IT-Strategie: Abwarten kann die Zukunft kosten!

Grafik von der Geschäftsstrategie zur IT-Strategie

Jeder weiß um die Bedeutung einer IT-Strategie. Wer aber wissen möchte, wo die großen digitalen Herausforderungen des Mittelstands liegen, sollte einen Blick hinter die Kulissen der IT-Abteilungen werfen. Oberflächlich betrachtet läuft der Betrieb „rund“: Das IT-Team arbeitet zahlreiche Routineaufgaben ab, um die Systeme und Anwendungen stabil zu halten und das Tagesgeschäft abzusichern. Die heterogene, über die Jahre gewachsene Systemlandschaft benötigt schließlich einen hohen Pflegeaufwand.

Kommen zusätzlich Anfragen und Anforderungen aus den Fachbereichen und vom Management, reagiert das Team, so schnell und so gut es geht. Andere Aufgaben mit niedrig eingeschätzter Priorität kommen dagegen auf eine (unter Umständen lange) To-Do-Liste. Wenn dann noch Zeit bleibt, werden neue Technologien getestet und nach positivem Ergebnis eingeführt – sofern das Budget reicht und das Management mitspielt. Ansonsten bleibt es bei einer Projektskizze. Eine Folge: In vielen Unternehmen entsteht eine „Schatten-IT“: Die Fachbereiche behelfen sich mit eigenen Soft- und Hardware-Lösungen – die neben der offiziellen IT-Infrastruktur und ohne das Wissen der IT-Abteilung eingeführt werden und laufen.

Ressourcen an der falschen Stelle

Auf diese Weise werden Ressourcen für Insellösungen und kurzgegriffene Ansätze verschwendet, wo doch eigentlich zukunftsrelevantere Aufgaben warten. Denn fast jedes Unternehmen muss sich derzeit mit dem digitalen Wandel und weitreichenden Umbrüchen auseinandersetzen: Sei es durch härteren Wettbewerb, durch eine Internationalisierung der Geschäftsprozesse, durch einen Generationenwechsel im Unternehmen oder schwerwiegende Disruptionen in der Branche. Gerade dann ist ein strategisches Vorgehen der IT gefragt, sprich eine IT-Strategie, die an die Unternehmensstrategie gekoppelt ist.

Die meisten IT-Abteilungen wissen das. Sie wissen auch, dass gehandelt werden muss, um den Anschluss nicht zu verlieren. Es mangelt nicht an guten Ideen und Ansätzen, aber eine Methodik fehlt. Und das Alltagsgeschäft lastet die Mitarbeiter bereits aus. Es gibt die Sorge vor überfordernden Innovationsprojekten. Und deshalb bleibt es oft dabei: Die IT-Mitarbeiter arbeiten reaktiv. Eine pragmatische IT-Strategie? Fehlanzeige.

Unterstützung: Mangelware

Zudem fehlt es häufig an gezielter Unterstützung aus der Geschäftsleitung. Dort sieht IT-Planung oft so aus, dass Lösungen für einzelne Handlungsfelder und Fachbereiche gefordert werden. Aber das „Big Picture“ fehlt. Das Management formuliert und feilt zwar an der Unternehmensstrategie – die Konsequenzen für die Ausrichtung der IT bleiben aber unklar. Dem IT-Team wird der alltägliche IT-Betrieb zugetraut, aber keine strategische Handlungsfähigkeit; der IT-Leiter hat sich noch nicht die Rolle eines typischen CIO oder CDO erarbeitet. Dabei besteht gerade hier die Chance, mehr als bisher zu bewegen – nämlich als IT-Leiter die Initiative zu ergreifen, strategisch zu planen und abgestimmt zu handeln.

IT-Strategie investiert in gemeinsames Handeln

Wie lassen sich Innovationen also planvoll vorantreiben? Zunächst einmal brauchen IT-Abteilung und Geschäftsleitung Verständnis für die gemeinsamen Ziele. Und den Willen, aus der Unternehmensstrategie eine IT-Strategie abzuleiten. Mit den geeigneten Methoden entwickeln sie gemeinsam Ziele und Leitplanken und analysieren den Ist-und den Soll-Zustand der IT. Dabei werden sie häufig von externen Experten unterstützt. In dieser Phase entstehen bereits wertvolle Erkenntnisse, zum Beispiel:

  • Transparenz über den aktuellen Zustand der IT und nicht genutzte Potentiale
  • Objektive Auskunft über den Mehrwert der IT
  • Ein formuliertes „Big Picture“ und eine Zielausrichtung für die IT
  • Sicherheit, dass Geschäftsziele und IT-Lösungen zueinander passen
  • Technologische Innovationen werden erkannt und mit den Business-Anforderungen zusammengebracht
  • Ein abgestimmter und verlässlicher Fahrplan für IT-Investitionen und Projekte („IT-Roadmap“)
  • Die Gewissheit, dass die IT für die Zukunft richtig aufgestellt ist und Ressourcen nicht verschwendet werden

Am Ende stehen eine pragmatische IT-Strategie und eine IT-Roadmap, die dabei helfen, alle zukünftigen IT-Aktivitäten und Investitionen nach Unternehmenszielen und Geschäftsprozessen auszurichten und spürbaren Mehrwert zu erzeugen.

IT-Strategie: Schnelle Erfolge vor dem eigentlichen Projektstart

Vielfach ergibt sich ein sichtbarer Mehrwert aber auch schon vor Abschluss einer Strategieentwicklung. Denn bereits während der Analysen werden kleine, schnell umsetzbare Themen entdeckt, die, mit überschaubaren Lösungen umgesetzt, für mehr Effizienz bei einzelnen Prozessen sorgen („quick wins“). Oft ist eine kurzfristige Umsetzung möglich, weil die Lösung ins „Big Picture“ passt. Auf das komplette Fertigstellen der IT-Roadmap muss dann nicht gewartet werden.

Wo stehen Sie heute, wo möchten Sie hin? Wenn auch Sie überlegen, eine IT-Strategie zu formulieren und umzusetzen, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei, eine individuelle und pragmatische IT-Strategie zu gestalten – basierend auf Ihrer Unternehmensstrategie und beständig für die Anforderungen der Zukunft.

 

– von Michael Eilhoff, Strategy & Process Consultant, Innovation & Strategy, itelligence AG –
E-Mail: [email protected]

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