SEPA kommt – Die Checkliste: Teil 3 – IT-Auswirkungen

– von Daniel Ruth, Berater bei itelligence Deutschland –

SEPA ist aktuell in aller Munde – oder nicht? Glaubt man aktuellen Studien, sind erst knapp 10% der deutschen Unternehmen fit für SEPA. Und das obwohl die Zeit drängt: Zum 01. Februar 2014 wird SEPA zur Pflicht! Ab dann werden nur noch die neuen SEPA-Zahlverfahren unterstützt. Im heutigen dritten Teil unserer SEPA Reihe werden wir einen näheren Blick auf die SEPA-Auswirkungen für ihre IT-Landschaft werfen.

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Welche Auswirkungen hat SEPA auf meine IT-Landschaft?

Aus Sicht eines SAP-Komplettdienstleisters wie der itelligence sind hier zwei Bereiche zu betrachten: SAP- und Nicht-SAP-Systeme.

Starten wir mit der SAP-Welt: SEPA ist für die meisten Unternehmen ein Thema im Bereich Finanzwesen (FI) sowie der Personalwirtschaft (HCM). SAP liefert eine ganze Reihe Funktionalitäten zum Thema SEPA im Rahmen diverser OSS-Hinweise aus, mit denen der SEPA-Zahlungsverkehr im SAP-System verfügbar gemacht wird.

Betrachtet man den Themenbereich SEPA aus deutscher Sicht, kann man festhalten, dass alle jemals in Deutschland gültigen SEPA-Formate seit der Einführung 2008 über SAP verfügbar sind. Die aktuellste Variante findet sich dabei im OSS-Hinweis 1540040 – gültig seit dem 01.11.2010.

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Während SEPA-Überweisungen in SAP nur kleine Änderungen mit sich bringen, aus Sicht des Fachbereichs beispielsweise in Form eines neuen Zahlungswegs, erfordert die Abbildung der SEPA-Lastschriften umfangreiche neue Funktionen. SEPA-Mandate müssen im System erfasst, während des Zahllaufs geprüft und anschließend elektronisch im Zahlungsträger übermittelt werden. Hinzu kommen Vorlauffristen, die zu beachten sind, Funktionen zur Lastschriftvorankündigung (Prenotification), sowie die Möglichkeit, SEPA-Mandate direkt auf Belegebene zuzuordnen.

Dies führt dazu, dass je nach Releasestand mehrere hundert OSS-Hinweise zum Thema SEPA-Zahlungsverkehr erforderlich sind. Einen groben Überblick gibt hierzu der OSS-Hinweis 1845689. Daher gilt: SEPA erfordert einen Mindest-Support-Package-Stand!

TIPP: Insbesondere die Komponenten SAP_ABA und SAP_APPL sind hier zu beachten. Fragen Sie für Details für ihr System einfach kurz über die Kommentarfunktion direkt hier im Blog an oder besuchen Sie unseren AddStore unter http://itelligence.addstore.de.

Die Notwendigkeit eines Systemupdates sollte daher im Vorfeld zwingend geprüft und evtl. notwendige Schritte frühzeitig und mit ausreichender zeitlicher Laufzeit eingeplant werden.

Verlassen wir die SAP-Welt. Neben SAP sind in Unternehmen in der Regel eine Reihe weiterer Softwareprogramme von einer SEPA-Umstellung betroffen. Die am häufigste zu nennende Software: Bankprogramme.

Darunter sind Programme zu verstehen, welche die in SAP erzeugten Zahlungsträger importieren, ggfs. Freigabeprozesse abbilden und dann online an die teilnehmende Bank übertragen. Damit diese Programme mit den in SAP erzeugten SEPA-Dateien umgehen können, muss auch hier geprüft werden, ob ein Update auf eine aktuelle Programmversion erforderlich ist, oder ob SEPA-spezifische Einstellungen vorgenommen werden müssen.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass die SEPA-Zahlverfahren zudem oftmals entscheidende Auswirkungen auf Softwaresysteme haben, die primär gar nicht im Fokus einer SEPA-Einführung sind. Hier sind insbesondere Programme zu nennen, die Stammdaten wie IBAN, BIC oder Einzugsermächtigungen verwalten. Unter anderem können dies Lieferantenportale, Web-Shops oder Mitarbeitercockpits im eigenen Intranet sein. Es ist zum Beispiel zu prüfen, ob ein Kunde im Web-Shop neben der Kontonummer seine IBAN erfassen kann, ob das bisherige Lastschriftverfahren auf SEPA-Lastschriften umgestellt, oder durch andere Zahlverfahren ersetzt werden muss.

Wie immer zum Schluss: Mehr Informationen zu SEPA finden Sie auch in weiteren Blogbeiträgen und als Lösung zum Festpreis im itelligence AddStore.

Bisherige Beiträge dieser Reihe:

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