Wie Sie Ihr eigenes Passbook erstellen

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– von Florian Kruse, Customer Solutions & Inventions – Consulting SAP Mobile Solutions itelligence AG –

Warum gerade das Passbook?

Das mobile Internet – schon längst hat uns die Zukunftsvision von vor gar nicht allzu langer Zeit eingeholt. Mittlerweile ist es selbstverständlich, per mobiler App das Wetter zu checken oder Mails abzurufen, und auch das Shopping per Handy und Tablet geschieht mehr und mehr nebenbei beim Bahnfahren oder Fernsehen.

Da lag es für mich nahe, dass die nächste Evolutionsstufe die Komprimierung des gesamten Inhaltes meiner Brieftasche in mein Smartphone ist. Was mich persönlich am meisten an meinem Portemonnaie stört? Tickets, Rabattmarken, Clubausweise etc. – und genau an diesem Punkt setzt das Thema „Passbook“ an.

Alles unter einem Hut – Das Passbook

Einige werden das Passbook bereits im Menu ihres Apple-Smartphones gesehen oder sogar schon benutzt haben. Hauptsächlich kommt es im Moment bei Bahn- oder Flugtickets zum Einsatz.
Nachdem ein Kunde online ein Ticket erworben hat, wird es in diesem Fall als ein so genannter „Pass“ erzeugt und vom Anbieter an die Kunden versendet. Das iPhone kann diesen „Pass“ nun öffnen und im Passbook ablegen. Und über dieses kann der Kunde dann schnell zum Beispiel auf dem Flughafen seine Bordkarte öffnen, ohne in seiner Tasche danach suchen zu müssen.

Ich durfte diesen Service bei Flügen schon öfter selbst ausprobieren und habe im Praxisselbsttest festgestellt, dass diese neue Funktion äußerst praktisch ist, da man nach dem Check-in nicht versuchen muss, das Ticket wieder irgendwo in einer Tasche unterzubringen. Es reicht einfach, das iPhone wieder in die Tasche zu packen.

Gibt es noch mehr Anwendungsgebiete oder war das schon alles?

Die CeBIT wird ab diesem Jahr laut einer Pressemitteilung die Eintrittskarten ebenfalls über diesen Weg zur Verfügung stellen. Somit sparen Sie sich das Ausdrucken des digitalen Tickets und können es bequem in Ihrem iPhone griffbereit mitführen.

Klingt schon mal gut. Aber in den USA zum Beispiel ist man da schon ein wenig weiter. Dort werden sogar schon in einigen Fällen Rabatt- oder Kundenkarten über das Passbook an Kunden verschickt, was natürlich die Brieftasche der amerikanischen User um einige Karten erleichtert.

Die Struktur Ihres eigenen „Pass“

Passbook 3

Um Ihren „Pass“ nach Belieben zu erzeugen, sind einige Schritte notwendig.

Als erstes sollten Sie sich überlegen, wie Ihr eigener Pass schlussendlich aussehen soll. Dazu können Sie im Internet einen der vielen Passbook-Generatoren benutzen, zum Beispiel den hier.

Alternativ kann die Erzeugung eines solchen „Pass“ durch Sie komplett von Hand erfolgen. Ein „Pass“ besteht aus folgenden Dateien im Einzelnen:

  •  icon.png / icon@2x.png – Diese Datei beinhaltet das Icon, mit dem der „Pass“ in einer Email angezeigt wird.
  • Logo.png / logo@2x.png – Das Logo, welches oben im Kopf des „Pass“ angezeigt wird. Kann je nach Pass-Typ variieren.
  • Strip.png / strip@2x.png – Diese Datei stellt ein „Header“- Bild dar. Die Anzeige variiert je nach Typ des „Pass“.
  • Pass.json – Enthält alle Informationen im json-Format zur Struktur des „Pass“
  • Manifest.json – In Dieser Datei werden alle SAH1 Hashcodes der anderen Dateien zur Validierung angegeben.

Um nun Ihren Pass anzupassen, können Sie in der Pass.json-Datei den Inhalt bestimmen und Felder nach Belieben füllen (z.B. mit einem QR-Code).
Als Orientierungshilfe bietet Apple Dokumentation über die möglichen Felder, welche verwendet werden können, an. Diese und weitere Informationen zum Thema Passbook finden Sie hier.

Haben Sie nun den „Pass“ nach Ihren Wünschen erstellt, geht es nun an die Erstellung einer so genannten „.pkpass“-Datei. Diese können Sie direkt an den Empfänger verschicken, welcher den „Pass“ dann auf seinem iPhone öffnen und zu seinem Passbook hinzufügen kann.

Detaillierte Informationen zur Signierung und Erstellung finden Sie auf der folgenden Seite von Apple.

Für jeden Fall das richtige Layout

Bei der Erzeugung Ihres „Pass“ stehen Ihnen gleich 5 verschiedene Typen zur Auswahl.

Passbook 1

Diese verschiedenen Typen unterscheiden sich hauptsächlich in der Anordnung der einzelnen Felder und Optik des „Pass“ an sich. Der fünfte Typ nennt sich „Generic“.
In diesem stehen Ihnen einige Felder zur freien Verfügung, und Sie können so Ihren nahezu komplett individuellen „Pass“ erzeugen.

Wie lässt sich das Passbook nun produktiv einsetzen?

Bei dieser Frage sehe ich direkt zwei mögliche Anwendungsgebiete: Das erste befasst sich mit einer virtuellen Visitenkarte, welche im Passbook mitgeführt werden kann. Um dies umzusetzen wird ein „Pass“ in einer beliebigen Optik designt. Im QR-Code kann nun eine „VCard“ codiert werden. Dies ermöglicht das zeitsparende Hinzufügen von Kontaktdaten im Handy eines Passbook-Users durch einfaches Scannen des QR-Codes.

Passbook 2

Die Nächste Variante ist die schon etwas weiter verbreitete Verteilung von virtuellen Kundenkarten. Hiermit würde dann eine Kundennummer auf dem Pass im QR-Code codiert werden, das ermöglicht dann das schnelle Auswählen der korrekten Kundendaten.

Was meinen Sie – Welche Möglichkeiten, der Integration sehen Sie für das Thema Passbook in Ihrem Unternehmen?

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