Mit Drohnen und künstlicher Intelligenz im Einsatz für die Umwelt

Digitale Innovationen und Umweltschutz – wie gut das zusammen geht, zeigt ein Projekt, das wir von itelligence zusammen mit NTT DATA Japan und der dänischen Drohnenfirma Prodrone in vier dänischen Gemeinden in Jütland umgesetzt haben. Dabei geht es um die intelligente Bekämpfung des Riesenbärenklaus, einer mannshohen, giftigen Schädlingspflanze. Eine Berührungen dieser Pflanze verursacht in Verbindung mit Tageslicht sehr schwere allergischen Hautreaktionen. Die Bekämpfung ist allerdings kein leichtes Unterfangen, denn schon die Suche nach der Pflanze gestaltet sich auf manuelle Weise trotz ihrer Größe als mühsam und zeitaufwändig. Gemeinsam mit Prodrone haben wir die Kartierung der Pflanze mithilfe digitaler Technologien automatisiert. Ein spannendes Projekt, für das wir vor kurzem von der SAP bei den SAP Innovation Awards 2019 in der Kategorie „Process Innovator“ ausgezeichnet wurden.

Mit der Drohne auf Schädlingsjagd

Die Suche nach der Giftpflanze erfolgt dabei per Drohne und mit intelligenten Bilderkennungsverfahren. Dafür kommen in dem Projekt künstliche Intelligenz, Machine Learning und Big-Data-Technologien zum Einsatz. Hier konnten wir nicht nur auf unsere eigene umfangreiche Erfahrung mit diesen Technologien zurückgreifen. Auch unser Partner Prodrone verfügt über umfassende Erfahrung im Umgang mit großen Datensammlungen von Drohnenflügen und ist für die Nutzung von Drohnen über öffentlichen Bereichen zertifiziert.

Bilderkennung mit künstlicher Intelligenz

Die größte Herausforderung bestand darin, den Bilderkennungsalgorithmus mit einer ausreichend großen Menge an Daten zu versorgen, um das neuronale Netz optimal auf die Erkennung des Riesenbärenklaus zu trainieren. Dazu wurden bereits bekannte Bestände der Schädlingspflanze fotografiert, von Biologen manuell analysiert und gekennzeichnet. Anschließend konnten die Daten zum Aufbau des Bilderkennungs-Algorithmus genutzt werden. Mit diesem ausgestattet, sind unsere Drohnen eigenständig dazu in der Lage, den Riesenbärenklau zu erkennen. Nachdem sie den Schädling identifiziert haben, sendet sie geo-markierte Bilder an den Anwender – meist Kommunen und private Landbesitzer. So wird genau aufgezeigt, wo sich die Pflanze befindet. Dadurch wird der zeitliche Aufwand für die Suche und Bekämpfung des Riesenbärenklaus erheblich gesenkt und der Ablauf optimiert.

Mehrwert statt Selbstzweck: Die Digitalisierung klug nutzen

Für mich als Projektleiter ist das gemeinsame Umweltprojekt mit Prodrone ein gutes Beispiel dafür, wie künstliche Intelligenz zur Lösung konkreter alltäglicher Probleme eingesetzt werden kann. Denn für uns bei itelligence ist es in allen Kundenprojekten stets am Wichtigsten, mit dem Einsatz digitaler Innovationen einen konkreten Mehrwert zu schaffen. Das heißt, Digitalisierung nicht als Selbstzweck zu begreifen, sondern zum Meistern einer bestimmten Herausforderung zu nutzen. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, bieten digitale Technologien riesiges Potenzial – selbst im Kampf gegen das „Unkraut im Hinterhof“, wie im Falle unseres hier beschriebenen Umweltprojektes.

– Christian Schmidt, Director Innovation Technologies for intelligence & Projektleiter im Umweltprojekt mit Prodrone, itelligence AG –
E-Mail: Christian.Schmidt@itelligence.de

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