Global agieren mit SAP Global Trade Service (SAP GTS)

Das Inkrafttreten des UZK (Unionszollkodex) beschert uns nicht erst seit 2013 fortwährende Änderungen im Bereich der Zollabwicklung. Die aktuelle Änderung im Bereich des Exports mit der Umstellung von AES 2.3 auf AES 2.4 hatten wir im Juni 2017 thematisiert. Jetzt steht die Umstellung von ATLAS 8.7 auf 8.8 an – zumindest für die Kunden, die ein SAP GTS im Einsatz haben. Seit dem 09.01.2018 stehen die Hinweise von der SAP zur Verfügung. Damit steht einer Umstellung aus technischer Sicht nichts mehr im Wege. Im neuen ATLAS Release steht letztmalig die Kommunikation per EDIFACT oder XML zur Verfügung. Das Folgerelease ATLAS 8.9 verwendet – ebenso wie AES 3.0 – ausschließlich XML Nachrichten. Das stellt einen wichtigen Schritt in Richtung EU-einheitliche Zollkommunikation dar. Die weiche Migration für ATLAS 8.8 endet mit Ablauf des 15.07.2018. Weitere Infos vom Zoll bezüglich Zeiten und Voraussetzungen bekommen Sie hier.

Sollten Sie noch Unterstützung benötigen, können Sie sich gern an uns wenden. Die nächste Änderung kündigt sich schon an: am 23.11.2017 wurde bereits das EDI Handbuch für ATLAS 8.9 zur Verfügung gestellt. Auch AES 3.0 wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Neben den Änderungen in der EU sind auch aktuelle weltpolitische Ereignisse Grund für Anpassungen in der Zollabwicklung. So hat z.B. die EU mit dem Beschluss (GASP) 2017/2063 und 2074 vom 13. November 2017 ein Waffenembargo über Venezuela verhängt. Um nun Waren, die nicht vom Waffenembargo betroffen sind für den Export nach Venezuela anmelden zu können wird die Codierung 3LNA/VE (siehe ATLAS – Info 1021/18 v. 03.01.2018) oder Y920/VE bzw. Y921/VE (TN-Info 4468/2017) benötigt. Die technischen Änderungen für das GTS zu den Teilnehmerinfos wurden von der SAP mit den Hinweisen 2584886 und 2573771 zur Verfügung gestellt. Durch Einspielen der Hinweise und Hinterlegung der Codierung ist die Nutzung in der Zollanmeldung im SAP GTS sofort verfügbar. Auch eine automatisierte Unterlagenfindung anhand der statistischen Warennummer und des Bestimmungslandes kann im SAP GTS umgesetzt werden – für den Export und den Import. Das möchten Sie sehen? Dann melden Sie sich bei uns. Wir zeigen Ihnen wie es funktioniert.

In Sachen Freihandelsabkommen ist nichts beständiger als der Wandel. So wurde mit CETA final ein Freihandelsabkommen mit Kanada geschlossen, welches es technisch umzusetzen und in die Präferenzabwicklung einzubinden gilt. Immerhin können EU-Unternehmen so jährlich ca. 590 Mio. € Zölle sparen. Dazu gab es vom Zoll Informationen als TN Info 3650/17 und 4046/17 bezüglich der Importbedingungen. Ein weiteres von vielen geplanten Abkommen bildet das Abkommen mit Japan. Durch die gescheiterten Verhandlungen mit den USA zum TPP (Trans-Pacific Strategic Economic Partnership), rückt die EU als möglicher Partner für die Länder immer mehr in den Fokus, auch wenn die Umsetzung eher in Einzelabkommen gestaltet wird. Das bisherige Exportvolumen über 58 Milliarden € nur für Waren von der EU nach Japan kann durch Reduzierung der Handelshemmnisse sicherlich weiter ausgebaut werden. Die Anpassung von Abkommen – gleich ob neue oder bestehende – und die Abwicklung von Präfenzen wird durch den Einsatz von SAP GTS positiv unterstützt. Grade im Bereich der Präferenzabwicklung wurde in den vergangenen 2 Jahren von der SAP im Dialog mit  Kunden optimiert und ergänzt. Mit dem neuen ergänzenden Produkt IBPP (Identy Based Preference Processing) ist es jetzt auch möglich eine Chargen bzw. Serialnummern bezogene Präferenz auszuweisen. Sie sind interessiert? Dann kontaktieren Sie uns. Wir zeigen Ihnen gern, was die Lösung zu bieten hat.

Es bleibt also spannend im Bereich Außenhandel!

-von Astrid Roschlaub, Head of CoE Global Trade Service, itelligence AG-
E-Mail: Astrid.Roschlaub@itelligence.de

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