CONNECT 2018: itelligence zeigt die Dimension der Innovationstechnologie im Intelligent Enterprise Truck von SAP

Wie Drohnen und Bilderkennung dem Umweltschutz dienen, zeigt itelligence auf der CONNECT 2018 – SAP Partner Summit. Im Intelligent Enterprise Truck können Interessenten in einer 360-Grad-Projektion hautnah Innovationsthemen wie Big Data, Blockchain und Machine Learning erleben. Das Projekt nutzt dazu fast das komplette Portfolio der SAP-Innovationstechnologien und integriert sich eng in die Storyline der SAP zur virtuellen Stadt.

Innovations-Showcases im Multimedia-Sattelschlepper

Der Intelligent Enterprise Truck von SAP ist ein Highlight der CONNECT 2018 am 6. und 7. November in Düsseldorf. Auf einem Sattelschlepper installiert die SAP eine 7 mal 5 Meter große Bühne mit 360-Grad-Projektion, Touch-Walls und Sprachsteuerung. Interessenten erleben in Videos, animierten Präsentationen und Live Demos den Praxiseinsatz von Innovationstechnologien wie Big Data, Blockchain und Machine Learning.

Im Intelligent Enterprise Truck wird Innovation am Beispiel einer virtuellen Stadt erlebbar. itelligence zeigt am 6. November und 7. November  in fünf Sitzungen zu je 25 Minuten Projekte aus den Bereichen Integration, Usability (Benutzerfreundlichkeit) und Extensibility (Erweiterungsmöglichkeiten) auf der Basis der SAP Cloud Platform. Die itelligence-Experten stellen dazu eine Augmented Reality App vor. Beim zweiten Beispiel zeigt itelligence ein Pilotprojekt: Echte Drohnenbilder von realen Wäldern und Feldern werden von einer Bildauswertungssoftware analysiert. Das Besondere: Die Software arbeitet auf der Basis von maschinellem Lernen und neuronalen Netzen. Schädliche Pflanzen werden auf den Bildern entdeckt und identifiziert.

Machine Learning erkennt in Bildern Schädlingsbewuchs

Konkret geht es in diesem itelligence-Projekt um den Riesen-Bärenklau, eine mannshohe Pflanze mit breitlappigen Blättern. Der Saft dieser Blätter löst in Verbindung mit Sonnenlicht beim Menschen Vergiftungen der Haut aus, sogenannte phototoxische Reaktionen. Da sich diese Pflanzen rasant ausbreiten, sind die Land- und Waldeigentümer verpflichtet, sie bis zur Wurzel auszureißen, um die Verbreitung einzudämmen.

Auch wenn die Schadpflanzen recht groß sind, ist es mühsam und zeitaufwändig, Feld und Flur manuell danach abzusuchen. Dieser Prozess wird nun automatisiert, indem Drohnen die Landschaft abfotografieren und die Bilder anschließend ausgewertet werden. Entdeckt die Bilderkennung den Riesen-Bärenklau, wird der Ort in einer Karte vermerkt.

Noch während des laufenden Projekts entstand die Idee, den Mitarbeitern vor Ort diese Information zusätzlich auch per App zur Verfügung zu stellen: „Mit Hilfe der von der SAP Cloud Platform zur Verfügung gestellten Tools war das eine Sache von wenigen Tagen,“ erläutert Klaus-Christoph Müller, Director Innovation Technologies bei itelligence. Der besondere Clou: Durch die App kann unmittelbar vor Ort bestätigt werden, ob die Bildauswertung korrekt war. Und falls nicht, hilft das auch weiter, denn auf Basis dieses Feedbacks wird der Algorithmus im nächsten Schritt für die Bilderkennung weiter verfeinert.

Neuronale Netze sind den Biologen in der Auswertung überlegen

Vier Kunden nehmen aktuell an dem Pilotprojekt teil: die Verwaltungen der dänischen Städte Hedensted, Viborg, Rauders und Kolding. Die Anwender aktualisieren damit die bisher kartierten Vorkommen der Schädlingspflanze. Drohnen kamen bei der Schadpflanzen-Bekämpfung bereits in der Vergangenheit zum Einsatz. Ein Stadtangestellter in Hedensted hat einen Drohnen-Führerschein und eine Ausbildung in der Bilderkennung. Das manuelle Auswerten der Fotos erwies sich allerdings als überaus zeitaufwändig. Die IT-basierte Bilderkennung ist deutlich schneller und effizienter.

Die Stadtverwaltung Viborg kontrolliert bislang die Flussläufe mit eigenen Drohnen. Nun wollen sie mit diesen Fluggeräten auch den Riesen-Bärenklau auf einer Gesamtfläche von über 1400 Quadratkilometern entdecken. Die dafür nötigen hochaufgelösten Bilder liefert der itelligence-Partner Prodrone. Interessant ist dieses Verfahren laut Müller nicht nur für Behörden, sondern für alle Eigentümer größerer Ländereien.

Neben den Drohnen kommen in den Projekten künstliche Intelligenz, Machine Learning und Big-Data-Technologie zum Einsatz. „Die Technologiebausteine für diese Lösung sind inzwischen allgemein verfügbar“, berichtet SAP-Cloud-Platform-Experte Müller. „Die größte Herausforderung bestand darin, den Algorithmus mit genügend Bildern des Riesen-Bärenklaus zu füttern, um die Erkennung im neuronalen Netz zu trainieren. Hier kommen hochauflösende 5k-Fotos mit den entsprechenden Datenmengen zum Einsatz, um die gewünschte Erkennungsrate von über 80 Prozent zu erzielen“.


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