Product Lifecycle Management (PLM): Ein Konzept verändert die Welt

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In einer Zeit, in der sich Märkte immer schneller wandeln, in der Produktionsplanungen und -methoden immer komplexer werden und in der immer höhere Kundenansprüche befriedigt werden wollen, kann der Weg von einer Produktidee bis zur tatsächlichen Produktion und Vermarktung mit allerlei Stolpersteinen gepflastert sein.

Die ersten Schritte

Produktentwicklung ist nicht nur ein stetiges Rennen gegen die Uhr. Es muss zudem sichergestellt werden, dass in jeder Phase des Produktlebenszyklus die jeweiligen Prozesse perfekt aufeinander abgestimmt sind. Ohne ein gut funktionierendes Product Lifecycle Management (PLM) sind die heutigen Aufgaben eines produzierenden Unternehmens kaum mehr zu stemmen.

Zu Zeiten der industriellen Revolution bis hinein ins 20te Jahrhundert war das Entwickeln von Produkten noch eine recht überschaubare Angelegenheit. Meist arbeiteten kleine Teams an einem zentralen Standort an ihren innovativen Ideen. Aufgrund einer niedrigen Erwartungshaltung der Märkte hatte man dabei viel Zeit – oftmals Jahre bis Jahrzehnte. Die Strukturen und Prozesse waren noch verhältnismäßig simpel. So war es tatsächlich möglich, dass Einzelne über jeden Schritt der Entwicklung eines neuen Produkts im Bilde sein konnten.

Neue Technologien bringen neue Methoden

Doch mit zunehmender technologischer Entwicklung nahm die Sache schon bald rasant an Fahrt auf. Dadurch mussten Strategien entwickelt werden, mit denen die Kollaboration aller Beteiligten analysiert und optimiert werden konnte. Einer der ersten Bereiche, in denen frühe Konzepte der heute üblichen PLM-Methoden angewendet wurden, war die Raumfahrt. Man hatte es hier mit einer völlig neuen technischen Komplexität zu tun, die bedingt durch den „Wettlauf zum Mond“ auch noch einem enormen Zeitdruck unterlag. Obwohl man hier in Bereiche vordrang, in denen sich Menschen noch nie bewegt hatten, durfte man sich bei der Planung keine Fehler erlauben. Designentscheidungen und Beschaffungsprozesse mussten perfekt durchkalkuliert und vorsimuliert werden.

Software macht den Unterschied

Auch in den folgenden Jahrzehnten waren vor allem die auf Technologie spezialisierten Unternehmen wie Luftfahrt und Automobilindustrie die wesentlichen Treiber für diesen neuen Ansatz der Entwicklung. Durch den Beginn der digitalen Revolution in den 90er Jahren erreichten die dabei verwendeten Software-Systeme dann einen Reifegrad, der das Konzept PLM für eine Vielzahl von Branchen interessant werden ließ. Rasch wurde erkannt, dass die nahtlose Integration sämtlicher Informationen, die im Verlauf des Lebenszyklus eines Produktes anfallen, entscheidende Vorteile für Entwurf, Konstruktion, Produktion und Dienstleistung mit sich bringt. Durch ein sinnvolles Management von Produktdaten und der damit verbundenen Dokumentation wurde ein neuer Grad von Transparenz erreicht. Unterstützt wurde dies durch eine Reihe von Werkzeugen, die das Auswerten und die Verarbeitung dieser Informationen erheblich vereinfachen konnten.

Grafik PLM Prozess mit S4HANA

PLM heute: Grundlegende Unterstützung für alle Anwender

Der Hemmschuh für diese Entwicklung lag anfangs allerdings noch in der Tatsache, dass unterschiedlichste Systeme nebeneinander zur Anwendung kamen. Damit war ein arbeitsintensives Übertragen von Daten zwischen diesen Systemen an der Tagesordnung. Konsequenterweise strebten die Softwaresysteme der neuen Generation danach, alle Daten unter einem Dach zu versammeln.

SAP PLM bietet eine zentralisierte Lösung, mit der bereichs- und unternehmensübergreifend eine konsequente Nachverfolgung und Steuerung von Produktinformationen über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglicht wird. Im Kern bietet die SAP PLM-Umgebung eine umfassende Produkt-Stammdatenverwaltung, in der alle anfallenden Daten wie Stücklisten, Spezifikationen oder Arbeitspläne in einem „Single point of truth“ gebündelt sind. Darüber hinaus werden Kooperationsplattform geboten, die über Lösungen wie S/4HANA Cloud für Intelligent Product Design, Document Center, DVSJAM, oder Folders Management eine Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Abteilungen ermöglichen.

Intuitiv und ohne komplizierte Schnittstellen

Durch intuitive Benutzeroberflächen können bereits in den Anfangsphasen der Entwicklung verschiedenste Konfigurationen entworfen werden. Später werden diese zur finalen Bearbeitung in dedizierten CAD-Anwendungen nutzbar – ohne komplizierte und anfällige Schnittstellen. Und diese finalen Entwürfe können dann unter Nutzung von Konstruktions- und Fertigungsstücklisten aus dem CAD direkt in die Fertigung überführt werden. Die Synchronisation aller Daten in jedem Stadium eines Projekts stellt dabei sicher, dass alle Anwender immer mit den aktuellen und vollständigen Informationen arbeiten. Zudem werden dabei automatisch die gesetzlichen Anforderungen der Produkt-Compliance eingehalten werden.

– von Kenan Sen, Leitung Geschäftsbereich Product Lifecycle Management (PLM) & MDM, itelligence AG –
E-Mail: Kenan.Sen@itelligence.de


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