oder teuer, für die lokalen Rechenzentren einen adäquaten Qualitätsstandard zu schaffen. In der Public Cloud erhalten Sie hochqualitative Rechenzentren gleich mit dazu. Und können überall auf identische Technologien zurückgreifen. itelligence ist dazu global praktisch überall mit Experten zur Stelle.
  • Welchen Budget-Ansatz verfolgen Sie? Die Public Cloud verbindet jeder sofort mit On-Demand-Abrechnungsmodellen. Aber auch dabei können Sie zwischen verbrauchsabhängiger Zahlung mit entsprechenden Schwankungsmöglichkeiten oder festen monatlichen Kosten für eine bessere Planbarkeit wählen. Möchten Sie die Rahmenbedingungen flexibel anpassen können? Oder können Sie sich für einen Zeitraum festlegen und damit deutliche Kostenvorteile mitnehmen?
  • Wo dürfen oder müssen Ihre Daten gespeichert werden? Die technische IT-Sicherheit in der Public Cloud ist weit fortgeschritten und im Zweifel hochwertiger als in eigenen Rechenzentren. Die Vielfalt internationaler Standorte von Public-Cloud-Anbietern eröffnet weitgehende Alternativen für die lokale und regionale Datenspeicherung. Nicht immer ist es der beste Weg, alle Daten auf europäischen oder gleich deutschen Servern abzulegen. Je nach gesetzlicher Zuständigkeit kann genau das sogar untersagt sein. Mögliche Zugriffsrechte nationaler Regierungen bleiben dabei eine Herausforderung. Hier zahlt sich ein Dienstleister aus, der mit Ihnen den besten Mix aus lokalem Betrieb, Private und Public Cloud gestaltet.

Apropos Daten speichern: Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) steht für praktisch jedes Unternehmen eine Herausforderung ins Haus, die noch viele Fragen aufwirft. Vielen ist unklar, ob sie die verschärften Anforderungen erfüllen. Und ob Public-Cloud-Lösungen dann noch eine mögliche Option darstellen.

-von Ulrich Meine, Head of Global Managed Services Product Management, itelligence AG-
E-Mail: [email protected]

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Mit ihrer Flexibilität ist die Public Cloud für viele Anwendungsfälle auch bei deutschen Unternehmen längst zu einer Alternative geworden. Es bleibt allerdings auch weiterhin die Aufgabe bestehen, diese Systeme in den Kontext der IT-Landschaft eines Unternehmens einzubinden. Erfahren Sie von unserem Fachexperten, wie Sie itelligencen mit seinen Managed Services diese Effizienz um die Expertise erfahrener SAP-Spezialisten ergänzt.

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