SAP entwickelt HR-Portfolio weiter: Aus SAP HCM wird SAP HXM

SAP entwickelt HR-Portfolio weiter: Aus SAP HCM wird SAP HXM

SAP Human Capital Management (HCM) wird zu SAP Human Experience Management (HXM): Die SAP bietet ab sofort eine erweiterte HR-Komplettlösung an – als Weiterentwicklung des bekannten Human Capital Management. Aber worum geht es beim neuen HXM-Ansatz? Und für welche Unternehmen lohnt sich das Thema?

Mitarbeiter stärker einbinden und motivieren, um wirtschaftlich erfolgreicher zu sein – dieses Ziel sollten Unternehmen jeden Tag verfolgen. Untersuchungen zeigen, dass positive Erlebnisse nicht nur für mehr Zufriedenheit bei den Kollegen und weniger Fluktuation sorgen, sondern auch für bessere Geschäftsergebnisse.

Allerdings fokussieren sich traditionelle SAP HCM-Systeme auf die Anforderungen der Personalabteilungen: Sie dienen vor allem dazu, mit hierarchisch gestalteten Prozessen Daten zu erfassen, Vorgänge zu bearbeiten – und bestenfalls zu automatisieren. Bisher wenig Beachtung fand das eigentliche Nutzererlebnis innerhalb der HR-Welt. Und das widerspricht den gestiegenen Erwartungen der Mitarbeiter.

Die cloudbasierte SAP SuccessFactors HXM Suite baut auf bestehenden Lösungen auf und schafft Erlebnisse, die einzelnen Mitarbeitern, Teams und Organisationseinheiten zu Gute kommen. Personalabteilungen können damit mehr denn je zum Erfolg ihres Unternehmens beitragen. Nun stellen Sie sich sicher eine Frage: Wie kann ich mein Personalmanagement zu einem Human Experience Management entwickeln?

SAP HXM nutzen heißt, HR auf die Endanwender ausrichten

HCM-Systeme entsprachen bisher vorrangig den von isolierten Abläufen gekennzeichneten HR-Betriebsmodellen. SAP HXM zielt dagegen auf die Arbeitsweise der Menschen ab. Und Menschen arbeiten und denken nicht in isolierten Kategorien. Ein Filialleiter etwa, der in kurzer Zeit ein Team für die Hauptsaison zusammenstellen will, muss die einzelnen Schritte schnell erledigen: Budgetplanung, Formulierung der Position, Erstellung der Stellenanforderung, Bewerberauswahl, Onboarding und mehr.

Das kann an einem Tag zu schaffen sein. Bei HCM-Systemen hätten hier die Anforderungen der Personalabteilung und deren Unterstützung bei den einzelnen Aktivitäten im Vordergrund gestanden. Bei SAP HXM wird das Augenmerk zuerst auf den Filialleiter gerichtet. Was braucht er, um erfolgreich zu sein? Wo und wie lassen sich nicht wertschöpfende Schritte automatisieren? Wie können Mitarbeiter eingestellt und so schnell wie möglich produktiv werden?

Für diese Aufgaben stellt HXM vernetzte Tools zur Verfügung. Und damit einhergehend wird eine Schleife in Gang gesetzt, in der man die jeweils Beteiligten zeitnah zu ihren Erfahrungen befragt und Verbesserungsvorschläge einbezieht.

Den Mitarbeitern zuhören: O-Daten und X-Daten

Eine Hauptfunktion der traditionellen HCM-Lösungen: Daten erfassen und Vorgänge bearbeiten. Gespeichert werden operative Daten (O-Daten), beispielsweise das Verhältnis von Vertragsangeboten zu Einstellungen, die Einarbeitungszeit und die Fluktuation. Diese Daten zeigen, was bisher geschehen ist. Sie sind hilfreich, um zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren und die Weichen zu stellen. Allerdings ist das nur eine Perspektive.

Neben dem „Was” ist nämlich auch das „Warum” wichtig. Mit SAP Human Experience Management können Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden etc. Erfahrungsdaten (Experience-Daten, kurz: X-Daten) erfassen. Diese geben darüber Auskunft, warum etwas geschieht. Die Kombination beider Datentypen erlaubt es Ihrem Unternehmen, die Nutzererfahrung grundlegend zu verbessern – für jeden einzelnen Kollegen oder weiter gefasst auf Programmebene.

Ihr Unternehmen kann kontinuierlich Feedback sammeln und zwar dann, wenn es darauf ankommt. Beispielsweise ist es möglich, neue Mitarbeiter mit einer einfachen Umfrage nach den ersten 30 Arbeitstagen zu ihren ersten Eindrücken zu befragen.

Mit X-Daten gewinnen Unternehmen Einblicke in die Erfahrungen von Bewerbern und neuen Mitarbeitern. Sie können einschätzen, wie gut ihre Recruiter reagieren, ob sich neue Kollegen optimal in die Teams integriert fühlen, wie wirkungsvoll Schulungen sind, wie viel Vertrauen die Mitarbeiter in die Führungskräfte haben und vieles mehr.

Verknüpft man diese Daten mit typischen O-Daten wie der Akzeptanzrate und der anfänglichen Leistung, können HR-Manager sehen, welche Verbesserungen sie vorrangig angehen sollten.

Intelligente Technologien einbinden mit SAP HXM

Mit SAP HXM können Unternehmen ihren Mitarbeitern besonders ansprechende Erlebnisse bieten, denn neue Technologien werden ganz gezielt eingesetzt. Beispielweise kann maschinelles Lernen genutzt werden, um Mitarbeitern Empfehlungen und Denkanstöße zu geben, die sie dazu anregen, aktiv etwas für ihre Karriere oder ihre Gesundheit zu tun. Eine integrierte Chatfunktion hilft Führungskräften, Aufgaben effizienter zu erledigen oder bei der Suche nach Informationen.

Im Idealfall fühlen sich die Mitarbeiter dadurch wertgeschätzt, und zwar in zweierlei Hinsicht: Sie können ihre Arbeit schneller und einfacher erledigen – und ihre Meinungen und Vorlieben finden Beachtung bei der Personalabteilung

Überall dort, wo es um Menschen geht

Der Einsatzbereich von SAP Human Experience Management geht weit über die Personalabteilung hinaus. HXM erstreckt sich auf alle Tätigkeiten, bei denen es um Mitarbeiter geht, beispielsweise Reisen oder Beschaffung. Und SAP HXM macht bei den SAP-Anwendungsbereichen nicht halt. So lassen sich auch über die Grenzen des HR hinweg, beispielsweise innerhalb des Kunden/Mitarbeiterverhältnisses, die Wahrnehmung beider Gruppen messen, um so wichtige Erkenntnisse für die personelle Weiterentwicklung zu gewinnen.

Mit einer umfassenden, offenen und vernetzten Plattform haben Unternehmen Zugriff auf Lösungen und Tools, die für den nahtlosen Einsatz mit SAP-SuccessFactors-Software konzipiert sind. Beispielsweise ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz für die Terminierung von Bewerbungsgesprächen oder die Nominierung von Kollegen für Prämien möglich.

SAP HXM ist eine HR-Evolution statt Revolution

SAP HXM ist das Ergebnis von jahrelanger Arbeit, bei der untersucht wurde, wie die Menschen arbeiten und was sie von ihren Arbeitgebern brauchen, um die bestmögliche Arbeit zu leisten und sich voll einzubringen. Die HXM-Vision der SAP ist ehrgeizig. Das bedeutet aber nicht, dass Vorhandenes radikal ersetzt werden muss. Auch eine Reihe strategischer, genau getimter Veränderungen führt zum Ziel. Auf diese Weise kann jedes Unternehmen in dem Tempo, das zu seinen Prioritäten passt, seine HR-Arbeit zukunftsfähig aufstellen und weiterentwickeln.

– Udo Ley, Team Manager SAP HCM & SuccessFactors, itelligence AG –
E-Mail: [email protected]

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