Validierung im Rechenzentrum (Teil 2)

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Den ersten Teil der Blogreihe „Validierung im Rechenzentrum“ finden Sie hier. Beispielhaft möchte ich das Thema an der Validierung der itelligence Monitoring-Landschaft aufzeichnen.

Aufbau der produktiven Monitoring-Landschaft
Im Rahmen des automatischen Monitorings werden diverse Komponenten benutzt – so zum Beispiel

  • SLD (Software Landscape Directory) – ein J2EE-basiertes Verzeichnis der installierten Systeme
  • SAP BW als zentrale Datenhaltung der eingesammelten Monitoring-Daten
  • MAI als Teil des SAP Solution Managers
  • Wily Introscope für die Überwachung von J2EE-Systemen

Außerdem nutzen wir den Solution Manager für die Bereitstellung von Early Watch Alerts (EWA) und für Maintenance Optimizer Transactions.
Aus Performance-Gründen haben wir uns entschieden, die Komponenten zu entkoppeln und auf verschiedene Systeme zu verteilen. Dies wird nach unseren Überlegungen auch die Wartung und Weiterentwicklung der Monitoring-Landschaft, die in der folgenden Grafik dargestellt ist,
vereinfachen.

Validierung im RZ1

Denkbar ist, jedes einzelne System zu validieren. Wir teilen jedoch die gesamte Landschaft in Module auf, die einzeln validiert werden, um eine Revalidierung deutlich zu vereinfachen. Wir versprechen uns davon eine höhere Transparenz der Validierung und eine erhebliche Reduzierung
des Aufwands bei anstehenden Änderungen.

Validierung im RZ2

Bei der Validierung durchlaufen die einzelnen Module sämtliche Prozessschritte, die dafür notwendig sind. Allerdings fassen wir Dokumente zusammen, wo es möglich ist. So wird es beispielsweise nur eine Anforderungsspezifikation geben, also ein Lastenheft für die gesamte Landschaft. Die Testpläne werden jedoch auf Modulebene erstellt.

Die Anforderungsspezifikation
Im Lastenheft werden sämtliche Anforderungen, die an die Monitoring-Landschaft gestellt werden, beschrieben. Da dieses Dokument für die gesamte Landschaft gelten soll, ist es recht umfangreich und besteht zurzeit aus ca. 60 Seiten. Neben einleitenden Abschnitten, die zum Validierungs-Overhead gehören, finden sich Kapitel zu den einzelnen Modulen unserer Landschaft.

Im Folgenden möchten wir nicht das gesamte Lastenheft präsentieren, sondern lediglich einige Details benennen:

Externe Dokumente: Im Lastenheft verweisen wir häufig auf externe Dokumente – beispielsweise Verfahrens- und Arbeitsanweisungen unseres Qualitätsmanagements oder Installationsleitfäden von SAP. Damit gehen die referenzierten Dokumente in die Validierungsdokumentation ein und müssen reproduzierbar gespeichert und teils sogar ausgedruckt werden. Wir sammeln solche Dokumente zunächst in einem speziellen Verzeichnis. Der Verweis auf Internet-Quellen reicht nicht, da der Link später eventuell nicht mehr gültig ist.

Vorgaben für die Installation: Damit die Installationspläne kurz gehalten werden können, beschreiben wir bereits im Lastenheft die Vorgaben für die Installation. Der Installationsplan verweist dann einfach auf ein Kapitel der Anforderungsspezifikation. So enthält das Lastenheft die Aufteilung der Festplattenbereiche ebenso wie die Details der Grundkonfiguration eines Solution Managers.

Dokumentation: Im Abschnitt zum Thema Dokumentation wird festgelegt, wo das Betriebsführungshandbuch, das Berechtigungskonzept und weitere Dokumentationen hinterlegt sind.

Abschließend werden auch Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen benannt sowie die Zuständigkeiten für die Monitoring-Landschaft definiert.

In einem dritten und letztenTeil der Blogreihe bringen wir unser Validierungsbeispiel zum guten Schluß.

– Rainer Kunert, itelligence Outsourcing & Services GmbH –

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