Förderprogramme: Unterstützung für KMU in der digitalen Transformation

Förderprogramme: Unterstützung für KMU in der digitalen Transformation

Die digitale Transformation steht oben auf der Agenda vieler Unternehmen. Und während der Corona-Pandemie zeigt sich das Fehlen von digitalen Prozessen und einer vernetzten Infrastruktur besonders schmerzhaft. Das Interesse und der Wille zur umfassenden Digitalisierung sind also vorhanden. Dennoch stocken viele Initiativen, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Ein verbreiteter Hemmschuh: Tatsächliche finanzielle Engpässe und Planungsunsicherheit sorgen dafür, dass Aktivitäten eingefroren oder ganz eingestellt werden. Dabei wäre es gerade in dieser Phase besonders wertvoll, Digitalisierungsprojekte voranzutreiben. Wer jetzt seine digitale Transparenz, Effizienz und Steuerbarkeit verbessert, steigert seine Wettbewerbsfähigkeit und kann aus der Krise gestärkt hervorgehen.

Förderlandschaft statt Förderdschungel

Diese Einschätzung teilen offenbar die Bundesregierung und die Regierungen der Länder – und sie erkennen den Unterstützungsbedarf vieler Unternehmen: Um Investitionen in die Digitalisierung zu erleichtern, wurde eine ansehnliche Reihe an Förderprogrammen für den deutschen Mittelstand aufgelegt. Die Vielzahl an Fördermöglichkeiten erscheint zunächst etwas verwirrend. Grob lassen sie sich in die Kategorien Zuschuss (nicht rückzahlbare Zuwendung ohne direkte Gegenleistung) und zinsverbilligte Kredite einordnen.

Im Fokus der meisten Förderprogramme stehen kleine und mittlere Unternehmen und Kommunen. Es wurden allerdings auch Fördertöpfe für Digitalisierungsvorhaben von großen Unternehmen oder ganzen Clusterstrukturen eingerichtet. Je nach Programm unterscheidet sich der Fördergegenstand. Die Spannbreite reicht von der Digitalisierung von Unternehmensprozessen und der Infrastruktur, über Investitionen in digitale Geschäftsmodelle, bis hin zur Förderung für den Einsatz oder die Erforschung neuer Technologien.

Investitionsförderung für KMU: „Digital Jetzt“

Ganz frisch ist ein am 7. September 2020 aufgelegtes Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi): „Digital Jetzt“ adressiert Firmen aus allen Branchen, die zwischen 3 und 499 Mitarbeiter beschäftigen und Digitalisierungsvorhaben planen. Pro Antragssteller stehen Zuschüsse von bis zu 55.000 Euro bereit, um Investitionen in Hardware und Software zur digitalen Vernetzung voranzutreiben. Gefördert werden beispielsweise datengetriebene Geschäftsmodelle, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Künstliche Intelligenz und Sensorik aber auch Mitarbeiterschulungen.

Das Programm ist vorerst auf eine Antragsstellung bis zum Jahresende 2023 begrenzt. Bei Förderanträgen, die bis zum 30. Juni 2021 eingehen, wird der Investitionswert folgendermaßen übernommen:

  • 1 bis 49 Mitarbeiter: bis zu 50 % Förderung
  • 50 bis 249 Mitarbeiter: bis zu 45 % Förderung
  • 250 bis 499 Mitarbeiter: bis zu 40 % Förderung

An einem realistischen Beispiel heißt das: Ihr Unternehmen hat 450 Mitarbeiter, und Sie planen ein Projekt zur Implementierung einer Cloud-Anwendung in Höhe von 120.000 Euro, dann können Sie davon 48.000 Euro als Zuschuss vom BMWi erhalten. Es lohnt sich also, Ihre aktuellen oder demnächst geplanten Projekte auf Förderfähigkeit zu prüfen.

Beratungsförderung für kleinere Unternehmen: „go-digital“

Im Zusammenhang mit „Digital Jetzt“ wird eine etwas ältere Initiative des BMWi erneut interessant: Das Förderprogramm „go-digital“ existiert schon seit 2017 und richtet sich an kleinere Unternehmen mit bis zu 99 Mitarbeitern. Für diese Gruppe ergänzt es das Angebot von „Digital Jetzt“ um die Förderung von Beratungsleistungen (die zu allen Digitalisierungsvorhaben gehören sollten). Gefördert werden Beratungen, die auf eine Digitalisierung der Geschäftsprozesse, auf digitale Markterschließung oder IT-Sicherheit abzielen, mit maximal 16.500 Euro innerhalb von sechs Monaten.

Ein Unternehmen muss lediglich einen vom BMWi autorisierten Beratungsdienstleister ermitteln und mit diesem einen Beratervertrag abschließen. Um alle weiteren Schritte, um die Antragsstellung und die administrative Abwicklung kümmert sich dann das Beratungsunternehmen.

Förderprogramme Digital Jetzt und go-digital im Vergleich
Die beiden Förderprogramme des BMWi im Vergleich

Mit itelligence von den Förderprogrammen profitieren

Weil beide Förderprogramme zeitlich und inhaltlich aufeinander aufbauen, ergibt sich in der Kombination ein höchst attraktives Bild für kleinere Unternehmen: Sie erhalten über „go-digital“ eine qualifizierte, geförderte Beratung – und bekommen bei der anschließenden Investition in Hard- und Software sowie der Schulung von Mitarbeitenden einen erheblichen Zuschuss durch das Programm „Digital Jetzt“. itelligence unterstützt Sie dabei, von den Förderprogrammen „go-digital“ und „Digital Jetzt“ maximal zu profitieren. In Abhängigkeit von der Unternehmensgröße haben wir dafür die folgenden Vorgehensweisen entwickelt:

Digitalisierungsprojekt für KMU mit bis zu 99 Mitarbeitern (Beispiel)
Digitalisierungsprojekt für KMU mit bis zu 99 Mitarbeitern (Beispiel)
Digitalisierungsprojekt für KMU mit bis zu 499 Mitarbeitern (Beispiel)
Digitalisierungsprojekt für KMU mit bis zu 499 Mitarbeitern (Beispiel)

Mit beiden Förderprogrammen und unserer Unterstützung können Sie beispielweise folgende digitale Themen realisieren:

  • Einführung von Ortung- bzw. Tracking-Technologie, z. B. zum Tracken Ihrer Waren innerhalb der Produktions- oder Lagerhalle bzw. außerhalb des Firmengeländes
  • Anbinden und Vernetzen Ihrer Maschinen (Vertikale Integration, IoT-Projekt)
  • Digitalisierung Ihres Personalwesens mit der Einführung von SAP SuccessFactors
  • Entwicklung und Einführung von Software Robotern zur Automatisierung der Dateneingaben (Robotic Process Automation) oder die Realisierung von Chatbots zur Digitalisierung des Kundenservices
  • Entwicklung eines Konzeptes und Einführung von Machine Learning für ausgewählte Szenarien, z. B. für ein vorausschauendes Qualitätsmanagement oder Instandhaltung

Förderprogramme suchen – und finden

Für interessierte Unternehmen haben wir noch einen weiteren Tipp: Das BMWi stellt online eine umfassende Datenbank zur Verfügung, die Förderprogramme vom Bund, den Ländern und der EU versammelt. Über Such- und Filterfunktionen (zum Beispiel Region, Unternehmensgröße, Förderbereich) können Sie tausende Programme komfortabel nach einer zu Ihren Plänen passenden Förderung durchforsten.

 

– von Dimitri Schweigerdt, Innovation Manager, itelligence AG –
E-Mail: [email protected]

 

itelligence – Ihr Kompass in der Förderlandschaft

Ein Förderprogramm könnte für Sie interessant sein? Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung eines geförderten Digitalisierungsprojektes – von der Antragstellung bis zur Umsetzung des Digitalisierungsplans. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf für eine unverbindliche Beratung!

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