Mobile App – Welche App-Variante darf es sein?

Die Menschen haben sich an den täglichen Umgang mit Smartphone und Tablet-PCs gewöhnt. Auch in Maschinenhallen, Operationssälen und im Außendienst ist der Einsatz von mobilen Geräten stark im Kommen. Mobile first ist in allen Branchen angesagt, aber mobile Anwendungen (Mobile App) können technisch in diversen Varianten entwickelt werden: als Native Apps, Webapps, Hybrid Apps oder Cross-Plattform-Framework. Was sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Technologien?

Mobile Geräte vereinfachen viele geschäftliche Situationen: Retouren lassen sich per Scan erfassen, der Vertriebsaußendienst erfasst Kundendaten, Besuchsberichte und legt Folgeaktivitäten fest, während er noch beim Kunden ist. Die direkte Integration mit einem ERP- und CRM-System ermöglicht die direkte Leaderfassung auf einer Fachmesse, die Dokumentation von Mitarbeitergesprächen oder das Aufnehmen von Prüfberichten für das Qualitätsmanagement. Professionelle CRM-Lösungen bringen Mobilität quasi vom Werk aus bereits mit. So können Mitarbeiter beispielsweise mit der itelligence-Lösung it.digital sales all ihre Kundendaten, Besuche oder internen Aufgaben, Opportunities, Verkaufschancen, Projekte und Dokumente auf einer Plattform verwalten – ganz ohne Systembrüche. Die funktioniert selbstredend auch mobil und offline. Natürlich erfordert der Erfolg von Apps Performance und Anwenderfreundlichkeit. Auf diese Faktoren hat die technische Basis einer mobilen App großen Einfluss.

Native Apps – anspruchsvolle Stars

Es ist eine grundlegende Entscheidung bei der Entwicklung von Mobile Apps, deren technische Basis festzulegen. Sie kann später nur mit großem Aufwand geändert werden. Grob gibt es vier Arten: Native Apps, Webapps, Hybrid Apps oder Apps auf Basis eines Cross-Plattform-Frameworks.

Man spricht von einer Native App, wenn sie in der Entwicklungssprache der jeweiligen Plattform (iOS, Android oder Windows) realisiert wird. Alle mobilen Apps laufen als Native-Variante schneller und die Stabilität ist herausragend. Außerdem funktioniert beispielsweise die Offline-Funktion sehr zuverlässig. Mit der Offline-Funktion erfasst der Außendienst Daten, die später ins CRM gespielt werden, oder Ingenieure erfassen an abgelegenen Standorten Maschinendaten.

Native Apps schaffen den Anwendern beste Erfahrungen und sie sind sehr zukunftssicher. Aber sie sind teuer, da eine dedizierte Entwicklung für jede Plattform notwendig ist und für Aktualisierungen ein Update in jedem App Store eingereicht werden muss, das sich die Nutzer installieren müssen.

Webapps – nur eine Webseite

Webapps sind eigentlich nur Webseiten, die sich vernünftig auf einem mobilen Gerät jeder Plattform anzeigen und bedienen lassen. Entsprechend braucht man einen Browser, um sie anzuzeigen, und App-Icons sucht man vergebens. Obwohl sich Anpassungen leicht durchführen lassen und sie gleich verfügbar sind, konnten sich Webapps nicht gegen Native Apps durchsetzen. Performance und Anwenderfreundlichkeit sind gering. Der Funktionsumfang ist stark eingeschränkt: z.B. Offline-Funktionen und Push-Benachrichtigungen.

Hybrid Apps – die Verbindung von Native Apps und Webapps

Die Hybrid Apps zeigen HTML-Inhalte in einem nativen Rahmen an, was Einschränkungen der Webapps ausgleichen kann. Wenn Unternehmen bereits eine mobil optimierte Website betreiben, ist eine Hybrid App eine kostengünstige Variante, die Synergien zwischen den Plattformen hebt und sogar in den App Stores eingereicht werden kann.

Allerdings ist die technische Konzeption recht komplex: Welche Funktionen und Inhalte liefert HTML, welche liefern native Komponenten? Wegen der hohen Fehleranfälligkeit ist eine sehr genaue Planung notwendig. Insgesamt kann die Schnelligkeit eingeschränkt sein, was die Nutzererfahrungen schmälert.

Cross-Plattform-Frameworks – stark im Kommen

Über die Cross-Plattform-Frameworks entwickelt man Native Apps für mehrere Plattformen gleichzeitig. Die Apps für iOS oder Android greifen auf dieselben Datenbanken, Schnittstellen, Algorithmen etc. zu, was man auch „Core“ nennt. Nur die Oberflächen werden noch plattformspezifisch entwickelt. Das spart Zeit und Geld bei der Entwicklung und bei der Wartung.

Apps auf Basis eines Cross-Plattform-Frameworks nutzen den vollen Funktionsumfang wie die Native Apps. Allerdings entstehen Lizenzkosten für das Framework und eine Abhängigkeit vom Framework-Anbieter, der regelmäßig Updates liefern sollte. Wenn er diese nicht bereitstellt, können Sicherheitsrisiken entstehen. Frameworks werden zunehmend stärker, da sie Einfachheit mit Performance verbinden. Dienstleister wie wir bei itelligence bieten deshalb vorbereitete Apps, die auf Cross-Plattform-Frameworks laufen, sich einfach bedienen lassen und schnell sind. Für die Entwicklung setzen die Profis auf SAP Cloud Platform und SAP Fiori, um optimale Anbindungen zu gewährleisten.

Apps wie Mobile CustomerFocus Pro, Mobile InfoCollector oder Mobile SalesKit erlauben den Zugriff auf wichtige Dokumente, Kundenstammblätter, eine Offene-Posten-Liste etc. – ganz gleich, wo sich Mitarbeiter gerade befinden. Webapps sind im Vergleich zu den Apps auf Basis eines Cross-Plattform-Frameworks weniger leistungsfähig und bieten manchmal nicht die benötigten Funktionen.

Mobile Apps: Was Sie noch wissen sollten …

Um die konkrete Entwicklung und Umsetzung einer mobilen App kennenzulernen, empfehlen wir, sich die Aufzeichnung eines Webinars anzusehen. Sie sehen, wie Sie mit SAP-Fiori-Anwendungen mobile Anwendungen realisieren, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Die Cloud macht es möglich.

Weitere Informationen finden Sie im aufgezeichneten Webcast „Cloud Computing mit der SAP Cloud Platform“.

 

                    – von Constantin Frhr. Teuffel von Birkensee, Expert SAP-Cloud-Platform, Product Development, itelligence AG –

E-Mail: [email protected]

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