Neuer Standard: Elektronische Rechnungsstellung mit PEPPOL

Möchten Sie oder Ihre Kunden europaweit Rechnungen elektronisch versenden/empfangen? Müssen Sie elektronische Rechnungen an Behörden schicken? Nutzen Sie den Standard XRechnung oder ZUGFeRD? Dann wird PEPPOL jetzt wichtig für Sie.

Was ist PEPPOL?

2008 rief die Europäische Kommission das Projekt PEPPOL ins Leben. Es steht für Pan-European Public Procurement Online, also etwa „europaweites elektronisch unterstütztes öffentliches Beschaffungswesen“. Das Ziel: Unternehmen in Europa sollen in der Lage sein, Waren und Dienstleistungen an alle öffentlichen Einrichtungen in Europa zu verkaufen und dies elektronisch abzuwickeln.

Frühere e-Procurement-Lösungen waren oft regional oder branchenspezifisch begrenzt, sodass der Austausch mit internationalen Partnern erschwert oder unmöglich war. Daher wurden nun Standards für gemeinsame E-Procurement-Prozesse festgelegt, die Behörden, öffentliche Institutionen, Industrie und IT-Anbieter nutzen können – auf Basis einer Open-Source-Technologie. Ende 2016 waren bereits 72.000 europäische Unternehmen und Behörden an das PEPPOL-Netzwerk angeschlossen. Inzwischen ist PEPPOL die verbreitetste Lösung für die elektronische Rechnungsstellung: Rund neun Millionen elektronische Rechnungen und Dokumente werden jeden Monat ausgetauscht. Mehr als 200.000 öffentliche Einrichtungen und Unternehmen sind über 200 zertifizierte Zugangspunkte mit dem Netzwerk verbunden.

UBL-Rechnung, PEPPOL-ID und Co.

Über das Netzwerk von PEPPOL können Unternehmen sich gegenseitig gesicherte Nachrichten schicken, die sogenannten UBL-Rechnungen. Dank der PEPPOL-ID lassen sich Unternehmen und Behörden automatisch identifizieren. Wichtig: Das Netzwerk ist der Übertragungsweg für Daten, während XRechnung und ZUGFeRD die neuen Standards für elektronische Rechnungen definieren.

Vorteile von PEPPOL gegenüber anderen Lösungen

  • PEPPOL ermöglicht Unternehmen die elektronische Kommunikation mit allen öffentlichen Institutionen im Beschaffungs- und Rechnungsstellungsprozess (B2G). Gleiches gilt für Transaktionen zwischen privaten Unternehmen (B2B). Das erhöht die Effizienz und senkt die Kosten.
  • …deckt den gesamten elektronischen Beschaffungsprozess ab und ist nicht auf den Rechnungsaustausch begrenzt.
  • …erlaubt einen sicheren und zuverlässigen Austausch von elektronischen Dokumenten mit allen im PEPPOL-Netzwerk registrierten Akteuren.
  • …bietet einen Zugang zu dem Zentralen Rechnungsportal des Bundes (ZRE).
  • …ermöglicht eine leichte Integration in bestehende Systeme und Standards.

 

Zugang zu PEPPOL erhalten

Für die öffentliche Verwaltung in Deutschland ist PEPPOL inzwischen der Kommunikations- und Transport-Standard. Um Rechnungen an den Bund (ZRE) oder an andere Länderportale einzureichen, stehen aber verschiedene Wege zur Verfügung:

  • Weberfassung
  • Upload
  • E-Mail ([email protected])
  • De-Mail
  • e-rechnung.bremen.de
  • PEPPOL (Webservice) über itelligence

 

Mit Ausnahme des PEPPOL-Netzwerks sind die o.g. Wege allerdings für Unternehmen mit einem größeren Volumen nicht geeignet, zumal die Dokumentengröße auf 10 MB pro E-Mail und Rechnung begrenzt ist. Das Netzwerk von PEPPOL stellt hier die beste Option zur automatisierten Rechnungsübertragung dar – eine Verbindung zu allen Plattformen.

Die Nutzung der PEPPOL-Transport-Infrastruktur erfolgt ohne Roaming-Gebühren über sogenannte Access Points (AP). Die itelligence AG bietet Ihnen diese Zugangspunkte an.

Möchten Sie Mitglied im PEPPOL-Netzwerk werden, sprechen sie uns gerne jederzeit an.

Zusätzliche Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten der elektronischen Rechnungsübertragung finden Sie in diesem Solution Brief.

 

– von Meik Hempel, Program Manager, itelligence AG –
E-Mail: [email protected]

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