Canyon

„SAP-Tour“ bei Canyon. – Der Hersteller von hochwertigen Fahrrädern stellte sich einer zweifachen Herausforderung: eine neue, moderne Fabrik zu bauen sowie ein innovatives ERP-System einzuführen. Beides hängt eng zusammen. SAP wird die betrieblichen Abläufe verbinden und mit der neuen Canyon Factory verknüpfen. Eine Tour mit leichten wie schweren Etappen, beschilderten und unbeschilderten Abschnitten
sowie mit Leid und Freud – ein Supertrail in Sachen IT.

Die Motivation, sich auf die Reise zu begeben, kam zwangsläufig mit dem rasanten Wachstum, das Canyon in den vergangenen Jahren hingelegt hatte. Seit 2001 konzentriert sich das Unternehmen auf die Herstellung von Mountainbikes, Rennrädern und Triathlon-Bikes.

Eine hohe Qualität, ein innovatives Design, eine starke Kundenorientierung und ein angemessener Preis kennzeichnen die erfolgreiche Marke. Jedes Rad wird in Koblenz gefertigt und vor der Auslieferung einer strengen Abschlussprüfung unterzogen. Da Canyon seine Räder ausschließlich auf direktem Weg verkauft – per Webshop oder im Showroom in Koblenz – spart man den Aufwand für Zwischenhändler. Was direkt den Preisen, sprich den Kunden, zu Gute kommt.

Der Erfolg der Koblenzer gibt ihrer Strategie Recht: Canyon ist längst über den deutschen Markt hinausgewachsen und hat Niederlassungen und Vertriebsgesellschaften in ganz Europa, in Japan, Südkorea und jüngst auch in Australien eröffnet.

Die zunehmende Größe ließ die Komplexität im Unternehmen steigen, die Produktion stieß an ihre Grenzen. Canyon beschloss daher, seine Prozesse durchweg zu digitalisieren und ein SAP-System zu installieren. Um das Zusammenspiel innerhalb der Organisation zu verbessern, um das weitere Wachstum unter Beibehaltung der hohen Qualität zu bewältigen, um den Service für die Kunden zu erhöhen. Und um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Die Tour konnte beginnen

Canyon

 

 

Stimmt das IT-Konzept, kann der unternehmenseigene Webshop das Verkaufsgespräch unterstützen.

 

 

 

 

 

 

Zunächst die Vorbereitungen. Kein Radrennen, kein SAP-Projekt geht ohne Planung an den Start. Das Team: Nicht nur Experten mit IT-Know-how, sondern ebenso Menschen, die das Unternehmen und seine Abläufe gut kennen. Sie begleiten die ganze Strecke oder nur einige Etappen. Wann starten wir? Sind die Daten in Ordnung, kann gleich losgelegt werden. Müssen sie zunächst auf den Einsatz mit SAP eingestellt werden, ist Vorarbeit nötig. Welches Know-how wird wann benötigt? Entscheidend ist die richtige Mischung aus IT-, Prozess- und Business-Know-how in den verschiedenen Teams.

Das Wegenetz einer SAP-Einführung sind die Abläufe im Unternehmen. Die Knotenpunkte dieses Netzes bilden die jeweiligen Firmenbereiche. Ziel ist es, sämtliche Abläufe durch die SAP-Infrastruktur zu unterstützen und miteinander zu verbinden. Das Ganze ist kein Wettkampf, sondern eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Teams. Und wie der Tourenplan für eine Radstrecke, wird der Projektplan für das neue ERP erstellt. Die Teams werden von verschiedenen Punkten aus starten: Eines beginnt beispielsweise mit der Etappe „Fabrik“, ein anderes fährt die „Buchhaltung“ ab und ein weiteres begibt sich ins „Personalwesen“.

Es geht über Stock und Stein. Wie jede SAP-Einführung setzt sich die Tour aus bekannten wie unbekannten Elementen zusammen. Manche Abschnitte müssen erst „er-fahren“ werden. Doch nach und nach bauen die Mannschaften von itelligence und Canyon die Systeme entlang der Knotenpunkte auf. Sie installieren die SAP-Module für das Finanzwesen und die Buchhaltung, für die Logistik, die Auftragsbearbeitung oder das Personalwesen.

Manche Teams bewältigen Strecken, die viele Bereiche des Unternehmens durchqueren. Vom Eingang einer Bestellung im Callcenter bis zur Auslieferung des Fahrrads an der Laderampe der Fabrik beispielsweise. Manchmal hingegen arbeiten sie intensiv in einzelnen Bereichen – kurzen Etappen, wenn man so will: An einer Stelle entwickeln sie Software für das Drucken von Barcodes, an einer anderen regeln sie, dass die Ergebnisse von Qualitätsprüfungen in der Produktion auch ins SAP-System fließen.

Es werden Tests gefahren, Richtungswechsel entschieden, Mitarbeiter trainiert. Knapp zwei Jahre nach dem Entschluss, ins Rennen zu gehen, ist die erste große Etappe geschafft: SAP geht live und die Canyon Factory nimmt die Produktion auf.

Nun folgt unweigerlich die zweite große Etappe: Die Organisation, die Herstellung und die Systeme müssen aufeinander eingespielt werden. Denn mit dem Bau der neuen Fabrik stellen die Koblenzer auch ihre Produktion komplett um. Es gibt keine Plattformen mehr, auf denen alle Teile eines Rads durch die Halle gefahren werden. Stattdessen gibt es nun Förderbänder mit verschiedenen Stationen, an denen Stück für Stück die Räder montiert werden.

Die Schwierigkeit der zweiten Etappe liegt vor allem darin, zu gewährleisten, dass die richtigen Teile auch zum richtigen Zeitpunkt vorliegen, dass sämtliche Informationen dem Kundenservice zur Verfügung stehen und dass Daten schnell zwischen den unterschiedlichen Systemen abgeglichen werden. Für diesen letzten Abschnitt brauchen die Teams noch einmal einen langen Atem und Geduld. Nur schrittweise kann die neue Produktion Fahrt aufnehmen. Eine typische Situation für diese Etappe: Der gesamten Mannschaft bleibt jetzt nichts anderes übrig, als besonnen weiter zu fahren.

Mit der Zeit greifen die neuen Systeme immer besser ineinander, und die Abläufe in der neuen Produktion spielen sich gut ein. Stand heute ist Canyon noch nicht am Ende seiner Tour angelangt, doch das Ziel ist bereits in Sichtweite gerückt. Und es zeichnet sich ab, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben. Für die Zukunft sind die Koblenzer nun gut gerüstet, oder anders: Die nächste Tour darf schon geplant werden.

Canyon
Canyon Mitarbeiter in der Montage in Koblenz

 

 

(Auszug aus dem itelligence Geschäftsbericht)

 

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